Zitat von Felica: Aber es hat bedeutet, dass sie mit Dir nicht offen war und ohne Coach nicht rausgerückt hätte. Du hast Dich also komplett in Ihr, ihren Verhaltensweisen getäuscht.
Nein, wir hatten doch intensiv darüber gesprochen, dass sie mit sich zu kämpfen hatte, die Gefühle für uns beide auszusortieren. Da war nicht viel neues für mich dabei
👇 Zitat von Gast: Sie kann aus eigener Erfahrung mit dem Schreiner sagen, wie schwer es ist die Ambivalenz zu akzeptieren und die Gefühle so zu steuern, dass niemand auf der Strecke bleibt.
Was ich unterschätzt hatte, was eher die Situation von 2 Jahren. Ich hatte damals nicht richtig eingeschätzt, dass sie ihr Leben wirklich verändern muss. Ich dachte eher: Naja, soll sie sich austoben und Erfahrung und Leidenschaft mit ins Ehebett bringen. Und ich nutze das aus. Meiner Frau ging es aber darum, eine grundlegende Veränderung herbeizuführen.
Zitat von Nephilim: Also hättest du dem Schreiner nicht zugestimmt, obwohl ganz klare Regel kein verlieben, wärst du evtl. schon Geschichte?
Nein. Ich verstehe nicht ganz, wie du zu dem Schuss kommst? Sie hatte ja damals an ihrem Geburtstag mit dem Schreiner schon Schluss gemacht, bevor ich ein paar Tage später mit der Idee einer Probephase kam. Ich sehe nicht, dass die Ehe durch den Schreiner je in ernsthafter Gefahr gewesen wäre. Und die Coachin hat auch nicht so reagiert, als hätte sie das nach der Äußerung meiner Frau so gesehen. Im Gegenteil, für sie schien es vollkommen normal, dass man die Beziehung(en) immer wieder hinterfragt und korrigiert. Die Coachin war eher überrascht, dass ich bis auf das eine mal nie gezweifelt hatte. Wobei wenn wir ehrlich sind: Ich habe mich nach dem Cut mit der Jamaikanerin weit mehr von meiner Frau zurückgezogen, als sie je von mir.
Zitat von Waldfee47: Wenn ich hier so lese, befürchte ich, trotz Deiner Beteuerungen, dass "alles gut" ist..., dass dem doch nicht so ist.. denn weshalb musst du es dann hier alles aufschreiben?
Ist zu einer liebgewordenen Tagebuch-Tätigkeit am frühen morgen geworden.
Zitat von was-tun: Da mir selbst in einer Partnerschaft wichtig ist, dass der Partner mich emotional auswählt und nicht vor allem aus materiellen Gesichtspunkten oder gemeinsamen Verpflichtungen bei mir bleibt, wäre ich hier wachsam.
Ich bin durchaus wachsam, dass meine emotionalen Bedürfnisse durch meine Frau gedeckt werden. Da bin ich im Augenblick zufriedener denn je.
Diesen Punkt hat die Coachin auch angesprochen: Die Aufgabe des Mittelpunktes ist, beiden Partner die notwendige emotionale, 6uelle und zeitliche Aufmerksamkeit zu schenken, die beide brauchen. Die Aufgabe der beiden Partner des Mittelpunkts ist dafür zu sorgen, dass der Mittelpunkt versteht, welche Bedürfnisse da sind und eine Möglichkeit bekommt, diese zu befriedigen. Meine sind die letzten Wochen befriedigt und ich hoffe die des Schreiners auch.
Zitat von moose5: Aber ihre Aussagen deuten darauf hin, dass du sie immer noch nicht ganz in deine Gefühlswelt reinlässt. Why o why?
Die Ansage für die klare Kommunikation gilt, denke ich, für dich noch mehr. Sie hat sich diese Situation ausgesucht, du lebst sie mit ihr. Wenn du ihr die Entscheidungen überlassen willst, fine, aber doch nicht still und leise
Hmmm... tatsächlich hat die Coachin in der letzten Session mehr mit mir als mit meiner Frau kommuniziert. Ich hatte eigentlich gedacht, dass es einfach daran lag, dass ich die Termine vereinbart habe und die treibende Kraft dahinter war/bin. Aber vielleicht bin ich ja auch das Problem? Ich muss gerade an den Film "die Wutprobe" mit Jack Nicholson und Adam Sandler denken...
Zitat von moose5: ..und warum, möchtest du ihr die Entscheidungen überlassen? Nach dem Motto du begibst dich in ihre "Obhut"? .. und wie die Kinder, würde sie dich so auch nie verlassen?
uhhh... die zweite schwere Frage am frühen Morgen. An deiner Hypothese ist was dran. Ich möchte mich nicht in der Beziehung verkämpfen. Ich möchte mich in meiner Beziehung anlehnen und fallen lassen. Ich bin eher der Typ "ständig unter Strom" und brauche meine Frau als meine Ladestation. Ob das jetzt gleich ein Mutter-Komplex ist oder einfach ein ganz natürlicher Wunsch? Keine Ahnung, spielt aber eigentlich auch keine Rolle. Tatsache ist, dass es mir immer dann gut geht, wenn ich meiner Frau das volle Vertrauen schenke, dass sie das mit uns beiden (dreien) schon richten wird. Sobald ich selbst aktiv eingreife, fühle ich mich weniger wohl.
Im Augenblick fühle ich mich allerdings rundum wohl:
Meine Frau bemüht sich sehr um mich und jede Stunde mit ihr genieße ich. Es gibt keine Störungen durch den Schreiner, auch wenn die beiden sich derzeit und in naher Zukunft kaum sehen. Das liegt einerseits an der Hektik der Adventszeit, an der kommenden Reise nach Wien, den folgenden Schulferien und dem geplanten Skiurlaub. Andererseits daran, dass der Schreiner in der Vorweihnachtszeit sein Künstler-Hobby intensiviert. Vielleicht ermögliche ich den beiden im Januar zum Ausgleich ein verlängertes Wochenende in den schweizer Bergen. Ich überlege, ob ich meiner Frau einen entsprechenden Gutschein unter den Baum lege.
Neben den Zeiten mit meiner Frau plane ich spannende Auszeiten mit Miss K. Wir treffen uns zum ersten mal sogar zweimal diese Woche: Mittwoch zum
🤫und am Schreiner-Freitag platonisch (falls ich nur platonisch schaffe) um über unsere etwas andere Beziehung und deren Regeln zu sprechen.
Sonntag fliegt dann meine Frau nach Wien und Mittwoch abend komme ich nach, um mit ihr (und sie) Donnerstag und Freitag dort zu genießen. Dann steht auch schon fast Weihnachten vor der Tür und danach geht's zum Arlberg. Und dann sehen wir mal, was das Neue Jahr so bringt.