Zitat von Debby3: Ich stell mir ja diese , Vereinbarung, Rituale, Präventionsmaßnahmen stückweit sehr anstrengend und mit viel Kopfarbeit vor, um die Leidenschaft / Emotionen zu Knebeln o. In Schach zuhalten.
Wenn es um Sicherheit und Prävention (also negativ konnotierte Dinge geht) ist die Kopfarbeit sicherlich belastend. Wenn es um Leidenschaft, Rituale und Vereinbarungen geht empfinde ich das eher anregend als belastend.
Zitat von 6rama9:Du spielst definitiv mit dem Feuer. Und du bist intelligent genug, das auch zu realisieren. Stellt sich mir schon die Frage, warum? Es gibt dir einen Kick deine Frau in ihren Emotionen strampeln zu sehen und zu glauben/wissen, dass sie im Endeffekt klein beigibt und unterwürfig zu ihrem Meister zurück kriecht
Hmm... da ist tatsächlich etwas dran. Ich halte wie schon erwähnt das reale Risiko, dass meine Frau mit dem Schreiner in die Morgensonne reitet, für vernachlässigbar. Und dein Gedankenspiel ist schon recht nah an meinem Kick des Verleihens, nur dass siebei dir nicht aufgrund unserer Vereinbarung, sondern aus dem innerem Drang zur Unterwerfung freiwillig zurückkommt. Die Vorstellung, dass meine Frau mit einem Anderen tollen 6 hat und es sie dennoch unwiderstehlich zu ihrem Herrn zurückzieht, kickt schon etwas. Ob das unterbewusst ein Motivator ist, ein Risiko einzugehen? Schwer zu sagen. Ich muss aber darauf achten, dass dadurch nicht meine Sicht vernebelt und ich zu einer komplett falschen Risikoabschätzung komme. Also ich muss zugeben, dass mich der Gedanke beunruhigt, dass meine Kopfkino mir eine Sicherheit vorgaukelt, die gar nicht vorhanden ist.
Zitat von 6rama9: würde ich an deiner Stelle deiner Frau Hilfe bei ihrer Selbstkontrolle anbieten. Vielleicht ist sie froh darüber, wenn du ein wenig angekündigte Kontrolle ausübst, denn wie andere schon sagten, ein Fehltritt ist schnell mal passiert und wenn du ihr hilfst, einen zu vermeiden, hilft das euch beiden.
Das finde ich eine sehr gute Idee und so wie ich meine Frau kenne, wird sie in so einem Angebot kein Hintertürchen zur Kontrolle sehen, sondern einen sinnvollen Präventionsschritt. Ich glaube aber dennoch, dass sie das Angebot ablehnen und eigenständig agieren will.
Zitat von eineWienerin: Zum Thema Schreiner denke ich, dass deine Frau keine weiteren Online-Dates mehr ausmacht, weil sie gefunden hat, was sie sucht. Ich möchte ihr keine böse Absicht unterstellen, sicher hat sie das Online-Dating auch eingestellt, weil es dich gestört hat. Dennoch glaube ich, sie hätte diesen Schritt nicht gesetzt, hätte sie nicht gefunden, was sie gesucht hat.
Ich sagte ja, dass es wahrscheinlich 4 Gründe gibt, warum meine Frau das online-Daten eingestellt hat: Mein Wunsch, der Schreiner, das Projekt und schließlich der Aufwand und die latente Gefahr von Online-Dates. Jetzt nach dem Gespräch glaube ich auch, dass der Schreiner wohl das Zünglein an der Waage war. Das Date aus dem realen Leben ist für sie offensichtlich besser als die Dates aus der Online-Welt und wohl zum ersten mal ein Date, das sie längerfristig pflegen will. Also ja, der Schreiner gab letztendlich den Ausschlag.
Zitat von eineWienerin: Sie kennt dich und deine Vorlieben. Scheinbar ist sie der Meinung, dass dich der Sex, den sie dir geben kann, nicht erfüllt. Kann das bedeuten, dass sie da von sich ausgeht und der Sex, den du ihr gibst, sie nicht erfüllt und sie diesen deshalb im Aussen sucht? Vielleicht ist sie im Gegensatz zu dir nicht länger bereit, auf ihre sexuelle Erfüllung zu verzichten?
Also zumindest ein Anteil ihres Antriebes ist, dass sie danach geforscht hat, ob das Gras auf der anderen Seite der Straße grüner ist. Sie hat ja auch von sich aus zugegeben, dass sie wissen wollte, ob ihre deutlich unter dem Durchschnitt liegende Libido an ihr oder an ihren beiden bisherigen Partnern (de facto also hauptsächlich an mir) läge. Laut ihrer Aussage läge es nicht an mir, was ich auch glaubhaft finde, ansonsten wollte sie nicht nur 1x im Monat 6 mit dem Schreiner, sondern mehrmals die Woche.
Zitat von eineWienerin: Denn du schreibst, du willst dir keine Gespielin suchen und deine Phantasien nicht in der Realität umsetzen, weil dir das Angst macht. Darf ich fragen, wieso? Fürchtest du, dass der Sex mit deiner Frau dann gar nicht mehr erfüllend ist, dass du nicht mehr zurück kannst und es gefährlich für deine Ehe werden könnte? Du hast doch selbst bei der Frau des Zulieferers, in die du laut deiner Aussage ein bisschen verliebt warst, eine starke Sehnsucht in Richtung deiner Frau empfunden nach dem Akt und wärst am liebsten bei ihr gewesen. Was würde sich da ändern, wenn du in Richtung BDSM gehen würdest?
Tja, wenn ich das so richtig beantworten könnte. Ein wichtiger Aspekt ist, dass ich gelesen habe, dass viele BDSM Anhänger Vanilla-6 für nicht mehr sonderlich erfüllend halten nachdem sie in diese Szene eingetaucht sind. Wenn das so wäre, würde mich das enorm von meiner Frau entfremden. Für mich ist 6 pure Bindung. Ich liebe es hinterher meine Frau in den Armen zu halten und zu spüren. Zum anderen habe ich moralische Bedenken... es fällt mir schwer einen Mensch vollumfänglich zu akzeptieren, der Entscheidungen über seine 6ualität oder gar andere Teile seines Lebens an jemand anderen abtritt. Einerseits fasziniert mich das, andererseits stößt es mich ab. Diese kognitive Dissonanz bereitet mir irgendwie Stress und ich weiß nicht ob ich mir das antun muss, wenn mir das Kopfkino eigentlich genügt. Dazu kommt, dass ich mir solche Dinge mit meiner Frau
viel aufregender vorstelle, als mit einer x-beliebigen Fra.
Zitat von So-What: Ich frage mich immer noch, ob es Dir reicht, wenn sie bleibt, egal aus welcher Motivation.
Nein, natürlich nicht. Wenn sie nur bliebe, weil ich der Vater ihrer Kinder bin oder weil sie 800qm Garten statt eines Balkons hat, würde ich mich trennen. Grundvoraussetzung ist ihre Liebe zu mir.
Zitat von So-What: Mir scheint, sie betritt Neuland. Und zwar ohne Dich. Sie erlebt eine für sie stimmige Sexualität. Sie möchte ihn als Freund, obwohl sie sonst kaum welche schließen kann/will. Mit Dir kann sie sich intellektuell austauschen, sie hat Kinder und gemeinsames Vermögen mit Dir. Reicht Dir das? Dass sie aber nun eine Ebene betritt, die sie mit Dir scheinbar nie fand?
Du klammerst den entscheidenden Punkt aus: Liebe. Sie kann durchaus mit dem Schreiner 6uelles und erfüllenderes Neuland betreten. Da bin ich eifersuchtsfrei und gönne ich das von Herzem. Sie kann auch eng mit ihm befreundet sein. Allein die Kombination aus beidem ist kritisch, denn aus der Kombination aus beidem entsteht mindestens eine Verliebtheit, wenn nicht Liebe. Solange sie mich liebt, kann sie sich gerne wöchentlich zu ungeahnten Höhen massieren lassen. Daher sind die 3-4 Wochen auch nicht in Stein gemeißelt. Das war ja auch ihr Vorschlag, um emotionale Verstrickungen zu vermeiden und nicht meiner.
Zitat von So-What: Sie ist nun besser gelaunt und sie hat aktuell mehr Sex mit Dir.
Das erste hat vielleicht mit Dir gar nichts zu tun (schließlich hat sie ein neues Projekt und ist offen verliebt).
Das zweite könnte aus Dankbarkeit oder (unbewusster) Manipulation stattfinden. Sie weiß ja, dass Du dann zufrieden bist und ihr vermutlich eher entgegenkommst, vielleicht bereit bist Grenzen zu verschieben. ,
Sie bekommt ja nun alles was sie will und braucht. Und muss auch nichts verheimlichen.
in kurzen Worten: Perfekt. Für Sie. Für mich. Wir lieben uns und bekommen beide, was wir uns wünschen.
Zitat von So-What: Wenn es Dir genügt und die Motive, warum sie tut was sie tut und warum sie mehr Sex mit Dir hat, nicht wichtig sind. Und wenn Du wirklich so entspannt darüber denkst, dann scheint ja alles gut zu werden.
Wie gesagt... der entscheidende Punkt ist ihre Liebe. Die beanspruche ich zu 100%. Ihren Körper nicht. Den teile ich durchaus. Ich würde sogar sagen, den teile ich gerne solange es mein Kopfkino befeuert.
Zitat von Debby3: Ja, mein Gott …diese flausigen Flausen die man immer hat so ..man sollte sie wirklich nicht überwerten …was für ein alberner Kram
Alles eine Sache der Selbstkontrolle und Selbstbeherrschung Man muss es nur im Griff haben. Right .
Genau so ist es. Das ist wie bei Adrenalin-Sportarten. Trotz enormer Hormon-Ausschüttung bedarf es ausgeprägter Selbstkontrolle und Selbstbeherrschung. Wer das nciht beherrscht, sollte weder solche Sportarten ausführne, noch eine offene Beziehung pflegen.
Zitat von ElGatoRojo: Grau, Freund, ist alle Theorie. Du kannst deiner Frau verbieten, was du willst. Und sie kann Regeln brechen, wie sie will. Also wozu ihr etwas verbieten?
Danke. Das ist exakt meine Einstellung. Ein Verbot ist immer nur die allerletzte, fast schon nukleare Option. Denn ein Verbot macht nur Sinn, wenn man die dazu geäußerte Konsequenz des Übertritts auch eintreten lässt. Sollte sich also meine Frau wirklich verlieben und ich zum Schluss kommen, dass ich ihr verbiete den Schreiner zu treffen, dann würde ich das Verbot nur aussprechen, wenn ich die Folge (in diesem Fall eine Trennung) auch konsequent umsetze.
Zitat von SchlittenEngel: Frage mich , ob das bei dir eine „echte“ Neigung ist ( personenunabhängig) oder ob es dich nur bei deiner Frau so reizt, wenigstens beim Sex der dominante Part und ihr überlegen zu sein?
Meine Neigungen auszuleben, reizt mich generell, aber deutlich mehr bei meiner Frau. Ich weiß, dass jetzt die Mutmaßungen ins Kraut schießen, warum es so ist. Ich glaube nicht, dass es ihre Überlegenheit in Bezug auf Intellekt und Aussehen ist, die in mir Unterwerfungsphantasien anregen, aber warum der Kick bei meiner Frau stärker als bei anderen Frauen ist, kann ich nicht genau sagen.