Das Wochenende verlief beziehungstechnisch liebevoll, aber wenig erignisreich (in jeder Hinsicht). Daher nutz ich meine "stille Stunde" vor dem Meeting-Marathon, ein paar Fragen zu beantworten.
@FrauDrachin
Du und einige andere hängen sich von Anfang an daran auf, dass ich mich mir ein- oder zweimal als Alpha-Tier bezeichnet habe. Dei Aufregung darum habe ich bis zu den Kommentaren über's Wochenende nicht so wirklich verstanden. Inzwischen glaube ich, dass ich komplett missverstanden wurde und ihr Alpha-Tier gleichgesetzt habt mit 6uell dominantem Mann im Sinne von BDSM. Das bin ich natürlich in keinster Weise und ich hatte ja schon gesagt, dass mein Dominanzanspruch vollkommen befriedigt ist, wenn ich im Bett das eindeutige Sagen habe. Seine Partnerin beim 6 von Zeiz zu Zeit mal fesseln zu möchten, finde ich jetzt auch keine sooo ungewöhnlich Spielart.
Ich verstehe den Begriff im eigentlich Sinne des Wortes: Ein Alpha-Tier hat Macht, Einfluss und gesellschaftliches Ansehen. In diesem Sinne sehe ich mich definitiv sehr weit oben auf der Alpha-Tier-Skala der End-Dreißiger. Um ehrlich zu sein, fände ich es dagegen urkomisch wenn mir das Kunstschreiner-Date meiner Frau oder einer meiner 1000 Mitarbeiter sagen würde, er wäre ein Alpha-Tier weil sich jeden Abend 3 Frauen von ihm den Hintern versohlen lassen oder er breitere Schultern also ich hat.
Kleine Randnotiz: Habe kürzlich ein Interview mit einer professionellen Dom...a gelesen, die behauptet hat, dass 50% ihrer Stammkunden Alpha-Tiere aus der Wirtschaft wären, was meiner Definition des Begriffs auch entspricht.
Aber ich denke ich verstehe, was du mir sagen willst... gesellschaftliches Alpha-Tier heißt noch lange nicht Alpha-Tier in einer zwischenmenschlichen Beziehung zu sein. Wahrscheinlich existiert nicht einmal irgendeine Relation, außer die Beziehung käme so bewusst zusammen.
@unbel Leberwurst
Jetzt beantworte ich auch deine Frage, ob ich zugunsten meiner Frau kürzer treten würde. Die Antwort ist ein klares Nein. Es gibt kein berufliches Kürzertreten ohne enormen Verlust von Einfluss und Ansehen. Kannst du dir vorstellen, was es bedeutet und wie es sich anfühlt ins 2. oder 3. Gl. zurückzutreten oder auf den Elefantenfriedhof der gescheiterten Executives zu kommen? Macht ist eine Dro. und ich kenne tatsächlich keine einzige FÜhrungskraft, die mit einer reduzierten Dosis glücklich geworden wäre. Einfach kürzertreten? Das geht nicht. Schon ein Sabbatical wäre das Ende der Karriere. Die einzige Alternative wäre ein klarer Cut, eine komplette Neuorientierung. Kürzertreten zugunsten meiner Frau bedeutet also berufliche Neuorientierung. Aber wie soll die denn bitte aussehen? Ich habe absolut keine Ahnung...
@Broken93
Nein, meine Frau hat schon formuliert wie sie sich langfristig das Zusammenleben vorstellt. Ihre Vorstellung war, dass sie mit dem Älterwerden der Kinder zunehmend im universitären Bereich arbeiten würde. Am Anfang hatte sich das logisch und sinnvoll angehört, in der Realität konnte sie zwar wieder am Institut unterkommen, aber der akadmische Anspruch der Arbeiten entsprach bei weitem nicht ihren Erwartungen und Fähigkeiten. Dein Eindruck, dass sie sich von mir distanziert, teile ich nicht. Wir kuscheln immer gleich viel so zu Beginn unserer Beziehung und wir reden über Gott und die Welt. Sie hat auch echtes Interesse daran, was bei mir im Beruf widerfährt. Also ich fühle mich zu 100% geliebt, mit der 6uellen Ausnahme halt.
@FrauDrachin
Wie ich mein Agieren hier im Vergleich zu beruflichem Agieren vergleiche? Hmm... das ist für mich nicht zu vergleichen. Hier geht es zu 100% um Emotionen, in der Firma um Fakten. Klar gibt es auch dort Emotionen, waber die berühren mich nicht wirklich. Dass ich auf Nachfragen nicht wirklich eingehe, ist natürlich nicht ok. Aber bei der Flut der Kommentare fast unvermeidlich. Dass ich die Störenfriede hier teilweise füttere, lasse ich mir voll ankreiden. Es fällt mir tatsächlich schwer, Giftpfeile und persönliche Herabsetzungen einfach so zu schlucken. Dass ich mir an der Feuerschalte von meiner Frau in Nullkommanix das Heft aus der Hand habe nehmen lassen, ist mir erst hinterher aufgefallen. Wenn ich mal ähnliche Situationen rekapituliere (der Kochabend geht gefühlt in die selbe Richtung), dann gibt es schon das Muster, dass meine Frau eigentlich bestimmt, was und wie es bei uns in der Familie läuft. Das fängt beim 6 an und hört bei der Kindererziehung auf. Muss ich mal drüber nachdenken und vielleicht auch mal mit meiner Frau drüber sprechen, wie sie das empfindet. Da gibt es übrigens auch eine Analogie im Geschäftleben: Eine häufig erfolgsversprechende Vorgehensweise im Umgang mit Vorständen ist, diesen die eigene Idee so geschickt in deren Mund zu legen, so dass diese denken, es sei ihre eigene Idee gewesen. Ich muss mal darauf achten, ob bei uns zuhause eine ähnliche Dynamik existiert. Da könnte tatsächlich was dran sein, je mehr ich darüber nachdenke.
@Zugaste
Ja, ich habe mit meiner Frau darüber gesprochen, dass mir der 6 mit ihr mehr Freude bereitet, als der 6 mit der anderen Frau. Sie hat mir das schlicht und ergreifend nicht abgenommen. Mein Fehler war erst darüber zu sprechen, als meine Affäre schon beendet war. Und wenn ich es jetzt ansprechen würde, wird meine Frau das wahrscheinlich eher als Druck empfinden, häufiger mit mir 6 zu machen. Dein Vorschlage, dass besserer 6 den Druck reduzieren würde, halte ich für eine Fehleinschätzung. Ich glaube, dass bei mir (evtl bei allen Männern?) das Gegenteil der Fall ist. Je besser der 6, desto mehr Lust am nächsten Tag.
@Zugaste
Danke für den Hinweis mit der Aussperrung einiger Teilnehmer. Habe ich veranlasst. Mal schauen ob und wann es umgesetzt wird.
@BlueWoman45
Ich stimme dir zu, dass wir das Bühnenstück der elterlichen Erziehung im eigenen Leben weiterspielen. Die Erziehung im Kindesalter ist nun mal die stärkste Prägunng unseres Lebens. Insfofern verwundert mich, dass du entsetzt reagiert hast, als ich über die durch ich Elternhaus "verkorkste 6ualität" meiner Frau sprach. Findest du etwas, dass ihr 6ueller Werdegang vor unserer Ehe ein selbstbestimmter und erfüllender war? Selbst meine Frau sieht das komplett anders. Sie hasst ihre Eltern dafür, dass ihr die Jugend genommen wurde und hält sie so weit wie irgend möglich von unseren Kindern fern.
@Felica
Ob das eine Phase bei meiner Frau ist? Sehr schwer zu sagen. Zum einen wären 2 Jahre für eine Phase schon recht viel, zum anderen sehe ich keine Gedanken/Aktionen in die Richtung das Daten zu beenden. Ich denke für sie gehört das derzeit zu ihrem Leben, wie für andere der Besuch auf dem Fußballplatz oder der Mädelsabend. Ich finde deine Überlegung aber einen super Ansatz. Ich denke, ich werde meine Frau mal fragen, was für sie in ihrem Leben passieren müsste, damit sie mit dem Daten aufhören würde. Ich muss mir allerdings die Frage vorher im Kopf genau forumlieren, damit sie sich nicht nach einem Vorschlag für einen Kuhhandel anhört. Wenn meine Frau das in den falschen Hals bekommt, dann macht sie sofort komplett dicht und einen auf Eiskönigin. Trotzdem... danke dir. Das könnte ein Schlüssel sein.
@Debby3
Wie kommst du auf die Idee meine Frau würde emotional und zwischenmenschlich weniger in unsere Beziehung investieren als ich? Ich empfinde das als eher ausgeglichen.
@NurBen
Ich möche dich erneut bitten, meinen Thread zu verlassen. Deine überkommenen Moralvorstellungen bzgl akzeptablen 6ualverhaltens verheirateter Frauen in steter Wiederholung zu lesen, nervt mich ungemein und ist für meine Problemlösung komplett unnütz. Ich finde es auch komplett daneben, meine Frau als parasitären Baumpilz zu bezeichnen.