Zitat von Christina1:Ich schrieb weder, dass sich alles bessert noch solltest du Kit oder Kleber so wörtlich auffassen
Das ist Haarspalterei
Du schreibst man kann nicht fünfzehn oder zwanzig Jahre wegwerfen?
Genau das geschieht aber
Leben ist nicht stillstand
Auch nicht Wegwerfen, ja
Damit aber auch nicht das eigene Leben wegwerfen
Ich bin gegen die Wegwerfgesellschaft aber für den Mut, Dinge in seinem Leben zu verändern, die einem nicht mehr guttun, ohne Wertung
Selbstverständlich soll man retten, was zu retten ist
Was aber, wenn trotz 10 Jahren nichts mehr geht?
(...)
Ich weiß nicht, wie man aus etwas Kaputtes wieder was Ganzes herbringen soll
Vll weisst du es?
Emotionales Fremdgehen hat überhaupt nichts mehr mit Liebe in der Erstbeziehung zu tun, und retten
Da rettet sich eher grade ein/eine anderer aus einer toten Ehe
Und von dem reden wir hier
Was kommt, kommt
Das war der einzige pauschale Satz
Alles andere, war meine persönliche Überzeugung
Ganz liebe grüße
@ Christina1
die Intention ist,
alle Gedanken zusammenzutragen - mehr nicht. Keine "richtig/falsch"-Wertung,
kein "das ist es", kein "das ist es auf gar keinen Fall"! Die Gedanken mit "Hintergrund" versehen - von allen Seiten betrachtend - das war meine Intention.
Noch mal zu dem wirtschaftlichen Faktor bei Trennung/Scheidung. Wem der wirtschaftliche Loch
vor sie sich sieht, geht anders damit um, als wenn jemand weiß, dass sie/er wirtschaftlich auf JEDEN Fall allein über die Runden kommt.
Viele meiner Bekannten .... Alleinerziehend. Die kommen nicht damit raus, ob es ihnen nach der Trennung besser geht! Die kommen auch nicht damit raus, dass sie wirtschaftlich am unteren Limit
sind, nur mit dem Nötigsten auskommen müssen, den Kindern erklären müssen, dass es wirtschaftlich nicht möglich ist, die Kinder so "teilhaben" zu lassen - an dem, was deren Freund/innen durch die wirtschaftliche Sicherheit ermöglicht wird. Viele meiner Bekannten verzichten selbst auf
Dinge, um den Kindern "etwas mehr" zu ermöglichen.
15, 20, 25 Jahre wirft so leicht keiner weg - nicht, was in der Zeit mit "schwerer Hände Arbeit" aufgebaut wird. Ich habe es schon mal geschrieben - wer sich in der Zeit z. b. ein Eigenheim geschaffen hat, vielleicht. 500.000 Euro "teuer"... das setzt Frau/Mann nicht mit einem Handstreich auf´s
Spiel und geht. Wer in einer Mietwohnung lebt.... der hat´s natürlich einfacher. Wer nix an eigenen Immobilien hat - "was soll´s, dann geh ich eben!"
Das meine ich ohne jeden Sarkasmus, ohne zynisch zu sein, ohne Häme. Und diese Gedanken -
sind die so abwegig? Haut z. B. der Mann ab... dicke Immobilie - die Frau wird meistens NICHT
weiter drin hocken bleiben können. Die geht über kurz oder lang auch...weil die finanzierende
Bank die Kralle aushält.... jeden Monat.
Wie erwähnt - ein bisschen "Fleisch" an die Knochen, denn "Knochen" allein geben keinen Sinn!
Was noch hinzu kommt - sich umzudrehen und zu gehen, scheint bei einer Trennungs/Scheidungs-Quote von mind. 50 plus X-Prozent trendig zu sein. Streitkultur? Nein... weil diese Debatten ebenso
geführt werden: "Du hast Schuld, weil du nie zuhörst, weil du dies und das unterlassen hast, gesagt hast, nicht gesagt hast!" Pauschal? Jo.
Der Streit um die Situation - die wird eher nicht geführt, weil es schwierig ist, die persönliche Ebene
raus zu halten. Ist das schwierig? Nein, ist es nicht. Z B. geht es darum, WARUM die/der Partner/in
nicht (mehr) spricht/zuhört - nicht darum, DASS die/der Partner/in nicht (mehr) zuhört. Das WARUM
zu klären, ist weitaus schwieriger....und ich bin mir sicher - das WARUM wird bei Frau wie Mann das Problem sein. Fragt jemand nach dem "Fleisch"?
Dass das Mitlesen im Forum eine Beeinflussung eigener Entscheidungen mit sich bringen kann - wer will das negieren? Wenn der Großteil z. B. die Vasen nicht zu kleben versucht und immer GEGEN
ein Kleben redet...und diese Übermacht immer wieder die gleiche Kerbe bedient "Es macht halt keinen Sinn zu kleben - es nicht mal zu versuchen, lohnt nicht, weil vertane Zeit" ist das für Leute, die eh schon am gefühlsmäßig/emotionalen Hungertuch nagen, schon ziemlich Einfluss nehmend.
Viele Likes zu sehen, die diese Einstellung vertreten, pusht zusätzlich.
Nein - Leben ist nicht Stillstand! Aber wer sagt, dass ein Festhalten/Neustart mit dem EP nach 15, 20, 25 Jahren Ehe Stillstand ist? Stillstand ist, wenn keine Veränderung stattfindet...und ist "the next" immer die Veränderung, die Stillstand aufhebt? Ob ein Neustart mit dem EP oder ein Neubeginn
mit "the next"... so oder so ist ein eigenes "weiter so" nicht möglich - weder mit dem "alten" EP, noch mit "the next".
Es klingt immer durch, als sei "the next" mal eben im Handstreich einzunehmen - mit den gleichen
Mustern weiterlebend, wie Frau/Mann mit dem EP umgegangen ist. DAS geht in die Hose...
"With the next" - da wird nicht automatisch alles anders, nur weil ein/e andere/r Frau/Mann Tisch und Bett teilt. Wer sich seiner eigenen Strukturen nicht besinnt, "so weiter macht"...
Im Forum schreiben viele, dass sie mehrfach geschieden sind, mehrfach Affären hatten - liegt das immer an den Partner/innen, die "gewechselt" wurden?
10, 15, 20, 25 Jahre "einfach so" knicken.... viel Spaß!