Zitat von Felica: Sie besucht den Menschen, in den sie verliebt ist. Und Du hast ein F....ckdate.
Interessant, dass Du ihres abwertest
Einspruch Euer Ehren. Ich werte ihres doch überhaupt nicht ab. Im Gegenteil wertest du mein F...ckdate ab, weil du impliziert hast, dass ein F...ckdate weniger wertig ist, als ein Bike-Ausflug in die Berge mit Händchenhalten am Gipfel. Die Wertung bringst alleine du in die Diskussion. Ich möchte mit keiner anderen Frau Liebesgefühle haben. Für mich sind meine Dates gefühlt nicht weniger erfüllend, als die Dates meiner Frau für sie sind.
Zitat von Felica: Alles?
so hat sie es gesagt. Ich bin ihr Mann des Lebens bei dem alles passt. Sie hat nicht gesagt, dass alles passende nur in mir wäre, eher in dem Sinne dass mit mir an ihrer Seite alles passend ist. Ich mach's halt perfekt passend

Zitat von alleswirdbesser: Umgekehrt, ich sehe darin kein Problem, sondern genau darin liegt möglicherweise der Grund für die bestehende Konstellation. Warum sollte der Schreiner mehr wollen? Er pickt sich die Rosinen aus und du kümmerst dich um den Rest.
Wahrscheinlich verstehe ich nicht, welche Rosinen der Schreiner sich angeblich rauspickt. Also wenn ich Schreiner wäre und tatsächlich meine Frau lieben würde, wäre die Konstellation als zweite Wahl für mich eine totale Qual. Und wenn ich nicht verliebt wäre, dann hätte ich als Schreiner ungefähr das gleiche, das ich mit Miss K habe. Sorry, aber es würde mich wirklich interessieren, welche Rosinen er sich herauspickt. Und mich würde interessieren, was der von dir abwertend gemeinte "Rest" ist, um den ich mich kümmere. Ganz ehrlich, ich bin da echt interessiert, deine Sicht zu verstehen, gerade weil sie so anders ist als meine.
Zitat von alleswirdbesser: Ich glaube ich kann das Problem der nicht monogamen Menschen schlicht nicht nachvollziehen
Zum einen: Welches Problem? Warum sollten nicht-mongame Menschen ein Problem haben?
Zum anderen: Kannst du die Lebensweise nicht nachvollziehen oder willst du es nicht? Eigentlich ist die Idee dahinter doch recht einfach: Intimität wird nicht auf den Partner begrenzt, sondern auch mit anderen Menschen genossen. Im Grunde nichts besonderes, man geht ja auch mit anderen Menschen shoppen oder essen oder ins Kino.
Zitat von alleswirdbesser: Ich verzichte doch nicht auf etwas, wenn ich einen Partner habe. Ich brauche keine zwei…. Und das ist wohl einfach der Grund für das Nichtnachvollziehenkönnen
Ich verzichte doch auch nicht auf etwas, nur weil meine Frau noch einen anderen Partner hat. Wir haben seit dem Schreiner eher mehr und nicht weniger 6. Wir haben mehr Zweisamkeit und nicht weniger. Wir haben mehr Nähe und nicht weniger. Ich sehe keinen Verzicht.
Zitat von Balu85: Sicher niemand erfüllt zu 100% alle Bedürfnisse des anderen. Aber das macht in einem gewissen Rahmen die Sache ja auch aus....das die 90% oder mit etwas Arbeit 93% halt wichtiger sind als auf 100% zu kommen.
Ich habe irgendwie den Eindruck, das es oftmals eine Ersatzbefriedigung ist....anderer Partner/in der einen glücklich machen soll weil es woanders fehlt, der nächste kauft sich glücklich usw.
Wir reden aber doch gar nicht über einen anderen Partner, sondern über einen zusätzlichen Partner. Warum soll man sich das nicht gönnen? Ich sage mir doch nicht: 90% sind genug, wenn die restlichen 10% ohne Nachteile zu erreichen sind.
Zitat von Balu85: Wenn aber der Umstand das der Roadster parat steht, wenn man Bock drauf hat, wichtig ist damit man sich im Alltag nicht über seinen Kombi ärgert...dann läuft irgendwie was falsch. Was ist denn wenn der Roadster mal nicht mehr möchte und kein neuer bereit steht?
Ich glaube du hegst die unterliegende Prämisse, dass eine einvernehmliche offene Beziehung den Partnern mehr nimmt, als gibt. Anders kann ich mir den Autovergleich nicht erklären. Wenn ich mir für jeden Anlass das richtige Auto leisten kann, ist das doch eine wunderbare Sache. Außer, eines der Autos würde sich dadurch abgewertet fühlen. Wenn du das empfindest, ist eine offene Beziehung ganz sicher nichts für dich. Wenn sich der Porsche aber drüber freut, dass der Kombi so toll die Familie transportieren kann und er dafür nur genussvolle Ausfahrten macht, dann ist der Porsche glücklich. Und wenn der Kombi sich darüber freut, dass der Porsche so tolle Ausfahrten mit der Frau im Haus macht und diese dann gutgelaunt an ihm rumschraubt und verwöhnt plus ihre Luftmatratze für den nächsten Camping-Ausflug einpackt, dann its der Kombi glücklich. Keines der Autos nimmt irgend jemand etwas weg. Denn das Kompromiss-Auto ist weder für den Genuss-Ausflug noch für den Cmaping-Ausflug perfekt.
Zitat von Balu85: Der Punkt ist das es sich nicht wirklich wie Verzicht anfühlt, weil das was man hat viel wert ist.
Jetzt sind wir genau beim entscheidenden Punkt. Es fühlt sich nicht als Verlust für mich an, wenn meine Frau ihre Schreiner Dates wahrnimmt. Weil das was ich an meiner Frau habe nicht an Wert verliert, sondern sogar gewinnt. Wir haben mehr und besser Quality Time miteinander, meine Frau ist besser drauf, ich kann mir die Koreanerin in alle möglichen und unmöglichen Position zurechtbiegen.
Im Augenblick gibt es eigentlich nur Gewinner, lediglich beim Schreiner bin ich mir nicht ganz sicher. Wenn es stimmt, was die Schwester behauptet, ist er der Unglücklichste in unserem 3-Eck. Dann müssten meine Frau und ich schauen, ob wir ihm etwas entgegenkommen können... oder ich helfe ihm anderweitig (wofür mich meine Frau wahrscheinlich umbringen würde).