Zitat von ElGatoRojo:Sorry - aber prinzipiell muss man hier Carlos zustimmen. Als Liebesbeweis ist nur Sex etwas rerales. Eben Taten statt Worte. Alles andere ist möglicherweise Rumeierei. Darum - so vermute ich mal - weiß Carlos auch in seinem Inneren, dass ihre Liebe zu ihm gewisse Defizite hat. Sich das einzugestehen bedeutet ...
Nach Gary Chapman:
Sprache 1: Liebe Worte.
Sprache 2: Zweisamkeit.
Sprache 3: Geschenke.
Sprache 4: Hilfsbereitschaft.
Sprache 5: Körperliche Intimität.
Ich habe das Buch nicht selber gelesen, aber einem gut befreundeten Paar hat das sehr geholfen.
Die beiden haben sich gegenseitig nicht geliebt gefühlt, gleichzeitig haben aber beide unisono voller Inbrunst gesagt, den anderen sehr wohl zu lieben.
So ein typisches Sender-Empfänger Problem halt, bei dem sie dann erkannt haben, dass die ausgesendeten Signale sehr wohl Liebesbeweise sind, man die aber als solche nicht erkannt und wahrgenommen hat.
Mal zu unseren beiden:
Insbesondere über Sprache 4 haben sich die beiden ineinander verliebt, wenn ich an die begeisterten Schilderungen der Unizeiten denke. Das blitzt beim TE jetzt auch wieder auf, schreibt begeistert vom Doktorvater usw.
Bei den anderen Sprachen hapert es aber sehr.
Der TE will viel Intimität, wird öfter abgwiesen und fühlt sich daher weniger geliebt.
Die Frau will Zweisamkeit, wird da aber vom TE abgewiesen und fühlt sich auch weniger geliebt.
Beide sind unzufrieden, würden aber voller Überzeugung sagen, den anderen sehr zu lieben...
Im Lichte dieser Erkenntnis würde sie dann vielleicht nicht mehr so sehr die Augen verdrehen, wenn Carlos schon wieder ankommt und amseln will.
Vielleicht aber ist davon aber auch gar nicht mehr so abhängig, wenn erkennt, dass sie ihre Liebe ausdrückt, indem sie was nettes sagt, sie sich Zeit zum zuhören nimmt, wenn er sich über den stressigen Tag auskübeln muss, ihm was nettes kocht oder seinen Lieblingswein besorgt.