Zitat von Nephilim: Der Unterschied ist aus meiner Sicht in seinem Kopf... solang es da oben ok ist, ist alles in Butter...
Das ist der entscheidende Punkt in jeder zwischenmenschlichen Beziehung. Es ist die gefühlte Realität. die zählt, denn erst dadurch bekommen bestimmte Aktionen eine Bedeutung. Wenn wir beispielsweise über Betrug in einer monogamen Beziehung reden, dann wird die Aktion erst durch das mit dem Betrug verbundene Gefühl zur gefühlten Realität. Davor ist es einfach eine Aktion, die für sich allein genommen keine Relevanz für den Betrogenen hat, denn er war ja nicht dabei und währenddessen nichts empfunden.
Zitat von Nephilim: War ihr das auch nicht damals bewusst, dass Sie sich nicht verlieben darf... irgendwie kommt mir das wie eine Wiederholung vor....
Stimmt. Es gibt aber einen großen und entscheidenden Unterschied. Ein Gefühl ist kein bewusster Akt. Eine Trennung dagegen ein sehr bewusster Akt mit weitreichenden Folgen für das eigene Leben und das zahlreicher anderer. Gefühle kommen und gehen, entscheidend ist aber doch, wie man sie lenkt und was man letztendlich daraus macht. Hier hat sie eine Win-Win Situation für uns beide geschaffen.
Muss man ihr schon zugute halten. Man kann ihr zwar vorwerfen, dass sie zu spät erkannt oder gestanden hat, verliebt zu sein. Aber eine vorschnelle Äußerung/Erkenntnisse hätte wahrscheinlich zu einem suboptimalen Ergebnis für uns beide geführt. Jetzt im Nachhinein hat sie eigentlich alles richtig gemacht.
Zitat von Nephilim: Gab es damals laut deiner Aussage auch nicht, dass Sie sich verliebt....
Ja, da hatte ich mich getäuscht.
Zitat von Ema: Und wie passt das dazu, dass sie erklärtermaßen in den Schreiner verliebt ist? Glaubst du echt, dass es keinen Unterschied macht, ob man mit jemandem po.p,pt, in den man verliebt ist, oder mit jemandem, in den man es nicht ist?
Für mich macht es einen Unterschied. Mit Liebe wird es einen Tick anders. Der 6 wird nicht unbedingt besser, aber es besteht eine andere Verbindung.
Zitat von Waris07: Zum Einen denk ich, dass deine Frau und Nummer zwei gerade dabei sind von Sprosse 2 auf drei zu klettern.
Zum Anderen denke ich, dass eine gewisse Erwartung nun da ist, was weitere "Urlaube" in regelmäßigen Abständen anbelangt.
Da hast du sicher mit beiden Aussagen recht: Es ist ein wenig so wie in der Spielbeziehung mit Miss K. Ein großer Teil des Reizes liegt im Testen und Verschieben von Grenzen, bis man ein stimmiges Gleichgewicht gefunden hat. Dass die beiden natürlich weitere Kurzurlaube verbringen werden wollen, ist mir schon klar. Meinem Kopfkino gefällt an der Sache aber, dass ich da den Hebel in der Hand habe... so nach dem Motto, dass sie es sich verdienen muss.
Zitat von was-tun: Ich sehe mittlerweile hier vor allem ein logistisches Problem… die Monogamie hat sich ja auch bewährt, weil es sich um ein recht effizientes Beziehungsmodell handelt. Nicht umsonst, siehe hierzu auch aktueller Spiegel, sind viele Protagonisten im Feld offene Beziehung, Poly-Arrangements und Freundschaft plus junge und kinderlose Menschen, die über viel Zeit verfügen.
Da ist etwas sehr wahres dran. Mit Kindern und Full-Time Jobs ist das schon fast sie Quadratur des Kreises. Wenn es meiner Frau irgendwann zu viel wird, muss sie die Auszeiten reduzieren oder den Kontakt ganz abbrechen.
Zitat von Felica: Wenn Gefühle im Spiel sind, ist es in der gemeinsamen Nacht nicht nur körperlich. Nach dem Sex wird diese tiefe Nähe zelebriert, und es wird geredet, gekuschelt und gestreichelt. Zumindest kenne ich das so.
Es ist vielleicht in Richtung auch dem, was Du Löffeln nennst. Man tauscht Zärtlichkeiten aus und schläft innig ein.
Eine gemeinsame Nacht ist etwas sehr Vertrautes, da der Schlaf einen Kontrollverlust bedeutet. Diese Situation kann/ will man nicht mit jedem teilen.
Auch ein sehr guter Punkt. Die Overnighter haben tatsächlich eine andere Qualität als ein Lunch-Quickie oder ein Freitag abend. Es fiel mir ja auch wahrlich nicht leicht, die ersten Nächte abzuhaken. Aber inzwischen haben die ihren Schrecken verloren. Ob es der Gewöhnungseffekt ist oder ob es daran liegt, dass meine Frau kein bisschen danach verändert ist, weiß ich nicht.
Zitat von Felica: Es ist sicher nicht mit der Körperlichkeit zwischen Misses K und Dir zu vergleichen.
Der Kontrollverlust von Miss K während unserer Dates ist aber definitiv größer, als der Kontrollverlust meiner Frau beim Schlafen. Miss K liefert sich mir komplett aus und vertraut vollkommen darauf, dass ich dieser Verantwortung gerecht werde.