Yingyang
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Zitat von Ela2014:
Das war dann keine typische Affäre. Bei uns stand der S. eindeutig an erster Stelle. Jedenfalls für ihn. Ich habe ihn geliebt und angebetet. Er stand auf einem Sockel für mich. Doch genau der hat uns eigentlich getrennt denn er versperrte mir den Blick auf ihn, wie er eigentlich ist. Und ich hätte ihm nie gerecht werden können. Er stammte aus einem anderen Land und ich fand seine Sprache und Kultur faszinierend. Ich höre noch heute gerne, wenn Männer diesen Dialekt sprechen. Ich war neidisch auf seinen engen Familienverbund, denn genau das war für mich gerade weg gebrochen. Ich bewunderte seinen Fleiß, sein Pflichtbewusstsein und seine Art zu arbeiten. Er war ein kollege. Und mir ist tatsächlich nie wieder jemand begegnet, der ähnlich gut und leidenschaftlich in seinem Job war. Doch heute weiß ich dass wir als Paar keine Chance gehabt hätten. Er wusste das wohl von Anfang an.
Was ich ihm nicht verzeihe ist, dass er mich belog, wenn er spürte, dass ich ihm entglitt. Dann versprach er mir gemeinsame Reisen und sogar ein gemeinsames Leben. Wider besseren Wissens. Er war ähnlich bedürftig wie ich. Ich war die erste Frau nach dem Ende seiner Jahrzehnte dauernden Ehe. Mit mir holte er sich die Bestätigung, dass er überhaupt mit einer anderen intim sein konnte. Ich war Platzhalterin für die, die er eigentlich wollte, die ihn aber zappeln ließ. Ich gab ihm Selbstvertrauen und emotionalen Hält, wenn er an sich zweifelte. Ich hätte all das auch ohne diese Lügen für ihn getan. Dann allerdings ohne dafür meine Ehe weg zu werfen.
Im endeffekt wärst du nie gegangen , hättest an deiner Ehe festgehalten.
Wenn er nur ein bisschen ausgeübt hätte an dich, hättest du dich sofort distanziert von ihm. Das wird er vielleicht gewusst haben und sah nach einiger Zeit ein , dass das nix werden kann. Taten sagen mehr als Worte.
Mir konnte meine AF hundert mal sagen wie sehr sie mich liebt und vergöttert, was bringt es mir