So-What
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Zitat von carlos7:Du klammerst den entscheidenden Punkt aus: Liebe.
Woran machst Du ihre Liebe zu Dir fest? Oder besser gefragt, wie definierst Du Liebe zu einem anderen Menschen?
Ich frage das ernsthaft und zwar deshalb, weil viele Menschen "behaupten" irgendjemand zu lieben, äußerst seltsame Dinge tun oder mit sich machen lassen unter diesem Deckmantel. Ich möchte auch nicht behaupten, dass die meisten nicht wissen was Liebe zum Partner wirklich bedeutet. Ich frage mich das oft sogar selbst. Bei euch kommt es mir allerdings so vor, als würde jeder nur alles nur für sich selbst machen. Eine Kosten-Nutzen-Rechnung aus reinem Eigennutz, unabhängig von eurer offenen Beziehung. Das hat für mein Verständnis wenig mit Liebe zu tun.
Du sagtest auch mal, dass Sex ein Zeichen ihrer Zuneigung sei (Das hast Du weiter vorne mal ausgeführt). Deshalb würdest Du es auch so oft brauchen. Andererseits kann sie Sex mit anderen so viel haben wie sie will, solange es nur dabei bleibt. Und Du hattest ja auch schon eine zeitlang sehr viel und intensiven aushäusigen Sex. Das verstehe ich auch nicht.
Zitat von carlos7:in kurzen Worten: Perfekt. Für Sie. Für mich. Wir lieben uns und bekommen beide, was wir uns wünschen.
Also ist Dir zwar die Motivation, warum sie bei Dir ist, nicht egal. Aber warum sie mehr Sex mit Dir hat. Wenn Du das doch aber an ihre Zuneigung zu Dir koppelst?
Weißt Du, auch ich kann Sex ohne Liebe. Hatte ich in einer längeren Singlezeit immer wieder. Für mich ist das dann auch kein Ding von Exklusivität, wenn es nur körperlicher Natur ist. Aber wenn ich frisch verliebt bin auf jeden Fall. Und bei einer langen Beziehung, Liebe vorausgesetzt, bin ich mir nicht sicher. Ich würde das dann vermutlich auch vermischen, wenn zuhause nicht alles immer prima ist und der andere auswärts Energie aufbringt. Und dann die Frage nach ausreichend Liebe stellen, obwohl ich doch grundsätzlich Sex und Liebe trennen kann. Aber die Grenzen zwischen nur Sex und anderen Emotionen sind fließend und ab welchem Punkt wäre ich nicht mehr bereit zu teilen. Sind es gemeinsame Erlebnisse, Händchenhalten, Gedankenaustausch, gemeinsame Geheimnisse, Interessen...ich weiß es nicht. Bei Dir gibt es da ja auch Grenzen. Aber alle sind meiner Meinung nach schwer zu ziehen.
Habe mich nach der Affäre meines Ex lange in Gedanken damit befasst. Da gings natürlich auch zusätzlich um Lug und Betrug. Aber im Nachgang habe ich dann darüber nachgedacht, ob ich die Ehe auch mit meinen eigenen Ansprüchen öffnen hätte können, wenn er rechtzeitig was gesagt hätte. Ganz grundsätzlich nur aus meiner Sicht, denn ich wusste, dass er meine Freiheit eher weniger gewollt hätte. Welch Überraschung!
Auch mit meinem jetzigen Partner habe ich darüber bereits sinniert. Deshalb finde ich das auch sehr spannend. Ich bin noch auf kein endgültiges Ergenis gekommen. Ich denke, die Grenzen und Gefahren sind fließend und in den meisten Fällen bringt es Probleme mit sich. Aber das ist nur meine Meinung!