Connor
Gast
Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, hatte ich hier meinen Kummer beschrieben und viel Rückmeldung erhalten.
Ich habe seit letzter Woche die Diagnose bösartiger Tumor im vorderen Stirblappen und werde wohl in den nächsten Wochen operiert. Den Befund habe ich mir von meinem Arzt per Mail zuschicken lassen, damit ich noch weitere Fachärzte aussuchen kann. Ich selbst bin gerade mega am verzweifeln und hätte gerne eine Frsu an meiner Seite, mit der ich sowas durchstehen kann.
Das Jahr ist eindeutig nicht meins, ich war gerade soweit zu akzeptieren, dass ich meine Ex wohl nicht mehr sehen werde und irgendwann den Punkt erreichen werde, wo ich nach vorne schauen kann. Jetzt kommt einfach alles so überraschend auf mich zu.
Ich wollte in meinem Leben immer Kinder, eine Frau die mich liebt und die ähnlich wie ich ticke.
Die meine beste Freundin, Liebhaberin und vieles mehr in einem ist.
Wo ich Hilfe und Stärke geben kann und gleiches auch zurückbekomme
Ich muss mich wohl darauf einlassen; dass ich eine chemo machen muss.
Das war es dann mit Anfang 30 mit dem Kinderwunsch, ich wollte Leben und gemeinsam mit der richtigen Partnerin ins Alter gehen.
Sicherlich sind meine Freunde für mich da, aber genau jetzt wünsche ich mir meine Liebe zurück.
Ich werde aufgebaut und erhalte viel Mutzuspruch etc. Aber wenn ich nach Hause komme, sehe ich diese Leere und ich fange an, sie zu vermissen. Ich möchte mit ihr Sachen besprechen, die kann ich nur mit meiner Partnerin besprechen.
Sowas ist verdammt hart, das Einzige was ich mir gerade außer Gesundheit wünsche bist du, mit der ich über die Diagnose und die Veränderungen im Leben reden möchte!
Ich bin gerade erst 30. Jahre alt, ich habe Angst vor dem Eingriff und Angst vor dem Tod.
Ich finde bestimmte Dinge mittlerweile nur noch bedeutungslos.
Du fehlst, auch wenn wir jeder unsere Päckchen zu tragen haben, sollte alles glatt gehen, werde ich dich nach einem neuen ersten Date fragen.
So schön wie unser erstes Date im Schlosspark mit einsetzenden Schnee und Charles Aznavour.