Zitat von Felica: Solange es beide kickt und befriedigt, sehe ich kein Problem.
Ist für mich schwierig zu erklären.
Ich versuche es mal mit einem Beispiel.
Für mich ist es ein Unterschied, ob jemand sagt, dass er/ sie Sex braucht um entspannt zu sein, oder ob jemand sagt, dass ein Nebeneffekt davon auch Entspannung ist.
Ich finde da die Hauptintention wichtig und sehe das „um zu“ als etwas problematisch.
Und eben wenn es als Mittel eingesetzt wird.
Da ist für mich eher die Intention entscheidend als die Häufigkeit.
Zitat von Leonie71: Sex als Instrument der Vermeidung sehe ich auch als problematisch an.
Das sehe ich bei nicht.
Ich sehe das schon.
Ich sehe von ihr ganz viel Vermeidung. Vermeidung von ihren tiefen Wünschen und Phantasien.
Für mich gehört in eine partnerschaftliche Sexualität auch Offenheit. Die sehe ich hier nicht.
Ich sehe es eher so, dass hier Sex genutzt wird als Druckabbau, zur Herstellung von Nähe, zur Befriedigung, zum Machtausgleich.
Was mir fehlt ist wirkliche Intimität, die emotionale Nähe, die offene Kommunikation über Wünsche und Vorlieben, das Sehen und Gesehen werden.
Mir fehlt im Grunde die emotionale Komponente, die meiner Meinung nach in einer Beziehung auch beim Sex wichtig ist abzudecken.
Natürlich in unterschiedlicher Ausprägung, gibt natürlich auch Momente in festen Partnerschaften, wo eher die Lust und Leidenschaft mal vordergründig sind.
🙃 Aber dieses „wir haben heute einfach Liebe gemacht“ lese ich hier gar nicht, sondern eher als Gegenleistung, Belohnung, Durststreckenvermeidung