×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

242

Aus dem Internet,

Arev87
Ich bin da vollkommen zweigeteilt. Einerseits ist das Internet ein unschätzbarer Segen: Der barrierefreie Zugang zu Wissen, Bildung und weltweitem Austausch ist die größte Demokratisierung von Information in der Geschichte.
Die Kehrseite ist jedoch massiv – insbesondere was die politische Dimension angeht: Soziale Medien und Algorithmen sind zu mächtigen Werkzeugen für gezielte Desinformation, Propaganda und Wählermanipulation geworden. Ob Bot-Netzwerke, Hybrid-Kriegsführung ausländischer Akteure oder gezieltes Framing – durch die unregulierte Verbreitung von Fake News lassen sich Debatten emotionalisieren und Demokratien von innen heraus spalten.
Früher war sicherlich nicht alles besser, aber der öffentliche Diskurs war sachlicher und basierte zumindest auf einem gemeinsamen Faktenfundament. Die größte Gefahr heute ist nicht das Smartphone an sich, sondern dass freie Meinungsbildung durch kommerzielle und politische Einflussnahme systematisch untergraben wird.

x 4 #46


Waldfee47
Zitat von Heffalump:
wenn Wachtmeister Dimpflmoser dem Hotzenplotz eine übergebraten hat,

Das waren noch Zeiten... ❤☃🔥🌻😍

x 3 #47


A


Aus dem Internet,

x 3


Arev87
In den Diskussionen über die Gefahren für die Demokratie wird ein entscheidender Faktor oft übersehen: die zunehmende Wissenschaftsfeindlichkeit.
Eine funktionierende Demokratie lebt vom Kompromiss. Aber ein Kompromiss kann nur entstehen, wenn man sich zumindest auf gemeinsame Realität/ Wahrheit auf Grund von Fakten einigen kann. Genau hier greift die Entwertung wissenschaftlicher Erkenntnisse :

Keine Debatte ohne Fakten: Wenn wissenschaftlicher Konsens durch Populismus, Verschwörungserzählungen oder gefühlte Wahrheiten ( anstatt von Forschung) ersetzt wird, bricht der sachliche Diskurs zusammen.

Erosion von Vertrauen: Wer Wissenschaft systematisch als 'gelenkt' oder 'ideologisch' diffamiert, untergräbt das Vertrauen in Institutionen und Expertise insgesamt. Das schafft Nährboden für einfache Antworten und gesellschaftliche Spaltung.

Handlungsunfähigkeit bei Krisen: Ob Klimawandel, Pandemien oder demografischer Wandel – die komplexen Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nicht mit Ideologie lösen, sondern nur mit evidenzbasierter Politik.
Meinungsfreiheit bedeutet, dass jeder seine eigene Meinung haben darf – aber eben nicht seine eigenen Fakten. Wenn wissenschaftliche Erkenntnisse beliebig verhandelbar werden, verliert die Demokratie ihr Fundament. Das macht Wissenschaftsfeindlichkeit zu einer der größten Gefahren unserer Zeit.

Ich habe das im eigenen Umfeld erlebt: Ich habe intensiv mit Menschen über deren Verschwörungsgedanken diskutiert und extra offizielle Fakten und Statistiken vorgelegt – unter anderem direkt von Bundesbehörden –, um von vornherein jeden Vorwurf von Desinformation oder „Fake News“ auszuräumen. Das niederschmetternde Ergebnis? Selbst fundierteste Daten wurden sofort abgetan. Die Antwort war dann einfach: „Das ist doch alles der Deep State, natürlich ist das manipuliert.“
Wenn Fakten und behördliche Daten als „gekauft“ gelten und Gegenbeweise nur als Beleg für die Verschwörung umgedeutet werden, verlässt man den Boden der Vernunft.

Fazit:
Meinungsfreiheit bedeutet, dass jeder seine eigene Meinung haben darf – aber eben nicht seine eigenen Fakten. Wenn wissenschaftliche Erkenntnisse beliebig verhandelbar werden und Fakten als „Deep State“ abgetan werden, verliert die Demokratie ihr Fundament. Das macht Wissenschaftsfeindlichkeit zu einer der größten Gefahren unserer Zeit

x 9 #48


FloraVita
Zitat von Arev87:
Meinungsfreiheit bedeutet, dass jeder seine eigene Meinung haben darf – aber eben nicht seine eigenen Fakten. Wenn wissenschaftliche Erkenntnisse beliebig verhandelbar werden, verliert die Demokratie ihr Fundament. Das macht Wissenschaftsfeindlichkeit zu einer der größten Gefahren unserer Zeit


Demokratie bedeutet aber auch kritisches Denken und dass die Wissenschaft hinterfragt werden kann und muss.
Wäre dem nicht so, würden wir heute immer noch glauben, dass die Erde eine Scheibe ist (überspitzt gesagt).

x 3 #49


Ouabain
Zitat von Arev87:
Gewalt gegen Frauen und Frauenfeindlichkeit pauschal 'den Ausländern' in die Schuhe zu schieben, ist billiger Populismus

"Die Ausländer" ist eine große Schublade. Genauso wie "Die Frauen" und "Die Männer" . Ich mag keine großen Schubladen. Also - außer in meiner Wohnung. Da kann es davon gar nicht genug geben 🤗

Zitat von Arev87:
Straftäter müssen konsequent bestraft werden – ganz egal, welchen Pass sie haben

Definitiv

x 2 #50


Nachtlicht
Zitat von Arev87:
Das lenkt nur davon ab, dass patriarchale Strukturen und häusliche Gewalt ein gesamtgesellschaftliches Problem sind. Straftäter müssen konsequent bestraft werden – ganz egal, welchen Pass sie haben

Ich denke mittlerweile, dass solche pauschalen Wischiwaschi-Aussagen ("gesamtgesellschaftlich", gern in Kombination mit Forderungen nach Konsequenzen, die man eigentlich als selbstverständlich voraussetzen sollte, es aber erschreckenderweise nicht sind) effektiv verhindern, dass passgenaue, zielgruppenorientierte Prävention, aber eben auch genauso zielgruppenorientierte Ermittlung und Strafverfolgung stattfindet.

Ein gesamtgesellschaftliches Problem setzt gesamtgesellschaftliche Werte voraus. Allein da hapert es ja enorm.

Würde endlich mal politische Energie in die Bekämpfung von z. B. Clanstrukturen gesteckt oder in die klare und nachhaltige Durchsetzung (!) der Behauptung, dass JEDER sich an die freiheitlich-demokratische Grundordnung und die dazugehörigen gesellschaftlichen Werte zu halten hat, wären wir schon einen ganzen Schritt weiter. Aber für solches Tätigwerden müsste man halt auch einsehen, dass es eben doch spezifische Probleme mit spezifischen Gruppen gibt.

Diese Einsicht ist politisch nicht gewollt, warum auch immer, für viele Menschen aus der bürgerlichen Mitte ist dies nicht mehr nachvollziehbar. Ich selbst habe seit geraumer Zeit die Wahrnehmung, dass meine Bedürfnisse nach Sicherheit, Ordnung und Haltung des aus jüngeren Jahren gewohnten Lebensstandards (damit meine ich z. B. ärztliche Versorgung, Straßeninfrastruktur, Wohnraum, Wohlfühlen im öffentlichen Raum...) immer weniger erfüllt werden, während ich gleichzeitig durch explodierende Sozial- und Transferleistung ebendiesen Verlust von Gesellschafts- und Lebensqualität auch noch querfinanzieren muss (allein im Bereich der Jugendhilfe ließe sich beispielsweise locker die Hälfte der Kosten einsparen, wenn es Leistungen nur für Staatsbürger gäbe... ich propagiere dies nicht, jedes Kind hat das Recht auf Schutz und Hilfe, es geht nur darum die Dimension aufzuzeigen).

Wenn ich meinen Unmut über diese von mir wahrgenommene Schieflage zum Ausdruck bringe, riskiere ich es als rechts stigmatisiert zu werden, obwohl ich nie rechts gewählt habe und dies auch nie tun werde.

Es würde mir im Traum nicht einfallen, einen Menschen allein aufgrund seiner Herkunft, Hautfarbe, Kultur oder Sprache zu diskriminieren, aber ich selber darf mir aufgrund meiner Herkunft, Hautfarbe, Kultur und Sprache regelmäßig anhören (meist übrigens von Menschen gleicher Herkunft, Hautfarbe, Kultur und Sprache wie ich selbst...), ich wäre schuldhaft privilegiert, hätte bloß Vorurteile, würde nicht verstehen dass es auch deutsche Straftäter gibt und was weiß ich noch was für undifferenzierten, herablassenden Blödsinn. Das nervt einfach nur noch.

Zitat von Arev87:
Früher war sicherlich nicht alles besser, aber der öffentliche Diskurs war sachlicher und basierte zumindest auf einem gemeinsamen Faktenfundament. Die größte Gefahr heute ist nicht das Smartphone an sich, sondern dass freie Meinungsbildung durch kommerzielle und politische Einflussnahme systematisch untergraben wird.


Dem stimme ich vollumfänglich zu. Allerdings kommt die Einflussnahme wohl aus allen politischen Lagern. Das macht eine faktenbasierte Meinungsbildung schwieriger als je zuvor. Ich bilde meine Meinung tatsächlich weniger aus den Medien, sondern eher aus dem was ich täglich im Straßenbild und in der Jugendhilfe wahrnehme.

Zitat von Arev87:
Ob Klimawandel, Pandemien oder demografischer Wandel – die komplexen Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nicht mit Ideologie lösen, sondern nur mit evidenzbasierter Politik.


Die Politik löst aber irgendwie nix so wirklich, oder? Schon gar nicht evidenzbasiert. Sie scheint irgendwie nur immer neue Probleme zu schaffen. Mein aktuelles Lieblingsbeispiel, Attest erforderlich ab ersten Krankheitstag - weil mit Fieber und Durchfall in der überfüllten Praxis zu hocken ja gleichermaßen förderlich für Genesung wie für die Kostendämpfung der Krankenversicherung und natürlich auch für den Bürokratieabbau sein dürfte - mit solchen besch*ssenen Ideen wird die arbeitende Mitte der Bevölkerung schikaniert und echte Lösungsideen für die wirklichen Probleme sind nicht mal in Sichtweite.

Die blaue Partei pustet genauso nur heiße Luft, für wirklich gefährlich halte ich die gar nicht, sobald die in Regierungsverantwortung kommen werden sie genauso abkacken wie alle anderen Parteien.

Und ohne Internet... weiß nicht, ob es wirklich besser wäre. Auch ohne Internet hat die Menschheit schon so manches grässliche Gesamtgesellschaftliche hervorgebracht, und auch wenn das jetzt komisch klingt, das waren nicht nur die Deutschen - die waren aber wahrscheinlich diejenigen, die ihre Gräuel in den Nachfolgegenerationen mit am besten aufgearbeitet haben.

x 12 #51


Heffalump
Zitat von Nachtlicht:
die ihre Gräuel in den Nachfolgegenerationen mit am besten aufgearbeitet haben.

Ja? Zweifel anmelde.

Unsere Geschichte wird durchaus geschönt und unterschlagen. Nicht nur die deutsche, genügend andere Länder an bestimmten Ecken nicht nur Gras drüber wachsen lassen sondern auch ganze Dschungels.

Wie die Amerikaner ihre Verbrechen an den Ureinwohnern bis heute.. beidseitig von panama, oder die goldene Zivilisation in den Pazifik brachte, da strahlen heute noch ganze Inselgruppen. Übrigens, die Franzosen brachten auch strahlenden Grüsse von Paris mit zu den Wilden.
Der kleine Deutsche, der immer seinen Platz auf der Weltbühne panisch sucht, hat vor dem ersten WK auch in Afrika und Asien gewütet. Hörst du heute nix mehr von.
Der einzige Pluspunkt bei - Deutschland verzichtete auf strahlende Grüsse deutscher Ingenieurskunst

#52


Heffalump
Wir hier wurden auch mit cola und burger verführt. Und, überspitzt, jetzt wo wir abhängig sind, drehen sie uns den Hahn zu.
So toll funktioniert die Aufarbeitung der Geschichte nicht.

x 1 #53


Heffalump
Wir haben weder die ältere noch die jüngere Geschichte aufgearbeitet. Siehe Corona oder Maskendeals, von der Ukraine ganz zu schweigen

Oder ist es toll, das wir fast drei Billionen Schulden haben

#54


Ragna
Zitat von FloraVita:
Demokratie bedeutet aber auch kritisches Denken und dass die Wissenschaft hinterfragt werden kann und muss. Wäre dem nicht so, würden wir heute ...

Ja richtig, wenn Wissenschaftler, Wissenschaftler hinterfragen!

x 2 #55


Heffalump
Zitat von Ragna:
Ja richtig, wenn Wissenschaftler, Wissenschaftler hinterfragen!

Die Erde war lange eine Scheibe

#56


Ragna
Zitat von Heffalump:
Die Erde war lange eine Scheibe

Aber auch nur, weil eine Männerclique, die für sich in Anspruch genommen hat, Gott auf Erden zu spielen, Angst vor dem Machtverlust hatte und die Wissenschaft als des Teufels Abgesandten verfolgt hat.
Hoppla in welchem Land der Erde, wiederholt sich das gerade?

x 3 #57


Heffalump

B
BTW ein Staat ist keine Firma. Insofern gelten da andere Regeln bzgl. Finanzen

#59


Heffalump
Laut Birkenbiehl leben Frauen näher an der Realität

x 1 #60


A


x 4