carlos7
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Zitat von SchlittenEngel:Und es ist doch, wie du schon sagst, in solchen Momenten relativiert sich vieles, - die Kunst ist sich dann auch anschließend daran zu erinnern, aber du kannst das.
Was ich sehr faszinierend fand. Ich war nach der ersten Diagnose zwar schwer getroffen, aber innerhalb von ein paar Tagen habe ich eigentlich (bis auf das nagende Gefühl im Hinterkopf) wieder meinen normalen Level an Lebensglück erreicht. Und genauso ging es mir innerhalb einem Tag nach der befreienden, endgültigen Diagnose. Hätte man mich davor gefragt, hätte ich gedacht, dass mein Lebensglück zuerst komplett am Boden liegen würde und dass ich danach himmelhochjauchzend durch die Gegend gelaufen wäre.
So war es aber nicht, ich habe mich schnell mit beidem arrangiert. Bei ersterem hat mir sicher geholfen, dass ich gelernt habe, über tomorrow's problems auch erst tomorrow nachzudenken und die Grübel-Gedanken bis dahin wegzusperren. Das funktioniert natürlich nicht immer, aber im Großen und Ganzen gut. Meine Frau und ich haben feste Zeiten vereinbart, wo wir drüber gesprochen haben und dann ist das Problem wieder im Hinterstübchen abgelegt und paketiert worden. Und wenn es mal gar nicht anders ging, haben wir zwischendurch 10min gesprochen.
Die Psyche ist schon etwas sehr interessantes.