@n3xst danke, für den Text, ja, ich will kämpfen, ich finde kein besseres Wort. Ich will zumindest nicht einfach aufgeben, ich möchte irgendwann sagen können, ich habe alles versucht. Auch zu meinen Kindern. Ich liebe diesen Mann nach wie vor. Ich hänge tatsächlich sehr an den Dingen, die er in den letzten 4 Wochen gesagt oder getan hat. Wenn sie die eine ist, dann braucht er mir doch nicht zu sagen, dass er mich liebt, zu welchem Zweck? Dass er sich wünscht, die Ehe fortzuführen, zu welchem Zweck, wenn er so entschlossen ist und so verliebt, dann sage ich soetwas doch nicht zu meiner Frau. Zumindest sehe ich keinen Grund und keinen Sinn dahinter. Wir waren mal wirklich glücklich, viele Jahre, bevor es mir so schlecht ging. Wir teilen sehr viele Interessen und kennen uns insgesamt seit 29 Jahren, als ich 13 und er 14 war, waren wir ein Liebespaar, ich bin sein erster Kuss und wenn es nach mir geht, auch sein letzter. Das Schlimme ist, ich verstehe ihn ja, sie ist jung, hübsch, ungebunden, lebenslustig, flexibel, er wird endlich gesehen, angehimmelt, das wird er alles sehr gebraucht haben und genießt es bestimmt auch. Doch dafür die Familie einfach so zu verlassen? Ich denke (ich weiß, nur meine Interpretation), er lebt gerade sehr in der Gegenwart, was auf ihn zukommt hat er noch nicht bedacht. Und na klar, mit ihr ist gerade alles einfach, er hat sicher auch noch die rosa-rote Brille auf. Dennoch hätte ich, an seiner Stelle, wenn ich doch so klar in meiner Entscheidung bin, das 1. anders kommuniziert und ich hätte auch z.B. mal ein paar Sachen mitgenommen, es sieht hier so aus als käme er morgen wieder, es ist alles bis auf wenige Kleidungsstücke noch hier.
Ich bin natürlich froh, über jeden Beitrag, in dem die Ehe gerettet werden konnte, die gibt es ja hier auch und ich halte mich daran fest, dass das, was uns verbindet doch noch da ist und er es irgendwann erkennt und er uns vermisst.
Ich bin stark, ich finde im übrigen auch, dass nicht aufgeben wollen auch stark ist, das kostet sehr viel Kraft.
Ich grübel natürlich viel, spreche viel mit anderen, aber ich bin stark, für mich, für die Kinder, niemand würde denken, dass ich gerade sehr traurig und unglücklich bin. Gerade habe ich Urlaub und wir unternehmen einiges, ich komme alleine klar, natürlich, ich kann das meiste alleine, ich habe tolle Nachbarn, Familie und Freunde. Aber ich möchte nicht, er ist derjenige, mit dem ich mich am liebsten austauschen, ich möchte nicht ohne ihn einschlafen und aufwachen, diese Dinge sind es doch, die blöd sind.
Mein Therapeut hat gesagt, wenn ich an dieser Ehe festhalten möchte, dann brauche ich einen langen Atem, darf mich nicht aus den Augen verlieren und muss mit mir immer wieder vereinbaren, dass es mir nicht weh tut, das ist natürlich nicht so einfach, aber es hilft mir, wenn ich es tue! Er hat gesagt, wenn sie ein Sixpack wollen, dann sollten sie Muskelkater einkalkulieren, wenn sie ihre Ehe nicht aufgeben wollen, dann darf sie der Weg nicht verletzten, mir hilft das.