Zitat:Zitat karili Dann ist das wohl jetzt die Phase der Verleugnung.
Vielleicht etwas, was mich persönlich auch schon immer sehr interessiert hat, wie man es schaffen kann, da eigentlich rauszukommen.
Anonym im Internet wäre doch ein gefahrloser Anfang, meine ich zumindest.
Genau das ist es nicht. Ich kann jetzt natürlich nur für mich sprechen. Das Schlimmste an einem solchen Verrat wie Neveragain ihn erlebt hat, ist der Verlust der Sicherheit den eigenen Gefühlen trauen zu können. Es ist unfassbar, dass der Mensch, der einem am nächsten steht, der beteuert einen zu lieben und der einen schützen soll, plötzlich der Verursacher des größten Schmerzes wird. Man ist nicht nur fassungslos, traurig, wütend und verzweifelt diesem Menschen gegenüber. Man ist das vor allem gegenüber sich selbst. Man fragt sich warum man es nicht kommen gesehen hat, warum einem das Bauchgefühl nicht gesagt hat, dass da was nicht stimmt. Das führt dann dazu, dass man sich nicht nur vom Fremdgeher betrogen sieht, sondern vor allem vom eigenen Schutzmechanismus.
Dabei entsteht dann die Frage: Wie kann ich (mir) jemals wieder vertrauen?
Wenn der Fremdgeher nicht umgehend befreit und singend zur AF überläuft, sondern bleibt, Signale gibt, dass er auch um die Beziehung trauert und einen nicht verlieren will, dann kommt das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung in Schritten zurück. Denn der Fremdgeher liebt wahrscheinlich beide Frauen aufrichtig und möchte keine von ihnen gehen lassen. Sonst wäre er ja schon ewig getrennt. Er liebt auch die EF oder schätzt zumindest das Leben mit ihr. Dazu lohnt es sich Mischkas Thread hier im Forum zu lesen.
Es ist also keine Selbstverleugnung, sondern der sinnvolle Versuch zu begreifen, dass die Liebe und Zuneigung des EM nicht gespielt war. Dass man seinem Gefühl zumindest in diesem Bereich trauen kann. Der Schrecken in dem Bereich andere red flags der bleibt natürlich. Ist aber eine zweite Baustelle.