Da meine Frau heute ihr Date hat und die Kids im Bett sind, kann ich auch mal abends was schreiben (und nein, ich bin gerade kein Häufchen Elend, das sich die Fingernägel abkaut, sondern erlaube mir etwas Wein, Kopfkino und Vorfreude auf einen wunderschönen morgigen Abend mit meiner tollen Frau).
@Likos24 Auch wenn du anders gestrickt bist als ich... kannst du dir wirklich nicht vorstellen, dass es auch andere Modelle als ein klassisches Beziehungsmodell gibt? Ich verstehe nicht, warum du nicht akzeptierst, dass mich dieses ambivalente Machtgefühl, meine Frau zu verliehen an macht. Ich hab mehrfach erklärt, dass ich weder Eifersucht empfinde oder Verlustangst habe, warum also sollte ich also dieses Gefühl nicht genießen? Um bei deiner Motorrad-Analogie zu bleiben. Es gibt doch dort auch Ausstellungen, wo Enthusisten stolz ihren Besitz demonstrieren und sich an den glänzenden Augen der Interessanten begeistern. Das Gefühl ist sehr vergleichbar, wenn man die Moral mal zur Seite lässt.
Zu unserem Home-Coming RItual. Du kannst dir echt nicht vorstellen, dass es ein echt komisches Gefühl ist, wenn man so deutlich wie meine Frau moralische Grenzen übertritt, die einem in der Jugend bis zum Erbrechen eingebleut wurden? Genau dafür ist unser Ritual da. Manche gehen vielleicht in die Kirche und beichten, aber egal was... ein Ritual muss her. Im übrigen erscheinen den meisten Menschen die Rituale anderer Menschen reichlich seltsam.
Zitat von Leonie71: Ich frage mich, ob dieser Thread überhaupt existieren würde, wenn der TE weiterhin regelmäßig S. mit einer Außenstehenden hätte und zusätzlich hin und wieder zu Hause mit seiner Ehefrau.
Kommt drauf an. Mein Leidensdruck wäre nicht so groß und ich wäre nicht so sehr mit der Nase drauf gestoßen worden, dass wir ein Problem als Paar und Familie haben. Was mir schon irgendwo bewusst war, aber worauf ich hier massiv hingewiesen wurde, ist dass das eigentliche Problem ja viel tiefer als auf der 6uellen Ebene liegt. Klar brauche ich öfter 6, aber meine Frau braucht was ganz anderes. Vor allem mehr Selbstverwirklichung. Wenn ich hier etwas mitnehme, dann dass ich das Problem mit ihr angehen muss! Wie weiß ich nicht, aber wo ein Alpha-Tier, da auch ein Weg (man möge mir den kleinen Scherz verzeihen).
Zitat von Florentine: Was genau es der Frau gibt, blieb bislang unbeantwortet.
Ein diffuses Konstrukt aus Emotionen, der TE schrieb, es sei komplex...jedenfalls ist es weitaus mehr als "die Jugend nachholen" und m.E. wusste die Frau von Anfang an, dass das nicht der wahre und einzige Grund ist.
Sie hat das dem TE verkauft und der fand das "nachvollziehbar". Sah Profit für sich und hat eingeschlagen ohne weiter nachzufragen oder eine Exit-Strategie zu vereinbaren.
Ich denke es ist inzwischen weit mehr als die Jungend nachzuholen und mal fremde Haut zu spüren. Ich bin mir vollkommen sicher, dass es für sie eine Auszeit aus ihrem im Augenblick nicht ganz optimalen Leben ist. Sie genießt das für sie bis dato unbekannte Flirten, lässt die Eiskönigin zuhause im Schrank oder im Institut und genießt ganz entspannt von einem attraktiven Mann umgarnt und begehrt zu werden. Sie allein entscheidet ob, wann, wo und wie oft es 6 gibt. Jetzt mal ganz ehrlich... ich als Mann kann mich da gut in sie reinversetzen. Und ich verstehe druchaus, dass sie das nicht aufgeben will. So einen richtigen Grund habe ich ja auch nicht, das zu fordern. Ja, ich habe selbst Probleme Dates ohne viel Aufwand zu bekommen und ja, sie weiß dass ich früher intensiveres Kopfkino bei ihren Dates hatte. Aber einen wirklichen Nachteil habe ich nicht, solange sie sich nicht emptional von mir entfernt. Eher habe ich bisher einen Vorteil gespürt... Wir haben zwar nicht häufigen 6, aber öfters als in den letzten 2-3 Jahren vor dem Dating. Und sie ist anhänglicher geworden. Mag beides eine moralische Kompensation für ihre Dates sein, mag aber auch einfach eine engere Bindung zu sein, weil ich ihr etwas ermögliche, dass 99% der Männer ihr nicht ermöglichen würden (Alpha halt

).
Zitat von MissLilly: Die beste Entscheidung in deinem Leben war es das Unternehmen deiner Mutter zu verscherbeln, denn bereits bei dieser Aussage merkt man, dass dein Können offenbar nur für's Angestelltenverhältnis reicht.
Och bitte Lilly, ich denke du verstehst schon gut wenn du mal nicht auf Krawall gebürstet bist wie in diesem Kommentar, dass die Verkaufsentscheidung nicht mit fehlendem Können meinerseits, sondern mit gesunder Selbsteinschätzung und intelligenter Entscheidungsfindung tun. Ich wusste schon immer recht gut, was ich konnte und was nicht. Ganz sicher konnte ich kein Unternehmen mit 21 führen, das von einem Tag auf den anderen die sehr dominante GF verloren hatte und sich innerlich in Positionskämpfen zerfleischte. Du magst meine Entscheidung als Schwäche sehen, ich sehe sie als Zeichen von Stärke. Es war die beste Entscheidung für 500 Menschen. Plus 1, nämlich mich. Alpha-mäßig halt

Zitat von Lotte08: Was denn nun? Öffnung ja oder nein? Ist es nur zu Deinen Regeln Dein Ding?
Nur zu meinen Regeln gibt es einen Kick. Ansonsten wären die Emotionen recht neutral. Allerdings freue ich mich durchaus für sie, wenn sie einen netten Abend hatte ob mit oder ohne 6.
@SchlittenEngel Was aus meinen Schilderungen veranlasst dich zu der Annahme, dass meine Kids vernachlässigt würden oder ähnlich verkorkst, wie du mich oder meine Frau beurteilst? Meine Kinder habe ich komplett aus dieser Diskussion hier herausgehalten, insofern kannst du nur Mutmaßungen anstellen.
@thegirlnextdoor Ich verstehe nicht, warum Monogamie Voraussetzung dafür sein soll, Kinder zu verantwortungsvollen, empathischen und in sich ruhenden Menschen zu erziehen. Ich denke nicht, dass es da einen empirischen Zusammenhang gibt.
@Likos24 Ich denke unsere Kinder können nicht aus dem Geruch der Eltern auf 6uelle Vorlieben schließen. Und ich kann dir versichern, dass nicht monogam lebende Paare ganz sicher nicht so doof sind, in der Öffentlichkeit ihre Lvoer zu küssen. Ich glaub sogar, dass nicht monogame Paare einen großen Vorteil gegenüber vielen angeblich monogamen Paare ihren Kindern mitgeben: Ehrlichkeit in der Paarbeziehung.
@unbel Leberwurst Ist es für dich wirklich so schwer zu verstehen, dass ich nicht so einfach aus meiner Haut kann und einfach mein Leben auf den Kopf stelle, damit meine Frau ab morgen sich verwirklichen kann? Würde meine Frau überhaupt wollen, dass ich mein Leben komplett über den Haufen werfe und womöglich in dauernder Unzufriedenheit und Frustration lebe? Ich habe es von Anfang an gesagt... ich möchte einen Kompromiss finden, der es mir und meiner Frau ermöglicht, unsere Beziehung und unser Leben so zu gestalten, dass wir in 40 Jahren auf dem Rentnerbänkle in der Abendsonne sitzen und sagen können "wir haben es optimal hinbekommen". Ich tu mir halt schwer, den Kompromiss zu finden. Auf der andere Seite bin ich auch zufrieden damit, dass ich schon mal 4 Ansatzpunkte habe. Und sobald sich meine Frau für eine Änderung öffnet, kommen noch weitere Ideen dazu.
@thegirlnextdoor Warum glaubst du, ich sähe das Problem nicht? Den von dir zitieren Vorschlag Felicias, meine Frau "einfach zufrieden zu lassen" setze ich genau wegen dieses Vorschlags jetzt immerhin schon eine Woche konsequent um.
@paulaner Klar weiß meine Frau von meinen Phantasien... sie spielt ja bei einigen davon (Verleihung) mit. Zur Bewertung der Freiheiten durhc meine Frau. Wie schon gesagt, meiner Frau geht es bei den Dates nicht in erster Linie um 6, sonst würde es weit häufiger als 1x pro Quartal dazu kommen. Ich habe nicht Buch geführt, aber sie hatte 2 Jahre lang mindestens jede zweite Woche ein Date. Also ca 70 bis 80... Statistisch gesehen kam es also maximal bei einem von zehn Dates zum 6.
Zitat von Likos24: TE ist mies gelaunt wenn EF das Haus verlässt,...weil sie zu einem F..ckdate geht
Ich bin aber gar nicht schlecht gelaunt, wenn meine Frau zum F...ckdate das Haus verlässt. Ganz im Gegenteil ab es vorhin wie üblich unser Verabschiedungsritual: eine lange Umarmung, einen innigen Kuss, von mir ein "Ich liebe dich" und meine Frau antwortet: "Und ich liebe nur dich" (hast du den kleinen Unterschied bemerkt?). Warum sollten die Kinder darunter leiden? Sie haben gesehen, wie liebevolle sich die Eltern voneinander verabschiedet haben.
Zitat von MissLilly: Er freut sich wenn er Abends oder am WE mit den Kinder auf dem Teppich umher tollen kann, während es für seine Liebste "more of the same" ist, so der Wortlaut des TE. Seine (echte) Stimmung kippt erst dann, wenn er keinen Sex von seiner Frau bekommt. Ihre (echte) Stimmung steigt hingegen erst kurz bevor sie das Haus verlässt, um Auswärts die "Femme fatale" spielen zu können.
Die Kinder in diesem Konstrukt wissen nicht WO sich ihre Eltern aufhalten oder WAS sie miteinander machen oder auch nicht machen ...Sie merken einfach nur DAS die Stimmung gut oder die Stimmung schlecht ist. Und je kleiner sie eben sind und je öfters das passiert, umso mehr beziehen sie es auf sich ...
Ich finde es etwas kurios, dass du glaubst Kinder würden Schaden davon tragen, wenn Mama vor einem Date gut gelaunt pfeifend durchs Haus läuft oder Papa am WE mit Begeisterung mit den Kindern quer durch den Garten tobt. Oder in anderen Worten: wenn ein Elternteil gut gelaunt zum Mädelsabend, F...ckdate, Fußballplatz, Kinobesuch fertig macht ist immer schlecht? Oder sollte da deine moralische Wertung eher den Ausschlag zwischen gut und schlecht darstellen? F...ckdate böse, Mädelsabend gut? Come on... ob Mama gut gelaunt vom Mädelsabend oder vom F...ckdate zurückkommt ist komplett egal. Du sagst doch selbst: Die Kinder sehen nur ob die Stimmung zwischen den Eltern gut oder schlecht ist. Wenn ein F...ckdate der Hebung der Stimmung dient, dann ist es doch perfekt.