Zitat von carlos7: Oh, ich bin überzeugt, dass sie jede einzelne Avance sehr genau registriert.
Bei dieser Reaktion ist es meiner Meinung nach nicht sinnvoll dann noch danach zu fragen.
Zu ihrem Kopfkino, bzw. zu dem, was sie anmacht, schade, dass du darüber so wenig weißt und schade, dass sie darüber nicht mit dir reden will oder kann.
Da ist für mich die Frage, ob sie das nicht weiß, ihr da der Zugang fehlt, oder sie nicht darüber reden will.
Ich bin zwar nicht hochbegabt, aber ich habe trotzdem versucht zu ergründen, wie sie dich wahrnehmen könnte auf sexueller Ebene.
Sehe es mir bitte nach, wenn du da deine Frau wenig wieder erkennst.
Ich war eine sehr unerfahrener junge Frau, sehr intelligent. Alle Männer, die mir näher kommen wollen, lasse ich abblitzen, weil sie nicht wirklich an mir interessiert zu sein scheinen, sondern eher an meiner Hülle.
Hinzu kommt, dass ich auf sexueller Ebene auch schon sehr verletzt und bloß gestellt wurde.
Dann lerne ich Carlos kennen. Wir verstehen uns auf freundschaftlicher Ebene gut. Je länger wir uns treffen, desto mehr gibt er mir das Gefühl, dass ihn vor allem meine Art zu denken und meine Intelligenz und Intellekt fasziniert und wir zusammen tolle Ergebnisse erzielen.
Wir können gut zusammen Dinge erarbeiten, ich fühle mich von ihm auf rationaler Ebene verstanden, er kann meine Art zu denken nachvollziehen.
Und dann passiert mehr. Vielleicht gerade weil er mir das Gefühl gibt, dass es weniger um meine Hülle, also auch um meinen Körper geht, sondern um Maries Kopf und auch ihr Herz.
Wir werden ein Paar. Aber das kommt eher still und langsam, als mit voller Wucht und Blitz und Donner.
Aber das mag ich.
Mir ist Sex nicht so wichtig und da funkt es auch nicht so doll. Aber für mich ist es schwierig darüber zu reden und nachzudenken.
Jetzt Jahre später ist das ein Problem. Ich fühle mich unzufrieden, mein Kopf und meine Art zu denken sind nicht mehr gefordert und wird auch nicht gefördert.
Und mein Mann macht mir Druck. Auf einmal ist die Hülle wichtig und das, was ich ihm geben kann, reicht nicht. Der Sex nimmt soviel Raum ein bei ihm und ich habe das Gefühl, es geht gar nicht mehr um die Marie von Innen, sondern das Außen hat zu funktionieren, dann wenn er Lust hat.
Ob ich Lust habe und wie es dem Innen geht ist ihm da anscheinend nicht so wichtig und ich fühle mich unter Druck gesetzt.
Was wiederum noch weniger Lust macht. Ich will ja schließlich nicht mit ihm schlafen aus Pflichtgefühl, sondern wenn auch mir danach ist, aber dazu kommt es nicht, weil er dann wieder ungeduldig wird.
Ich weiß deswegen auch gar nicht richtig, welche Stimmung und Sinnesstimulation ich brauche um Lust zu entfalten. In welcher Zeitspanne sich das bei mir steigert, weil diese Kurve bei mir nie wirklich entfacht werden kann, weil er mich nach spätestens einer Woche danach fragt.
Fühle ich mich begehrt? Ja, aber nicht mehr als die Frau, die brilliant denken kann, sondern zum Druckabbau, zu seiner Befriedigung.
Fühle ich mich befriedigt? Schwer zu beantworten, so richtig weiß ich gar nicht, wie sich das anfühlt.
Bei den anderen Männern hole ich nach. Auch wenn es ihnen auch eher um die Hülle geht, aber das Umwerben kann ich jetzt ganz anders genießen. Es fühlt sich nicht mehr so plump an und ich muss darauf auch nicht mehr mit Kälte und Abweisung reagieren.
Es ist spannend für mich, weil auch das ganz anders abläuft, wie die erste Phase mit meinem Mann.