Zitat von Dolorus: ich kann mich so groß machen wie ich will, sie ist durch ihre derzeitige Art oder Verhalten glatt wie ein Fisch.
mit "müssen" gehr da gar nichts, nur mit "wollen", aber auch "können". sollte es ein Spielchen von ihr sein, verschieb sie "wollen" mit "können", wie es ihr passt.
wie auch immer: groß erwarten darf man derzeit nicht.
sofern ich allerdings noch so ein wenig ernsthaftes Interesse von ihr erkennen kann, heißt das Geduld und dran bleiben.
Ok, schau, du bist komplett bei ihr.
Wie kann ich handeln, dass SIE... Was tut SIE, was könnten IHRE Motive sein?
Ich möchte dich nochmal auffordern, deinen Fokus darauf zu legen, dass du in deine Mitte zurückkommst.
Von ihrer Seite aus kommt gerade ganz viel Sand und Schwere ins Getriebe.
Wenn du das auf dich beziehst, als Botschaft an dich, dich komplett von deiner Verlustangst beherrschen lässt, dann bringst du von deiner Seite aus Schwere und Sand ins Getriebe. Dann könnt ihr die Sache vergessen.
Das ist es mE was dann zu toxischen oder zumindest ungesunden Beziehungsdynamiken führt: Einer besitzt nicht die Klarheit oder innere Freiheit, um sein Verhalten an die Gegebenheiten in der Beziehung anzupassen, im Zweifel durch eine Trennung. Statt dessen ist er davon abhängig, dass der andere sein Verhalten ändert, der andere wird immer "böser" wahrgenommen, weil er ja mit seinem Verhalten dafür sorgt, dass es dem einen schlecht geht, wenn er lieben würde, würde er doch... und es wird immer verzweifelter versucht, den anderen zu einer Verhaltensänderung zu bewegen, einfach, weil man selber keine Möglichkeit sieht, für sich selber zu handeln.
Ok, bitte bekomme das jetzt nicht in den falschen Hals, ich sage keinesfalls, dass deine Situation einfach ist. Mit einem psychisch stark belasteten und gesundheitlich falsch beratenen Menschen zusammen sein, ist extrem schwierig und belastend.
Aber sie ist, wie sie ist, sie handelt wie sie handelt, sie ist den Zwängen unterworfen, denen sie unterworfen ist.
Was bedeutet das für DICH, und was kannst und möchtest DU diesbezüglich tun.
Willst du noch mit dieser Frau zusammen sein? Traust du es dir zu, mit dieser Frau durch diese Erkrankung zu gehen? Was sie aktuell glaubt oder nicht glaubt, ob sie dich liebt, oder ob sie sich so oft meldet, wie sie sollen müsste, wenn sie es ernst meinen würde usw. spielt da erst einmal keine Rolle.
Dann go for ist. Solange, bis du nicht mehr mit ihr zusammen sein willst oder kannst, oder bis sie Schluss macht.
Was brauchst du, damit du die innere Stärke und Klarheit aufbringen kannst, um diesen Weg wirklich zu gehen?
Kickt das so arg in deine eigenen Trigger, dass es für dich nicht auszuhalten ist, mit der Unsicherheit und den ganzen Fragezeichen? Kannst du keine Beziehung führen, in der du nicht regelmäßig Alles-in-Ordnung-Signale bekommst?
Dann ist das völlig ok, dann trenn dich. Schau, was du braucht, damit du halbwegs gut durch die Trennung kommst, weil, für dein Trennungtrauma kann sie nichts.
Dann ist es auch egal, ob sie dich "eigentlich" schon noch liebt, und "eigentlich" schon noch an ihrer Seite haben will. Du kommst nicht klar, und das reicht aus, um die Beziehung zu beenden.
Also, deshalb nochmal mein dringender Vorschlag:
Bearbeite JETZT unabhänging davon, ob du dich trennst oder nicht, deine Trennungsangst. Falls du das Geld hast, such dir jemand professionellen an deiner Seite. (FALLS du das Geld hast. Denn Geiz ausgerechnet an dieser Stelle verstehe ich einfach nicht) Ansonsten schau rechts und links. Erlerne eine Meditationstechnik. Schau dir NLP an, oder autogenes Training. Geh zu deinem Hausarzt, und besprich mit ihm Notfallmedikation oder lass dir eine Dringlichkeitsüberweisung zum Psychiater geben. Es wäre wirklich schlau gewesen, wenn du damit schon vor Jahren angefangen hättest.
Weiterhin schau, dass du wirklich gut selfcare betreibst. Die Beziehung wird aktuell nicht viel Freude, Stabilität und Leichtigkeit in dein Leben bringen können. Wie könntest du das sonst bekommen?
Und ansonsten, falls in dir ein JA ist, diese Beziehung weiterzuführen, dann schau, dass du deine eigenen Unsicherheiten aktuell raushältst. Wenn ihr gut im Kontakt seid, könnt ihr besprechen, wie ein Kontakt ausschauen könnte, wenn sie gerade gar keine Energie hat, damit du dich nicht ganz verloren fühlst. Keine Ahnung, wenn sie nicht dran geht, statt dessen ein Herz per WA.
Und dann gibt es mE zwei Möglichkeiten: Entweder spielt sich eurer gemeinsamer Talweg ein, und ihr schafft es langsam aus dem Tal, oder du merkst, dass du es nicht kannst. Dann kannst du immer noch Schluss machen.
Bezüglich dem "Ich würde fordern, dass sie wirklich maßnahmen ergreift, dass es ihr besser geht":
Für MICH wäre es in so einer Situation wichtig, dass es eine Perspektive gibt, dass die Sache auch mal vorbei geht. Wenn mein Partner sein Arbeitspensum genauso weiter duchziehen würde, seine körperliche Gesundheit weiterhin vernachlässigen würde, an keiner einzigen Stellschraube zu drehen bereit wäre, dann könnte ICH damit einfach nicht umgehen.
Das wäre, wenn ich mich in deine lage versetzt, für MICH das größte Problem, dass sie sich z.B. die Schilddrüse nicht reparieren lässt. Wieso sollte ich den Weg mit ihr gehen, wenn es keine Perspektive gibt, dass irgendwann wieder eine Besserung eintritt? Verstehst du?