Zitat von SchlittenEngel: Frage ist doch eher, warum er sich mit lauter Hilfskonstrukten bemüht, sich diese Frau und die Ehe zu idealisieren.
Ich sehe da zwei Gründe. Zum einen geht es mir von Anfang an so, dass ich sehr wohl merke, dass Carlos sich geschliffener Rhetorik-Skills bedient.
Einfach gesagt ist es Politik-Sprech: Die Masse fühlt: "Es ist nicht gut"-Der Politiker sagt: "Es ist so gut, wie nie zuvor." Alles und ganz besonders der Darsteller, erscheint in einem besonderen Glanz. Das Gute wird überhöht, das Schlechte wird relativiert, wenn möglich schön geredet. Ist die Negativlast erdrückend, wird auf Nebenschauplätze ausgewichen. Das ganze Spektrum, was man auf Rhetorikseminaren lernen kann, findet sich hier wieder. Leider lernt man auf diesen Seminaren zu wenig darüber, wie man das Ganze Rhetorik-Gedöns nicht so künstlich und aufgesetzt wirken lassen kann.
Also mein Eindruck: Carlos redet wie ein Politiker, aalglatt -sicher das Gute wollend, was aber in der Erhöhung seiner selbst immer wieder untergeht.
So ist es auch bestimmt mit der idealisierten Darstellung seiner Frau und seiner Ehe:. "Lass es positiv wirken", "Male ein farbenfrohes Bild", "Trete begeisternd auf". "Für ein negatives Argument, gib zwei Positive zurück" ....Alles sicher Basics aus den Rhetorikkursen für Buisiness und Politik.(Also ich kann mich diesem Eindruck nicht entziehen).
Und noch ein ganz wichtiger Aspekt: Er wirft mit Superlativen um sich, gerade was seine Frau betrifft, weil er sich damit wunderbar selbst erhöht: "Seht alle her, was ich für ein Supertyp bin, weil ich solche eine unfassbar tolle Frau habe."
"Die Frau die jeder haben möchte", wie Carlos geschrieben hat. Nein Carlos. Sei dir dessen sicher und ich verspreche es dir in die Hand: Deine Frau will nicht jeder haben.