Zitat von carlos7: Es gab einen Punkt im Coaching an dem ich schlucken musste. Sie hat die Frage na uns beide gestellt, wann wir an der Beziehung schon mal gezweifelt hätten und die Sinnfrage ja/nein gestellt hätten. Ich hatte das ernsthaft nie getan, vielleicht kurz mal während Jamaika. Mein Frau dagegen zwei mal: Einmal zum Zeitpunkt der Ehe-Öffnung und einmal als sie sich in den Schreiner verliebt hatte. Sie gab zu, dass sie beim ersten mal unsere Ehe in Frage gestellt hätte, wenn ich einfach so wie bisher weiter gemacht hätte und zu keinem Kompromiss in Sachen Öffnung oder Lebensplanänderung bereit gewesen wäre. Das hat mich doch etwas mitgenommen, denn ganz so ernst hatte ich es damals nicht genommen.
Carlos, was mich daran so negativ angesprungen hat ist, dass deine Frau ihre tatsächliche Gefühlslage und
vor allen Dingen die Ehe mit dir ernsthaft und damit den Bestand eurer Familie in Frage gestellt hat, dir ver-
schwiegen hat. Konkret heißt das, entweder Öffnung der Ehe zustimmen, oder aber sie hätte die Ehe beendet.
Sie hätte dir das sagen müssen. Die Betonung liegt auf
müssen. Etwas so elementares verschweigen,
ist nicht nur unehrlich, sondern eine Form des hintergehen, nicht mehr loyal zum LP stehen und sägen an
der Vertrauensbasis.
Zitat:Auch dass sie wirklich kurzzeitig nachgedacht hatte, ob sie unsere Beziehung beibehalten will, als der Schreiner-induzierte Hormonkick eingesetzt hat, hat mich ein bisschen schlucken lassen
Vorweg, es ist doch nicht entscheidend, wie sie das insgesamt formuliert hat. Die Ehe ernsthaft infrage
stellen heißt nicht nur die Ehe infrage zu stellen, sondern beinhaltet konkret die Ehe zu beenden.
Carlos, ohne Einsicht und ohne den Willen, die Dinge so zu sehen, wie sie tatsächlich in der Realität sind
schadest du dir selber. Nichts ist wirklich easy und gut.
Das alles kommt für mich nicht überraschend. Sie hatte sich, zum ersten mal in ihrem Leben lt.Info, bis
über beide Ohren in den Schreiner verliebt. Das hätte, gem. Grenzen der OB, gestoppt werden müssen.
Dazu war sie ja bereit. Carlos, alles Weitere wolltest du nie wahrhaben. Das war doch klar, dass in ihrer
Hormonblase - die ja zudem noch befeuerte wurde durch deinen Poly-Test - sie Gefühle für dich zum
Schreiner hin abziehen (unbewusst) wird. Sie nutzt Poly um genau das so ohne Gewissensbisse leben
zu können.
Genau die User, die das so oder sehr ähnlich eingeschätzt hatten, lagen also richtig. Sie hat nicht mit
offenen Karten gespielt und war nicht ehrlich zu dir, obwohl die Ehe und der Bestand der Familie auf
der Kippe stand. Die dir vorgetäuschten Gefühle für dich, der Begriff Pflichtprogramm für sie war wohl
zutreffend, lassen berechtigte Zweifel zu, dass du als ihr EM noch eine gewichtige Rolle gespielt hast
und spielst. Es liegt nahe, dass der Erhalt der Familie für die Kinder unter einem Dach und was alles,
auch die Sicherheit damit verbunden ist und die Verantwortung sie letztlich in der Ehe gehalten hat.
Beides, Schreiner und die eigene Familie will sie somit nicht aufgeben. Und, wie bereits auch so ein-
geschätzt, ist das mehr an Nähe zu dir genau dem geschuldet.
Carlos, was deine Frau tatsächlich noch für dich fühlt, ist nun sehr deutlich geworden. Klar musste die
Therapeutin das positiv darstellen. Und ja, deine Frau ist noch bei dir und der Familie. Aber in dem
Wissen, wäre mir der Preis und etwas zu erhalten, was noch künstlich, meine Einschätzung, am Leben
erhalten wird, zu hoch.
Du wolltest nie näher hinsehen, du standest dir dazu selbst im Wege, und wolltest vieles nicht wahrhaben.
Fehleinschätzungen, eigene Überschätzugen und Unterschätzung von Dynamiken haben genau dazu
geführt wie es nun ist. Du hast immer bestritten, dass eure Ehe in einer Schieflage bei der Öffnung war.
Es war nicht nur eine Schieflage, sondern das Fundament eurer Ehe war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr
ausreichend tragend. Und, sie hat dir unverblümt daran die Schuld gegeben.
Zitat von Nephilim: Zitat von kata_smiles: Jetzt geht es ihr gut, weil ein Benefit dazukam, nicht wegen der Ehe
Ich könnte mit dem Wissen eine Beziehung nicht leben
Für mich käme jetzt wirklich alles ungeschönt auf den Prüfstand, auch mithilfe der Therapeutin. So jeden-
falls würde ich nicht weiter machen wollen.
Carlos, bitte höre auf dir alles schön, nicht so schlimm oder falsch verstanden und das ist jetzt anders,
viel besser und das ist doch nun alles easy und gut, zu reden. Das ist nichts weiter als das Pfeifen im
Wald und eine Form der Lüge, nämlich dich selbst belügen. Mensch Carlos, die Wirklichkeit sieht anders
aus und betrifft wohl eindeutig auch die Vertrauensbasis.
Stellt sich die Frage, was wirst du jetzt tun? Weiter so? Weiter dich verbiegen? Weiter machen in einer
Art Hörigkeit? Bist du dir sicher, dass deine Frau dich (noch) liebt? Bist du dir sicher, dass M. in dir noch
den Mann und EM sieht, mit dem sie alt werden möchte? Ich wäre es an deiner Stelle nicht.
Zitat von carlos7: Aber da ging es doch gerade drum: Eine Schicht tiefer zu graben und auch genau solche (kleinen) Aspekte anzusprechen
O je, kleine Aspekte? Schon beim Lesen möchte man dich schütteln.
Wie immer, lediglich nur meine Meinung und Einschätzung.