Zitat von carlos7: Kommt dir nicht in den Sinn, dass viele schlaue Frauen nach schlechten Erfahrungen mit einem Typus einen anderen Typus Mann bevorzugen?
Das hat eben nicht unbedingt etwas mit schlau sein oder nicht schlau sein zu tun - sondern mit Beziehungsmustern die wir uns meist nicht aussuchen und die Menschen sich oft nicht bewusst sind, die wir Menschen einerseits selbst in prägenden Zeiten wie der Kindheit erfahren haben und andererseits gibt es eben auch biologische Dynamiken (unabhängig vom Geschlecht).
Zitat von carlos7: Also nach dem Hoppls-Hier-Komm-Ich einen sanften Mann?
Und genau so funktioniert eben "Liebe" oder "Anziehung" nicht.
Mein Muster ist z.B. so, dass ich Frauen die vernünftig sind und für mich als Mensch und Charakter eigentlich die richtigen wären meist nicht anziehend finde.
Anziehend finde ich stattdessen genau die Frauen, von denen ich sogar weiß, dass sie nicht gut für mich sind.
Das ist keine bewusste Wahl und hat bei mir auch jahrelange Erfahrung und Therapien + Fachbücher gebraucht um mein Muster überhaupt zu erkennen und zu verstehen.
Zitat von carlos7: Geht dir das bei Frauen denn nicht auch so?
Siehe oben. Heute habe ich dank Therapien (u.a. bei einer guten renommierten Psychologin) mein Muster und die Dynamiken dahinter verstanden.
Und diese gängigen psychologischen Basics decken sich mit dem, was ich persönlich an Erfahrungen gemacht habe. Und bei den bekannten deutschen "Red Pill" Coaches finde ich persönlich großteils einfach diese anerkannten psychologischen Konzepte, die einfach nur unter diesem Schlagwort vermittelt werden und mit etwas esoterischen u. pseudo-maskulinen Geschwurbel garniert werden (was ich als denkender Mensch aber automatisch als Geschwurbel erkenne und "herausfiltere").
Zitat von carlos7: Du brichst eine schöne Lanze dafür, dass man als Mann (und als Frau) niemals in Eindimensionalität verfallen sollte.
Da kann ich dir uneingeschränkt zustimmen.
Gilt aber für alle Richtungen.
Zitat von carlos7: Nur Sixpacks ist nix, nur Beruf ist nix, nur Liebesgeflüster ist nix.
Volle Zustimmung.
Zitat von carlos7: Warum bringt ihr RedPiller euch nicht einfach bei authentisch und vielfältig zu sein?
Warum denkst und spaltest du in "die" und wir?
1. Gibt es nicht "die" eine Red Pill. Genauso wie es nicht "den" einen Feminismus gibt.
Bei beiden gibt es Strömungen, die moderat sind, für ihre Interessen einstehen und dabei nicht auf Böses aus sind - im Gegenteil.
Ebenso gibt es bei beiden Themen aber auch sehr viele extremistische bis hin zu menschenverachtenden Strömungen und Vertretern. Das ist meine Meinung dazu.
Ich habe mir aus Interesse neben den ganzen anderen Thematiken auch einige bekannte "Red Pill" Themen im deutschsprachigen Raum angeschaut und ich persönlich habe da wie gesagt im Kern oft die ganz normalen gängigen psychologischen Konzepte und Lehren wie auch bei Psychologen (Bereich Paartherapie bzw. Beziehungstherapien, Persönlichkeitsentwicklung) wiedergefunden.
Dass diese Coaches den Begriff teilweise nur als Provokation und für die Reichweite benutzen, sagen sie ganz offen.
Ich finde das Thema weder nur schwarz, noch weiß und eben nicht homogen.
Frage: bin ich jetzt deswegen einer von "den" Red Pillern?
Zitat von carlos7: Warum gebt ihr euch nicht die Mühe, die Bedürfnisse der Frauen zu verstehen und sie zu erfüllen?
In dem Content, den ich mir von den bekanntesten deutschen "Red Pill" Coaches angeschaut habe, geht es genau darum: zu lernen was die Bedürfnisse von "den" Frauen sind (wobei auch da jeder Mensch individuell ist) und wie man sie erfüllt.
Dabei steht im Vordergrund an sich selbst als Mann zu arbeiten und eben nicht Frauen die Schuld für irgendwas zu geben - sondern die Schuld bei sich selbst zu suchen und immer an sich zu arbeiten, anstatt in eine Opferrolle zu verfallen.
Aber wie gesagt, das kannte ich schon aus Paartherapie und Persönlichkeitsentwicklung.
Zitat von carlos7: Weniger Ideologie, mehr Mensch. Das würde euch so viel mehr helfen.
Zu glauben es, sei eine Ideologie wenn man sich mit psychologischen menschlichen Dynamiken beschäftigt ist eine mögliche Ansicht auf das Thema.
Ich finde es nicht falsch sich grundsätzlich zu bilden - auch und besonders über menschliche Psychologie.