Zitat von meineMeinung: Letztendlich ist alles so wie die Frau es haben will und Carlos glaubt, dass es ist, wie es ihm gefällt
Ich habe mit so Aussagen immer ein Problem. Denn sie implizieren, dass man es besser für einen anderen Menschen weiß, als dieser selbst. Dabei kennt man weder seine Persönlichkeit wirklich, noch seine Emotionen.
Es gibt nun einmal Menschen, die sich wohl dabei fühlen, wenn bestimmte Teile ihres Lebens fremdbestimmt werden. Sogar ziemlich viele, man muss nur mal überlegen, wieviel Menschen sich mit einem extrem elementaren Bestandteil des Lebens, namens Finanzplanung, nicht beschäftigen wollen und das ihrem Partner oder wildfremden Menschen überlassen. So ist es auch in Beziehungen, es gibt das Spektrum derer, die in einer Beziehung führen wollen und das Spektrum derer, die geführt werden wollen.
Hier sind die Rollen zumindest derzeit eindeutig verteilt und beide fühlen sich wohl in ihrer Rolle. Solange das nicht in Unzufrieden mündet oder gar pathologische Auswüchse annimmt, ist doch alles bestens. Der TE hat doch inzwischen ein Auge dafür entwickelt, was ihm guttut und was nicht. Warum ihm also einreden, dass er nicht den Wünschen seiner Frau nachgeben soll? Ich habe ihn so verstanden, dass er während seiner Reise zu dem Schluss gekommen ist, dass er sich in der Beziehung eher fallen lassen möchte, als zu lenken. Es gefällt ihm so. Er glaubt es nicht, Er fühlt es. Und wenn seine Frau ihm das durch mehr mütterlicher Wärme und Gesten honoriert, dann haben beide vielleicht das für sie beste Beziehungsmodell gefunden. Jenseits der Norm, aber für die beiden perfekt. Selbst wenn sie dann 3 Tage die Woche beim Schreiner weilen würde.