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Beste Beziehungsform finden offen / geschlossen?

G
Zitat von aequum:
Ich habe mir den gesamten Thread nochmals durchgelesen und komme zu der Vermutung, dass Carlos immerwieder den Wünschen seiner EF nachgibt weil er abhängig ist und unter Verlustangst leidet. Seine ständigen Zugeständnisse ziehen sich deutlich erkennbar wie ein roter Faden durch den gesamten Thread. Seine EF ...

Zustimmung.

Was er bis heute nicht begriffen hat ist, dass er sich durch sein Verhalten zu einem Mann ohne Rückgrat, der die eige-
nen Werte aufgegeben hat, hat machen lassen. Sie bestimmt mittlerweile und sie versteht es ihm das so zu verkaufen,
dass er das für seine eigenen Entscheidungen hält.

Nein, es sind bei ihm, meine Einschätzung, nur bedingt Verlustängste, sondern der unerschütterliche Glaube er wäre
das unschlagbare, beste Gesamtpaket für eine EF. Seine Denkweisen, die tatsächliche Realität nicht sehen zu wollen
bzw. auszublenden, verhindern es für sich selbst einzustehen und dazu ist es nötig sich alles so hinzubiegen bis es
für ihn passt, die ihn an eine Sicherheit glauben lässt, die es in Wahrheit nicht gibt. Er lebt in einer Blase, in der es eine
für ihn passende Realität gibt und er will auf keinen Fall die tatsächliche Realität mit eigenen Augen sehen.

Carlos, ich vermute der Plan für die 10 Tage stammt von dir. Ihr ging es ursprünglich wohl nur um den Schreinertag
Freitags in dieser Zeit. Da war sie sich wohl unsicher und hat das bei dir hinterfragt. Ein einfacher Hinweis, dass es
eine feste Vereinbarung gibt und ihr freigestellt, das in eigener Verantwortung zu entscheiden, hätte genügt.
Hast du nicht gemacht, sondern sie wohl ermutigt, mehr Zeit mit dem Schreiner in der Zeit zu verbringen. Sie hat
dann nicht den Finger, sondern gleich die ganze Hand genommen und der 10 Tagesplan mit dem Schreiner war dann
das Ergebnis. Strategisch ist dir deine Frau haushoch überlegen und das Ergebnis hat sie dir so verkauft, dass du
glaubst, es wäre deine Entscheidung.

Jeder ist seines Glückes Schmied. Wenn Carlos das alles glücklich macht, er zufrieden ist und mit dem Ergebnis am
Endbahnhof dieser Beziehungsreise mit der von seiner EF zugewiesenen Rolle zufrieden ist, ist doch alles gut. ;)
Zitat von So-What:
Doch genau das wäre sie. BEI den Kindern. Bei den Kindern zu sein, oder für sie da zu sein, heißt nicht zwangsläufig in deren Sichtfeld zu sein, Körperkontakt zu haben, verbal zu kommunzieren oder sie permanent zu bespaßen.

Es imacht keinen Sinn mehr. Er will das nicht verstehen oder zugeben, egal wie man das dreht und wendet, die Mutter
seiner Kinder als einziger verfügbarer Elternteil in dieser Zeit, eben nicht wenn sie bei ihrem Lover ist, bei den Kindern
zu Hause sein kann. Aus 20 Minuten im Ernstfall können, je nachdem wo die beiden dann sich vergnügen und Unter-
wegs sind, im Notfall dann auch 40 Minuten oder mehr werden. Ist seiner EF und ihm egal.
Zitat von meineMeinung:
weißt du eigentlich, wie sich das mittlerweile liest?
Es macht dich froh, wenn sie zu Schreiner geht!

Ich denke, wir tun gut daran ihn hier nicht mehr Ernst zu nehmen.

x 4 #10651


meineMeinung
Zitat von carlos7:
Wenn es mich froh macht, wird es tatsächlich mehr Schreiner-Dates geben.

weißt du eigentlich, wie sich das mittlerweile liest?
Es macht dich froh, wenn sie zu Schreiner geht!

x 3 #10652


A


Beste Beziehungsform finden offen / geschlossen?

x 3


ElGatoRojo
Zitat von moose5:
von ihr und von dir, damit sie mit dir mehr auf die emotionale Ebene kommt?

Sie muss da garnicht viel machen - es ist Carlos, der eine Beziehung primär unter dem Aspekten der Nützlichkeit betrachtet und dauernd zu bemühte Versuche startet, das Optimale heraus zu holen. Fürchte, er stellt sich hin und wieder selbst ein Bein.

x 2 #10653


S
Zitat von Gast2000:
Es imacht keinen Sinn mehr. Er will das nicht verstehen oder zugeben

Ich glaube, er versteht das wirklich alles nicht. Das Zwischenmenschliche, auf der Gefühlsebene, ist irgendwie verkümmert bei ihm.
Andererseits liebt er seine Frau, sagt er. Und das klingt tatsächlich emotional weniger verkümmert. Er würde ja ihr Leben seinem den Vorzug geben, kennt keine Eifersucht, sondern will, dass sie glücklich ist. Das klingt mehr nach Liebe, als sie viele andere definieren.
Aber wie irrational Menschen aufgrund von Emotionen handeln können, wiegelt er sofort ab. Seine Frau mag "anders" sein als viele andere. Aber ich befürchte irgenwie auch, dass er sie hier unter- und sich selbst überschätzt. Wieder hat sie ihren Plan abgesegnet bekommen und dafür hat sie ihn (wieder) verwöhnt. Ein Schelm, der böses dabei denkt. Durchschaut scheint sie ihn zu haben.

x 8 #10654


DieSeherin
Zitat von So-What:
Ich glaube, er versteht das wirklich alles nicht. Das Zwischenmenschliche, auf der Gefühlsebene, ist irgendwie verkümmert bei ihm.

oder er tickt einfach anders als die meisten hier?

#10655


S
Zitat von DieSeherin:
oder er tickt einfach anders als die meisten hier?

Das steht außer Frage.

Ich werte seine Lebensform nicht, ich neide ihm nichts.

Aber irgendwie hab ich das Gefühl, er hat eine blinde Stelle.

x 6 #10656


6rama9
Zitat von Gast2000:
ch denke, wir tun gut daran ihn hier nicht mehr Ernst zu nehmen

Zitat von Gast2000:
Was er bis heute nicht begriffen hat ist, dass er sich durch sein Verhalten zu einem Mann ohne Rückgrat, der die eige-
nen Werte aufgegeben hat, hat machen lassen.

Ich finde es ziemlich anmaßend, so über jemanden zu reden, der sich nichts anderes zu Schulden hat kommen lassen, als ein alternatives Beziehungsmodell zu leben und sich womöglich aus Liebe zu seiner Frau selbst verloren hat.

Zitat von DieSeherin:
oder er tickt einfach anders als die meisten hier?

Absolut. Und solange er niemand anderen zwingt, genauso zu leben, ist das sein gutes Recht.

Zitat von So-What:
Doch genau das wäre sie. BEI den Kindern. Bei den Kindern zu sein, oder für sie da zu sein, heißt nicht zwangsläufig in deren Sichtfeld zu sein, Körperkontakt zu haben, verbal zu kommunzieren oder sie permanent zu bespaßen.

Wie schon gesagt, ich kann da nichts schlimmes dran finden. Die Familie ist mit Au Pair so aufgestellt, dass es gerade in solchen Situation nicht unbedingt der Anwesenheit der Eltern braucht. Ich kann absolut nicht nachvollziehen, was das Problem für die Kinder sein soll, außer diese würden sich darüber beklagen. Laut TE ist eher das Gegenteil der Fall... es soll tatsächlich Kinder geben, die sich freuen, wenn sie abends von Oma, Opa oder Au Pair ins Bett gebracht werden. Meist gibt es da nämlich ein besonderes Zuckerle. War bei unseren Kindern auch so, einmal sind wir sogar aufgefordert worden doch bitte morgen und übermorgen auch nicht da zu sein, damit die Kinder-Sitterin wieder so lange vorliest.

Zitat von Gast2000:
Er will das nicht verstehen oder zugeben, egal wie man das dreht und wendet, die Mutter
seiner Kinder als einziger verfügbarer Elternteil in dieser Zeit, eben nicht wenn sie bei ihrem Lover ist, bei den Kindern
zu Hause sein kann. Aus 20 Minuten im Ernstfall können, je nachdem wo die beiden dann sich vergnügen und Unter-
wegs sind, im Notfall dann auch 40 Minuten oder mehr werden. Ist seiner EF und ihm egal.

Der TE sagte 15 bis 20 Minuten. Du machst das doppelte draus. Mir tun die ganzen Alleinerziehenden leid. Nach deinem Maßstab dürften die nie mehr ausgehen, außer die Oma wohnt im gleichen Haus. Sorry, aber das Kinder-Argument ist echt künstlich an den Haaren herbeigeredet... da gibt es viel problematischeres in der Paarbeziehung als dieser Punkt. Für mich wachsen die Kinder eher zu behütet auf als das Gegenteil. In dem Alter könnten die Kinder nämlich zB auch mal ohne Mama allein auf den Bolzplatz.

x 4 #10657


6rama9
Zitat von So-What:
Das steht außer Frage.

Ich werte seine Lebensform nicht, ich neide ihm nichts.

Aber irgendwie hab ich das Gefühl, er hat eine blinde Stelle.

🎯

x 1 #10658


ElGatoRojo
Zitat von 6rama9:
Sorry, aber das Kinder-Argument ist echt künstlich an den Haaren herbeigeredet... da gibt es viel problematischeres in der Paarbeziehung als dieser Punkt.

In der Tat. Für Kinder kann es durchaus spannend sein, mal was anderes zu erleben als die bekannte Mama- oder Papa-Routine

Die kleinen Gatos ware bei einigen Reisen ihrer Eltern von 2 oder 3 Wochen bei Oma und Opa, bei der Nachbarin in der Wohnung (weil keine Schulferien) oder bei guten Bekannten (Pfarrersfrau). Die Jungs waren immer ganz angetan, mal was anderes zu haben. Kann ihrer Flexibilität nur gut tun.

x 2 #10659


6rama9
Zitat von meineMeinung:
weißt du eigentlich, wie sich das mittlerweile liest?
Es macht dich froh, wenn sie zu Schreiner geht!

Ich glaube, dass es für ihn in gewissem Rahmen tatsächlich so ist. Für einen monogamen Menschen wie mich nicht ganz nachvollziehbar aber in einer polyamoren Beziehung wahrscheinlich unumgänglich. Ich freue mich zB, wenn meine Frau vom Yoga oder einem Ausflug kommt und einen entspannten und fröhlichen Eindruck macht. Kürzlich war sie mit der Tochter von guten Freunden shoppen und richtig gut hinterher drauf. Das hätte sie auch gerne mit unseren Söhnen gemacht, aber denen stand nie der Kopf danach. Ich habe mich richtig für sie gefreut. Idealerweise empfindet man wohl in einer polyamoren Beziehung ähnlich, wenn der Partner gut gelaunt vom Zweitpartner kommt. Insofern denke ich: Ja, es macht ihn froh. Aber nur solange das "Shoppen" nicht zu Lasten seiner Zeiten oder Aktivitäten geht.

x 1 #10660


L
Zitat von 6rama9:
Idealerweise empfindet man wohl in einer polyamoren Beziehung ähnlich, wenn der Partner gut gelaunt vom Zweitpartner kommt.

Hm....mir geht es ja so, ich freue mich, wenn mein Mann gut gelaunt und voller Energie (für mich 😍) von seiner Freundin kommt. Andersherum genauso.

Trotzdem hätte ich ein sehr großes Grummeln, wenn ich den Eindruck bekommen würde, er kann es kaum erwarten, dass ich aus dem Haus bin, damit er die Puppen tanzen lassen kann. Dieser Eindruck beschleicht mich hier aber.

x 6 #10661


6rama9
Selten hat ein Zitat aus einem anderen Fred so gut gepasst (sorry Leberwurst für die Zweckentfremdung):
Zitat von unbel-Leberwurst:
Wie ich das lese, ist das doch eher eine Sache der Möglichkeiten [...].
Er ist auf Geschäftsreise = viel Kontakt möglich.
Er ist zu Hause = wenig Kontakt möglich.

#10662


unbel-Leberwurst
Zitat von carlos7:
Wenn ich mir etwas wünschen würde, dann dass meine Frau öfter mal etwas tut, was mir und nur mir guttut. Mich mal mit einem Wellness-Wochenende überrascht oder mit Karten zu einem Konzert. Mal was ausgefallenes eben nur für mich macht.


Und wann soll sie das tun?
Du bist doch derjenige, der sehr viel eurer freien Zeit verplant.
Und sogar ihre eigene auch noch, wenn ich an dieses Wellness WE mit Treffen Doktorvater denke.
Hat sie eigentlich Zeit dazu?
Und Energie für noch einen und noch einenTermin?

x 2 #10663


S
Zitat von 6rama9:
Wie schon gesagt, ich kann da nichts schlimmes dran finden. Die Familie ist mit Au Pair so aufgestellt, dass es gerade in solchen Situation nicht unbedingt der Anwesenheit der Eltern braucht. Ich kann absolut nicht nachvollziehen, was das Problem für die Kinder sein soll, außer diese würden sich darüber beklagen.

Zitat von ElGatoRojo:
Die kleinen Gatos ware bei einigen Reisen ihrer Eltern von 2 oder 3 Wochen bei Oma und Opa, bei der Nachbarin in der Wohnung (weil keine Schulferien) oder bei guten Bekannten (Pfarrersfrau). Die Jungs waren immer ganz angetan, mal was anderes zu haben. Kann ihrer Flexibilität nur gut tun.

Ich gebe euch ja da schon recht. Natürlich ist es nicht verwerflich. Je nachdem wie man den Rest der Zeit miteinander verbringt. Ich denke aber nicht, dass es den Kindern an Aufmerksamkeit fehlt.
Aber der Satz "Es spielt keine Rolle, da sie ja sowieso ein Stockwerk tiefer und nicht direkt bei ihnen ist." (oder so ähnlich), kommt mir nicht stimmig vor. Kommt natürlich auch etwas aufs Alter an. Aber da bin ich wieder bei der "blinden Stelle". Rational ist es sogar richtig, emotional was anderes.

x 1 #10664


W
Zitat von So-What:
Ich gebe euch ja da schon recht. Natürlich ist es nicht verwerflich. Je nachdem wie man den Rest der Zeit miteinander verbringt.

Ich glaube, dir geht es dabei weniger um die konkret messbaren Parameter als um den Eindruck, dass die EF selbst bei körperlicher Anwesenheit in Gedanken woanders weilt als im Hier und Jetzt bei ihren Kindern, oder? Also die Kids formal und materiell bestens versorgt sind, aber die EF einen Großteil ihrer Energie darauf verwendet, sich mit sich selbst und ihren Bedürfnissen zu befassen. Dazu würde zumindest passen, dass die Paartherapeutin ja auch etwas überrascht zu sein schien, dass sich ein Paar mit noch relativ kleinen Kindern schon so intensiv mit Fragen der alternativen Beziehungsgestaltung auseinandersetzt…

x 5 #10665


A


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