Zitat von carlos7: 100% locker, sondern durch die Dynamik unserer Beziehung immer mal wieder ziemlich angespannt bzw verkrampft. hat hier mal geschrieben, dass er nicht verstehen kann, dass Menschen die teils großen Eingroove-Schmerzen für einen hypothetischen und unspezifizierbaren Gewinn einer Poly-Beziehung ertragen wollen. Und er hat natürlich recht, dass es nicht alles dabei easy-peasy ist und man sich in den schmerzenden Momenten natürlich fragt, ob es das alles wirklich wert ist. Aber wenn ich dann die Entwicklung meiner Frau in den letzten 6 Monaten anschaue und hinterfrage wie zufrieden ich mit unserer Beziehung bin, komme ich immer wieder zu der Überzeugung, dass es das Wert ist.
Ich finde nicht, dass Schmerzen und Unwohlsein deinerseits, deine Frau weiß das, für einen etwas zeitlich längeren
Spaß mit dem Schreiner sein müssen. Mit mehr Rücksichtnahme und weniger Tempo kann das vermieden werden.
Warum nicht wie bei @Lotte08, viel kleinere Schritte, den LP jeweils mitnehmen, und jeweils sehen, ob das für beide
so ok ist. Also ein vorsichtiges langsames herantasten und ein zunächst ein Stop falls nicht.
Es geht dabei um ein persönliches Verhalten und Prioritätensetzung deiner Frau. Das Beziehungsmodell spielt dabei
keine Rolle. Sie stellt ihr Vergnügen mit dem Schreiner an 1. Stelle. Das sagt viel darüber aus, wie wichtig du ihr (noch)
bist. Wer seinen LP von Herzen liebt, möchte das es ihm gut geht und vermeidet alles, was ihm weh tut oder gar schadet.
Dem LP auf den Gefühlen aus rein egoistischen Motiven herumtrampeln wäre für mich nicht akzeptabel. Das wäre z.B.
für mich morgen ein Punkt beim Coaching-Gespräch.
Zitat:Mitte nächster Woche geht es dann für mich für 1,5 Wochen nach New York. Was übrigens der Grund ist, dass es diese Woche eventuell gar kein Schreiner Date gibt. Meine Frau möchte das Wochenende mit mir verbringen, wenn ich danach so lange weg bin. Theoretisch hätte sie in den 10 Tagen danach ja mehr als genug Zeit für den Schreiner. Praktisch gestaltet sich das allerdings ziemlich schwierig. Sie hirnt etwas darüber, ob und wie sich Dates während meiner Geschäftsreise umsetzen lassen. Meine Frau steht also vor einem logistischen Problem.
Wenn du 10 Tage nicht da bist, ist es doch als Mutter eurer 2 Kinder nicht zu viel verlangt, wenn sie in dieser Zeit - so
wie du das auch gemacht hast - dann selbstverständlich als Elternteil bei ihren Kindern ist. Was soll das Hirnen
von ihr? Außer maximal dem geregelten Schreinertag am Freitag würde ich strikt von ihr - falls sie das nicht selber
so sieht (einsieht) - genau das eindringlich verlangen. Falls du das nicht klarstellst, wird sie sich wohl etwas einfallen
lassen bzw. die Au-Pair zur Verschwiegenheit verpflichten - die allermeiste Zeit mit dem Schreiner verbringen.
Oder sie legt ein noch schnelleres Tempo bei der Ausdehnung und Umsetzung der Teilzeit-BZ vor und der Schreiner
wohnt in der Zeit bei euch im Haus und er nimmt deine Stelle vollumfänglich ein (quasi wirst du in dieser Zeit ausge-
tauscht). Das hätte fraglos auch viele Vorteile. Sie wäre vollumfänglich bei den Kindern, er könnte sich bereits an diese
etwas andere Welt gewöhnen und beide könnten die ganze Zeit uneingeschränkt genießen und die Beziehung und ihre
Liebe vertiefen. Die Kinder müssen nicht belogen werden, sondern informiert, dass der Schreiner (Name..) nun zur
Familie gehört und Mama ihn genauso lieb hat wie den Papa und Papa das sehr gut, richtig und schön findet.
Wäre das für dich nicht ein unbeschreiblich tolles Gefühl, wenn du heim kommst in euer Haus von den Kindern, deiner
Frau, mit dem Schreiner liebevoll an der Hand oder im Arm, herzlich begrüßt würdest? Wenn deine Frau dir dann
noch erklärt, dass er jetzt als ihren zusätzlichen, gleichberechtigten Mann voll zur Familie gehört, du aber weiterhin
1x die Woche mit ihr 6 darfst und nicht zu kurz kommst, die Kinder ganz begeistert von ihm sind, würden bei dir doch
die Glücksgefühle und die damit verbundenen Kicks ganz toll und kaum beschreibbar sein.
Natürlich wäre das ein Tabu-Bruch, aber das wäre doch eine tolle Weiterentwicklung und eine fantastische Horizont-
erweiterung. Alles wäre, bis auf Kleinigkeiten wie z.B. wer schläft bei ihr im Ehebett an welchen Tagen, super toll
geregelt? Alle sind glücklich. Warum nicht?
Na ja, die gänzlich nicht völlig aus schließbaren theoretischen Möglichkeiten könnten ja praktische Lösungen für
deine EF (hirnt) sein. Vielleicht hat sie ja bereits diese Gedanken und überlegt, ob und wenn ja wie sie das umsetzen
könnte.
All das sind lediglich meine Gedanken, allerdings erst ab dem 10 Wochen Teil, und nicht wirklich ernsthaft gemeint.
Dennoch, ich würde an Carlos Stelle in der Gemengelage nichts (mehr) generell ausschließen.
Zitat:Lotte08"] Na ja, der Coach kann auch keine zusätzliche Zeit hertherapieren
Und der Coach soll Dir helfen, dass Du Dich durch das unbewusste Verhalten Deiner Frau nicht mehr so verletzt fühlst? Und Deine Frau möchte aber nicht an ihre Baustellen?
Seiner Frau ist das in der Regel wohl durchaus bewusst, was ihn verletzt bzw. womit er, sie kennt ja ihren EM, Probleme
hat. Sie weiß aber auch, was sie ihm alles zumuten kann und genau das nutzt sie aus. Es ist seine Baustelle, nicht ihre.
Das wäre für mich an Carlos Stelle ein wesentlicher Punkt beim Therapeuten.