Zitat von carlos7: Wenn sie morgen oder übermorgen wieder nicht so gut drauf sein wird, gibt es einen Einlauf für sie.
Irgendwie klingt das alles echt schräg. Liebes, wenn ich Dir den Schreiner zugestehe, mußt du aber glücklich sein? Und so bald du nicht glücklich bist, müssen wir an der Beziehung arbeiten.
Ich weiß nicht, aber ich kann durchaus auch mal ein paar Wochen wenig glücklich oder zufrieden durch die Gegend spazieren und das hat dann einfach nichts mit den Menschen drumherum zu tun.
Punkt eins, wäre also eine gewisse Anspruchshaltung, von der ich nicht weiß, ob die überhaupt stimmig ist. Klar, man sollte den Partner nicht als Prellbock negativer Emotionen benutzen, aber umgedreht kann es doch bitte auch kein Glücksdiktat in einer Beziehung geben? Meine Emotionen funktionieren irgendwie total anders.
Einerseits ist es schön zu lesen, wie sehr Du Carlos an der Beziehung und der Beziehungsarbeit interessiert bist, andererseits liest Du Dich über Maß fordernd und wenig reflektiert, was Deine Unsicherheiten angeht.
Zitat von carlos7: So ein bisschen habe ich die Befürchtung, dass ich nicht der Carlos war, wie sie ihn liebt: Sprudelnd, lebensfroh, nicht klein zu kriegen. Ich habe mich gefühlt und bewegt wie ein 60 Jähriger, war ausgelaugt, erschöpft, mürrisch, die meisten To-Dos sind an ihr hängen geblieben. Ich war wahrscheinlich total unattraktiv für sie.
Carlos wir werden alle älter und/oder krank. Du warst total unattraktiv für Dich selbst und hast Mühe das in dein Selbstbild zu integrieren. Das hat nichts mit Deiner Frau zu tun, sondern mit Dir und weil das für Dich zu mühsam ist, wird jetzt an der Beziehung gebastelt und wie ein Luchs die Kuchenstücke, die verteilt werden, verglichen.
Punkt zwei wäre also, mangelnder Umgang mit eigenen negativen Emotionen.
Wer also meine negativen Emotionen, die nicht mal etwas mit ihm/ihr zu tun haben müssen, belauert, anstatt die eigenen unter die Lupe zu nehmen, ich befürchte dem würde ich einen Einlauf verpassen.

Schreiner hin oder her.
Euer Beziehungsmodell ist euer Beziehungsmodell, es ist keine Gesamtverpflichtung zum Glück.