Zitat von J_Eulenspiegel: Ich lese immer wieder Themen die davon schreiben da waren hier keine Gefühle oder dort, daher habe ich mich gefragt, wenn etwas fehlt sollte man wissen was damit gemeint ist.
Kann man das Gefühl beschreiben?
Das kommt wohl drauf an, um welche Gefühle es überhaupt geht.
Ich finde es immer wieder befremdlich, wenn zB im Dating davon gesprochen wird, dass man "Gefühle füreinander" hat oder auch (in Beziehungen) "die Gefühle nachlassen". Es gibt quasi unendlich viele emotionale Zustände, die hat man weder alle noch keins davon.
Ich verstehe, dass damit bei dieser Ausdrucksweise wohl sowas wie "Liebe" oder "Verliebtheit" gemeint ist, finde es aber ein Unding, zwischen den beiden nicht zu unterscheiden, denn die sind so verschieden wie Mond und Sonne. Und genauso ein Unding finde ich, die vielen vielen Gefühle dann nicht beim Namen zu nennen.
Das mal vorweg.
Zitat von J_Eulenspiegel: Ab wann bzw. welchem Zeitpunkt kommen Gefühle dazu?
Beim Kennenlernen: von Sekunde 1 an. Gefühle wie Interesse, Neugier, Überraschung, oder auch Ablehnung, Misstrauen, Vorsicht. Je nachdem welche Gefühle da überwiegen, würde ich entscheiden, ob und wie ich weitermache.
Zitat von J_Eulenspiegel: Müssen die schon bei den ersten Dates dabei sein?
Es wäre seltsam wenn nicht. Es sei denn man ist ein Roboter.
Zitat von J_Eulenspiegel: Ist das bei Männer und Frauen unterschiedlich?
Dass man
irgendwas fühlt, ist hoffentlich bei allen Menschen gleich. Dass jemand behauptet, er hätte "noch keine Gefühle" wäre für mich ein Ausschluss, denn ich möchte mit keinem Roboter zusammen sein und auch mit niemandem, der einen derart schlechten Zugang zu seinem inneren Erleben hat, dass er nur zwischen "Gefühl" und "kein Gefühl" unterscheiden kann. Bzw ist "kein Gefühl" halt sowieso nicht möglich, denn irgendwas fühlt man
immer.
Zitat von J_Eulenspiegel: Hat es etwas mit der Entscheidung aus dem Bauch zu tun?
Nicht zwingend. Ich kann auch gut Dinge zerdenken und agiere nicht unbedingt kopflos, aber würde bei wichtigen Entscheidungen Im Zweifel immer eher auf mein Gefühl hören als auf den Verstand.
Ich merke in der Regel, was ich fühle, habe auch meistens Worte dafür, erwarte das auch von meinem Gegenüber, und denke aber auch wahnsinnig gerne und viel darüber nach, führe auch gerne "Beziehungsgespräche" und kann stundenlang darüber grübeln. Ich finde, das eine schließt das andere überhaupt nicht aus.