Zitat von Felica2024: Ist das nicht eigentlich traurig, dass das Familienglück von einem Externen abhängt und nicht von Eurer eigenen Familiendynamik? Das ist das, was mich immens stören würde.
Das stört mich überhaupt nicht. Ich halte es für etwas naiv zu glauben, dass die eheliche Paarbeziehung der einzig entscheidende Faktor für das Familienglück wäre. Da gehört doch so viel mehr dazu: Berufliche Verwirklichung, gegebenenfalls Kinder, geistige Herausforderung, Hobbies, Sport, Lebensgefühl, Gesundheit, Selbstverwirklichung. Ich finde man sollte sich davon lösen, sich selbst als Glücks- und Zufriedenheitsgarant des Partners zu sehen.
Nein, es nicht meine Verantwortung, meine Frau glücklich zu machen, sondern es ist meine Verantwortung, ihr zu ermöglichen glücklich zu sein. Das ist ein riesengroßer Unterschied. Glück und Zufriedenheit entsteht meiner Meinung nach primär durch Selbstverwirklichung und Kongruenz von Bedürfnissen und tatsächlichem Erleben. Ich ermögliche das meiner Frau (in dem mir möglichen Rahmen - familiär, emotional und sozial)... und das macht mich im Gegenzug stolz und glücklich
Also, um nochmal auf deine These zurückzukommen. Nein, es stört mich überhaupt nicht und ich muss gestehen, dass ich den Gedanken sogar ein wenig abwegig finde, mich daran zu stören, dass wir einen Weg gefunden haben, wie meine Frau sich verwirklichen kann.
Zitat von Felica2024: Dass die Dynamiken einer außerehelichen Beziehung das Glück meiner Kinder beeinflusst.
Ist das nicht immer der Fall? Beruf und soziales Umfeld haben einen immensen Einfluss auf die persönliche Zufriedenheit. Und diese Zufriedenheit wiederum einen immensen Einfluss auf Kinder und Partner. Das ist völlig normal.
Zitat von Felica2024: Und das ist ja nun auch etwas anderes als ein Hobby
Ist es das? Das Beharren auf dieser Differenzierung habe ich noch nie verstanden.
"Hobbys haben nicht nur einen unterhaltenden Charakter, sondern fördern auch die Kreativität, stärken das Selbstbewusstsein und tragen zur persönlichen Entwicklung bei. Darüber hinaus tragen Hobbys oftmals dazu bei, soziale Kontakte zu knüpfen und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Ein Hobby dient keinem Zweck, es hat kein Ziel. In einem Hobby kann man sich verlieren, in einen Flowzustand geraten und einfach im aktuellen Moment zufrieden sein – es ist ein Stück Egoismus, der niemandem weh tut. "
Passt doch sehr gut auf die Zweitbeziehung meiner Frau.
Zitat von Felica2024: hier ist es eine Zweitbeziehung, von der die Kinder wahrscheinlich nicht wissen, die aber aus dem Hintergrund durch den mentalen Einfluss Deiner Frau auf sie abfärbt.
Stimmt. Aber warum sollte ich gegen ein positiven Einfluss auf meine Frau und Kinder sein? Das ist doch etwas gute und nicht etwas schlechtes.