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Beste Beziehungsform finden offen / geschlossen?

S
Zitat von paulaner:
Ein bisschen Wortklauberei, oder?

Natürlich.
Zitat von paulaner:
Auch eine einseitig offene Beziehung ist eine offene Beziehung.

Das ist für mich eine halboffene Beziehung. Wo wir wieder bei der Wortklauberei wären...

Man mag ein Zugeständnis an die Ehefrau, als offene Beziehung bezeichnen, oder auch nicht. Ich sehe es nicht so und hatte auch damals nicht das Gefühl in einer offenen Beziehung zu sein oder diese von nun an führen zu wollen.
Sonst hätte ich ja auch klar und deutlich geschrieben, dass es mit meiner zweiten Frau eine offene Beziehung gab. So schrieb ich aber von einer offenen Geschichte, einer Episode. Auf dieser ein erstes Scheitern meiner offenen Beziehung herbei zuleiten, ist einfach nicht richtig. Zwischen dieser Geschichte und dem Kennlernen meiner jetzigen Frau, mit der ich in eine offene Beziehung gegangen bin, liegen gut und gerne 10 Jahre.

x 2 #10156


L
Zitat von carlos7:
Das verstehe ich, allerdings musst du fairnesshalber zugeben, dass erst durch einen schmerzhaften Affären-Prozess in der Ehe 2.0 angelangt ist und es auch danach eine ganze Weile des Eingroovens benötigt hat, bis sie einen stabilen Zustand erreicht haben.

Das stimmt und wir grooven immer noch, sind dabei aber total stabil. Sämtliche Grenzverschiebungen passieren aber deutlich! langsamer und - mein Emfinden - .behutsamer. Wir tauschen uns mittlerweile ganz locker aus, keine Krisengespräche mehr. Bei Eurem Tempo wären wir längst gescheitert. Wir haben aber auch eine etwas andere Situation. Mein Freund ist auch verheiratet mit Familie hinten dran. Vielleicht lerne ich irgendwann mal seine Frau kennen, aber in die Familie (ja auch seiner EF) werde ich ganz sicher nicht eindringen/integriert werden.

x 3 #10157


A


Beste Beziehungsform finden offen / geschlossen?

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C
Zitat von Springfield:
Man mag ein Zugeständnis an die Ehefrau, als offene Beziehung bezeichnen, oder auch nicht.

Naja, im Endeffekt hast du einen 6uellen Kick dadurch bekommen, dass deine Frau 6 mit dem Nachbarn hatte. Ob du einen Verleih-Kick oder Cuck-Kick hattest, ist nebensächlich. Euer Konstrukt hat dem unsrigen sehr stark geähnelt, nur dass ich mir auch ein paar Auswärtsspiele gönne.

Was uns unterscheidet: Du hast bei Auftreten der (schwer- oder unvermeidlichen?) Verliebtheit deiner Frau mit Verboten reagiert, ich mit Entgegenkommen. Deine Ehe ist dadurch gescheitert, meine hat sich dadurch gebessert. Ich verstehe, dass du glaubst, meine Ehe müsse durch die Ähnlichkeit der Fälle zwangsläufig auch scheitern. Aber ich sehe mich eher in der Position des @Springfield 2.0, der die nächste halboffene oder ganz offene Ehe in dem Bewusstsein eingegangen ist, dass sein Kick mit der richtigen Partnerin funktioniert. Ich habe genau diese Gefühl auch: Mit meiner Frau kann unser einseitiges Poly-Konstrukt funktionieren. Unsere Beziehung ist gefestigt genug, dass meine Frau den Schreiner als schönen Zusatz zu ihrer Ehe aber nicht als Ersatz ihrer Ehe sieht.

Was mir helfen würde, wäre zu verstehen, was ihr beiden damals falsch gemacht habt, dass eure Ehe so krachend gescheitert ist. Welche Klippen siehst du, die meine Frau und ich umschiffen müssten?

x 1 #10158


F
Zitat von carlos7:
hat sich dadurch gebessert.


Ich verstehe inzwischen nicht mehr, was sich verbessert hat und wozu ihr dann einen Coach braucht.

x 2 #10159


C
Zitat von meineMeinung:
Sie ist dir dankbar dass du den Stress vermeidest, der entstehen würde, wenn sie ihre Wünsche durchsetzen müsste.

Das ist der Punkt. Warum Stress im System machen, wenn es einen guten Kompromiss für beide geben kann: "Consider thoroughly, which fight is worth fighting"

#10160


F
Zitat von carlos7:
Unsere Beziehung ist gefestigt genug, dass meine Frau den Schreiner als schönen Zusatz zu ihrer Ehe aber nicht als Ersatz ihrer Ehe sieht.


Und wozu dann die Familienintegration? Für ein paar schöne Stunden mit dem Schreiner doch ziemlich viel Show und Aufwand.

Was ich Dich schon länger fragen wollte: Wieviel Energie kostet es Dich, die Unannehmlichkeiten zu verdrängen und nur die "Vorteile" zu sehen?

x 11 #10161


Ema
Zitat von carlos7:
Was mir helfen würde, wäre zu verstehen, was ihr beiden damals falsch gemacht habt, dass eure Ehe so krachend gescheitert ist. Welche Klippen siehst du, die meine Frau und ich umschiffen müssten?

Ich bin nicht Springfield, aber für mich sieht es so aus, als sei er mit der Rechnung, die er aufgemacht hat, krachend gescheitert.

Meines Erachtens ging es bei ihm nicht um den Kick, den ihm das "Verleihen" seiner Frau gegeben hat (so wie bei dir), sondern er erhoffte sich, dass im Resultat eine gesteigerte Libido seiner Frau auch ihm gegenüber dabei rumkommt (so wie bei dir auch).

Tja, das Problem ist halt, dass er möglicherweise die Rechnung ohne den Wirt gemacht hat. Seine Frau wollte nämlich gar keine offene Beziehung (oder auch offene Geschichte, wie Springfield es nennt), sondern strebt im Kern eine monogame Beziehung an. Was man daran sieht, dass sie offenbar heute noch mit dem Schweißer monogam lebt.
(Während Springfield selbst eine offene Beziehung lebt).

Das ist für mich eines der Hauptprobleme bei offenen Beziehungen: Sehr oft will dieses Modell in Wahrheit nur einer von beiden, während der andere nur irgendwie mitmacht. Aus irgendwelchen Gründen.
Manchmal macht einer mit, weil er ahnt oder befürchtet, dass er den anderen sonst ganz verliert.
Manchmal erhofft sich aber auch einer einen anderen Vorteil für sich. Zum Beispiel ist er verliebt und sieht sich so imstande, diese Verliebtheit zu einem anderen, mit dem er eigentlich lieber zusammen wäre, offiziell ausleben zu dürfen. Das geschieht oft dann, wenn demjenigen für eine Trennung vom alten Partner im Moment vielleicht noch der Mut fehlt.

Du kannst nie in Menschen hineinsehen, Carlos. Auch nicht in den eigenen Partner. Welche Motive deine Frau wirklich hat, dieses Modell im Moment mitzumachen, weißt du nicht. Niemand weiß es. Vielleicht weiß sie es nicht einmal selbst, in dem Sinne, dass es ihr selbst noch nicht vollständig bewusst ist.

Und ich schließe mich vielen anderen hier an:
Offene Beziehung hin oder her (für mich persönlich wäre es nix): Auf den Krampf, den ihr im Moment habt, mit euren ständigen Problemgesprächen und Jamaika-Dramen und Muttirundenbloßstellungen und Paartherapeuten und Nachjustierungen usw. hätte ich ganz sicher keine Lust.

Das ist ja schon beim Zuhören ermüdend.

x 15 #10162


FrauDrachin
Zitat von Felica:
Und wozu dann die Familienintegration? Für ein paar schöne Stunden mit dem Schreiner doch ziemlich viel Show und Aufwand.

Weil es Poly ist, und nicht Auswärtssex.

x 2 #10163


meineMeinung
Zitat von Ema:
Das ist für mich eines der Hauptprobleme bei offenen Beziehungen: Sehr oft will dieses Modell in Wahrheit nur einer von beiden, während der andere nur irgendwie mitmacht. Aus irgendwelchen Gründen.
Manchmal macht einer mit, weil er ahnt oder befürchtet, dass er den anderen sonst ganz verliert.

.... und redet es sich schön.

x 3 #10164


F
Zitat von FrauDrachin:
Weil es Poly ist, und nicht Auswärtssex.


Bei @Lotte08 läuft es anders, geregelter, strukturierter....🤷‍‍♀

x 1 #10165


Ema
Zitat von Lotte08:
Mein Freund ist auch verheiratet mit Familie hinten dran. Vielleicht lerne ich irgendwann mal seine Frau kennen, aber in die Familie (ja auch seiner EF) werde ich ganz sicher nicht eindringen/integriert werden.

Wie muss ich mir das vorstellen?
Dein Freund ist verheiratet? Also ist eigentlich er es, der eine offene Ehe führt?
Und du selbst? Bist du auch verheiratet oder fest liiert?

#10166


S
Zitat von carlos7:
Naja, im Endeffekt hast du einen 6uellen Kick dadurch bekommen, dass deine Frau 6 mit dem Nachbarn hatte. Ob du einen Verleih-Kick oder Cuck-Kick hattest, ist nebensächlich.


Nein, nicht ich wollte einen Kick bekommen, sondern meine Frau sollte einen Kick bekommen, damit sie mehr Sex mit mir hat.

Zitat von carlos7:
Was uns unterscheidet: Du hast bei Auftreten der (schwer- oder unvermeidlichen?) Verliebtheit deiner Frau mit Verboten reagiert, ich mit Entgegenkommen.

Das stimmt. Zwei Ausgangslagen, zwei Ergebnisse.
Zitat von carlos7:
Deine Ehe ist dadurch gescheitert, meine hat sich dadurch gebessert.

Ehe gescheitert, ja - ein endgültiger Befund. Deine Ehe verbessert, ja -kein endgültiger Befund.
Als Fazit reicht deine Feststellung nicht aus.
Es dauerte zwei Jahre, bis unsere Ehe damals scheiterte und anfänglich besserte es sich bei uns auch.
Wir reden in knapp zwei Jahren noch mal... (was nicht heißt, dass ich euch keine Chancen auf Erfolg einräume)
Zitat von carlos7:
Ich verstehe, dass du glaubst, meine Ehe müsse durch die Ähnlichkeit der Fälle zwangsläufig auch scheitern.

Nein, das glaube ich nicht. Ich schilderte dir meinen Fall, weil du fest davon ausgingst, dass bei einem so starken sozialen Gefälle wie bei deiner Frau und dem Schreiner, es höchst unwahrscheinlich sei, dass sie dich verlässt. An meinem Beispiel solltest du sehen, dass sehr wohl dazu kommen kann und deine Annahme, "ein starkes Gefälle schützt",
eben nicht unfehlbar sein muss.
Zitat von carlos7:
Ich habe genau diese Gefühl auch: Mit meiner Frau kann unser einseitiges Poly-Konstrukt funktionieren.

Dieses Gefühl habe ich natürlich bei meiner jetzigen Frau 3 auch. Und wie gesagt, es funktioniert seit Jahren. Bei meiner Frau 2 damals, die mit dem Schlosser, dachte ich, "sie wird mich nicht verlassen". An Poly dachte ich damals überhaupt nicht. Ich kannte diese Form des Zusammenseins auch gar nicht.
Zitat von carlos7:
Unsere Beziehung ist gefestigt genug, dass meine Frau den Schreiner als schönen Zusatz zu ihrer Ehe aber nicht als Ersatz ihrer Ehe sieht.


So muss das auch sein: Zusatz und nicht Ersatz, in der Beziehung und natürlich auch beim Sex.
Zitat von carlos7:
Was mir helfen würde, wäre zu verstehen, was ihr beiden damals falsch gemacht habt, dass eure Ehe so krachend gescheitert ist.


Unterm Strich: Ich hatte ihr den Umgang mit dem Schlosser verboten. Sie sagte, sie macht selbstverständlich Schluss mit ihm und tauchte aber in die Heimlichkeit ab. In dieser heimlichen Zeit, zwei Jahre, Drama zwischen Auffliegen, Lügen, Versprechungen, Beschwichtigungen, Schuldumkehr...usw.
Zitat von carlos7:
Ich verstehe, dass du glaubst, meine Ehe müsse durch die Ähnlichkeit der Fälle zwangsläufig auch scheitern.

Das glaube ich nicht. Eure Basis ist eine andere, als meine damals war. Ihr habt Einvernehmen, das hatten wir damals nur im Großen und Ganzen überhaupt nicht.
Zitat von carlos7:
Welche Klippen siehst du, die meine Frau und ich umschiffen müssten?

Und diese Frage beantworte ich dir aus der Sicht von heute, mit den Erfahrungen aus meiner Beziehung von heute.
Ich sehe eine Klippe. Eure Kommunikation. Du schreibst selbst, wie gut sich ein intensives und offenes Gespräch anfühlt, wie es euch zusammenbringt, Zweifel zerstreut, die gemeinsame Energie stärkt. Mehr davon und intensiver! Das ist aus meiner Sicht, das Wichtigste überhaupt! Und keine Angst vor den eigenen Wahrheiten und den Wahrheiten des anderen.
Eine weitere Klippe wäre eigentlich dein Geschäftsgebaren in Sachen Sex mit deiner Frau. Da aber nach Lage der Dinge deine Frau hier kein Veto einlegt, ist es für euch beide in Ordnung und damit nicht als Klippe einzustufen.

x 2 #10167


S
Zitat von Ema:
Tja, das Problem ist halt, dass er möglicherweise die Rechnung ohne den Wirt gemacht hat. Seine Frau wollte nämlich gar keine offene Beziehung (oder auch offene Geschichte, wie Springfield es nennt), sondern strebt im Kern eine monogame Beziehung an. Was man daran sieht, dass sie offenbar heute noch mit dem Schweißer monogam lebt.
(Während Springfield selbst eine offene Beziehung lebt).

Oh nein, meine Exfrau und monogam? Kannst es ja nicht wissen. Vor dem Schlosser gab es noch drei andere Männer, mit denen sie mich betrogen hatte. Von dem einen war auch "unser Kind", das sie mir unterjubelte. Dass sie jetzt und all die Jahre dem Schlosser die Treue hielt und hält, entspricht nicht den Tatsachen.

x 1 #10168


Ema
Zitat von Springfield:
Vor dem Schlosser gab es noch drei andere Männer, mit denen sie mich betrogen hatte.

Ok. Das konnte ich echt nicht wissen 😅

x 1 #10169


ElGatoRojo
Zitat von Springfield:
Das ist für mich eine halboffene Beziehung. Wo wir wieder bei der Wortklauberei wären...

Zitat von Ema:
Das ist für mich eines der Hauptprobleme bei offenen Beziehungen: Sehr oft will dieses Modell in Wahrheit nur einer von beiden, während der andere nur irgendwie mitmacht. Aus irgendwelchen Gründen.

Vermute dass eine Reihe "offener" Beziehungen eigentlich halboffene sind - d.h. der eine Partner hat seine Affäre und der andere duldet sie. Die Grenzen zwischen dieser halboffen Art und der offenen Springfield-Variante sind wahrscheinlich fließend.

Als ich meiner Frau von der Sache mit "C" berichtete meinte sie so ungefähr, dass es ihr zwar nicht gefalle, aber o.k., wenn ich denn glaube, dies müsse so sein. Mit der Bedingung, dass sie keinen Nachteil in der gewohnten Lebensführung habe - auch der sexuellen. Solche geduldeten Affären mag es mehr geben als gedacht und manche Affärenfrauen würden sich wundern, wie wenig überrascht dier Ehefrau sein mag, wenn sie der die Affäre petzt.

x 1 #10170


A


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