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Beste Beziehungsform finden offen / geschlossen?

A
Zitat von DieSeherin:
bringt ihr mich mal auf den neuesten stand? ich kann keine 1000 beiträge nachlesen, die sich in meinem urlaub da angesammelt haben

Kurz zusammengefasst:

- Carlos hat eine interessante Frau kennengelernt, wobei er einige Regeln übertreten hat. Das hat seiner Frau gar nicht geschmeckt und sie hat (meiner Einschätzung nach) sehr eifersüchtig reagiert.
- Bei den Beiden kam es zum großen Knall, als anlässlich des Geburstages von Carlos Frau diese ihm gezeigt hat, dass der Schreiner inzwischen ebenfalls "Rechte" hat und Carlos nicht mehr die unumstrittene Nummer 1 ist. Konkret wollte die Frau die ersten Stunden des Genurstages lieber mit dem Schreiner verbringen als mit Carlos (was für ihm überraschend kam). Daraus folgte ein riesen Streit.
- Carlos Frau hat starke Liebesgefühle für den Schreiner entwickelt (entgegen ihrer Aussagen und seiner Überzeugung). Das hat sie ihm gebeichtet.
- Carlos hat entsprechend verletzt reagiert (was zu erwarten war) und sich Bedenkzeit gegeben. Als Ergebnis hat er für 10 Wochen einer polygamen Beziehung mit nur einer Regel (Safer Sex) zugestimmt.


Zitat von carlos7:
Wenn ich bis zum Äußersten gehen müsste, wäre unsere Beziehung logischerweise bereits kaputt.

Wie ist das zu verstehen?
Wenn sie nach den 10 Wochen noch auf Polygamie besteht folgt die Trennung?
Oder muss sie ganz auf den Schreiner verzichten?

x 2 #4441


E
Zitat von carlos7:
Diese Gefühl wieder zu durchleben, wäre für mich die schlimmstmögliche Bestrafung.

Danke fur deine Ehrlichkeit Carlos, das zu schreiben war vermutlich nicht leicht.

Jemanden büßen lassen impliziert, dass der die Büße annimmst. Als Kind hattest du leider echt schlechte Karten, tut mir leid, dass du damit hast klarkommen müssen. Kenne ich auch, wenn aus anderen Gründen.

Heute kannst du fur dich einstehen, wenn auch das gelernt werden will. Leute mit solchen Themen aus ihrer Kindheit haben es schwer zu erkennen, was ihnen zusteht und was nicht. Wo andere mit einer Selbstverständlichkeit sagen "nicht mit mir" praedominiert Selbstzweifel hinsichtlich der Angemessenheit unserer Wünsche. Und manchmal auch Bedürfnisse. Ist gut zu wissen, wenn man so tickt.....

x 4 #4442


A


Beste Beziehungsform finden offen / geschlossen?

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S
Zitat von carlos7:
So wie meine Eltern mich haben büßen lassen, dass ich ihr geliebtes und gewohntes Leben als ungeplantes Kind auf eine ungewollte Bahn geworfen habe. Diese Gefühl wieder zu durchleben, wäre für mich die schlimmstmögliche Bestrafung


Puh…..es wurde schon öfter gesagt, und ich möchte nochmal betonen, dass daran nichts! !peinliches, verwerfliches oder sonst was ist, daher wieder : denke doch bitte darüber nach, die 10 Wochen mal für einen Therapiestart zu nutzen.

Ja, dein Move ist clever und gut durchdacht, - auf der Sach- und Logikebene.

Auf der Gefühlsebene können auch 10 Wochen einen sehr großen Schaden anrichten.

Dennoch viel Glück für dein Experiment.!

x 5 #4443


Shum
Zitat von paulaner:
Damenopfer? 😉


Haha, nein zwinkern Ich meine das tatsächlich ohne Hintergedanken oder Doppeldeutigkeit.

Durch seine Erzählungen standen bei seiner Frau Worte und Taten in den letzten Monaten nicht im Einklang. Deshalb kann ich nachvollziehen, dass er die Blütenmetapther hintefragt und mit diesem Schritt auf sie zu ihre Worte für sich prüfen will.
Entweder es bleibt harmonisch und ausgeglichen für Carlos oder es entgleitet in eine Richtung. So oder so, muss er dann nicht Monate oder Jahre warten, bis sich die entsprechende Tendenz herauskristallisiert, sondern lediglich ein paar Wochen.

Finde ich in diesem Zusammenhang eine schnelle, konstruktive Entscheidung.

x 4 #4444


T
Zitat von SchlittenEngel:
Puh…..es wurde schon öfter gesagt, und ich möchte nochmal betonen, dass daran nichts! !peinliches, verwerfliches oder sonst was ist, daher wieder : denke doch bitte darüber nach, die 10 Wochen mal für einen Therapiestart zu nutzen.

Den Tipp finde ich sehr gut und wichtig. 👍

Es ist gut, dass du erkennen kannst, dass sich hier mit deiner Frau evtl. ein emotionales Trauma wiederholt, wichtig wäre es aber, einmal näher hinzusehen, daran zu gehen und das Trauma aufzuarbeiten. Wenn sich in der Beziehung wiederholt, was man in der Familie erlebt hat, ist das leider irgendwie "normal" (und es geht vielen Menschen so), aber deswegen nicht gut oder richtig.
Ich würde dir auch dringend empfehlen, eine Therapie in Erwägung zu ziehen und das irgendwie für dich anzugehen. Es würde auf lange Sicht mit Sicherheit einiges leichter für dich machen.
Indem deine Eltern dich spüren ließen, was für eine Belastung du für sie warst, haben sie dir eine sehr schwere Bürde auferlegt. Du solltest sie nicht länger tragen müssen.

x 1 #4445


C
Zitat von Unhinged:
Komm, so ein wenig emotionaler Druck von Dir ist damit dennoch vorhanden.

klar. Ich will keinesfalls sagen, dass sie Narrenfreiheit hat und auf meinem Seelenheil rumtrampeln oder mich demütigen darf. Wenn sie das tun würde, wäre sie nicht die liebende Partnerin, als die ich sie sehe

Zitat von Alduin:
Wie ist das zu verstehen?
Wenn sie nach den 10 Wochen noch auf Polygamie besteht folgt die Trennung?
Oder muss sie ganz auf den Schreiner verzichten?

Ich hatte meine Äußerung bezogen, dass in Rage gestellt wurde, ob ich die Eier hätte, aufs Äußerste zu gehen, wenn sie nach den 10 Wochen darauf beharrt ihr Ding zu machen, egal ob ich einverstanden bin oder nicht. Auch hier gilt für mich: Dann wäre sie nicht die liebende Partnerin, als die ich sie sehe. Und dann wäre die Beziehung eben schon kaputt. Ob das dann zu einer Trennung führen würde oder zu einem Machtkampf, wäre abzuwarten.

Zitat von SchlittenEngel:
denke doch bitte darüber nach, die 10 Wochen mal für einen Therapiestart zu nutzen.

ich werde mal drüber nachdenken zwinkern
Gerade denke ich aber mehr darüber nach, was meine Frau heute abend zu mir sagen wird und ein ganz klein bisschen darüber ob sich die Jamaikanerin nach meiner Aktion am Freitag vielleicht doch noch meldet. Immerhin fand sie mich offenbar nicht peinlich, sonder war hörbar amüsiert. Und da ich ja offensichtlich ein übergewichtiger Lauch ohne je festgestellte Bankdrück-Bestmarke bin, kann ich die Damen wohl nur durch Humor überzeugen.

#4446


unbel-Leberwurst
Zitat von meineMeinung:
Das bedeutet aber möglicherweise auch, dass du die Kinder komplett übernimmt. z.B. wenn sie die Wochenenden voll ausnutzt.


Ich glaube, dass viele von einer offenen bzw polyamoren Beziehung eine falsche Vorstellung haben.

Auch in solchen Beziehungen besteht das Leben zu mindestens 90% aus Alltag.
Arbeit, Kinder, Haushalt erledigen sich deshalb ja nicht von alleine.

Jo, möglicherweise ist sie mal ein WE komplett weg. Und?
Ich bin auch mal mit Freunden unterwegs oder fahre allein ein paar Tage Rad, meine Frau mit einer Freundin weg.

Man darf natürlich nicht mit der Einstellung rangehen: Na toll, jetzt hab ich die Blagen an den Hacken, damit der andere Spass hat.

x 1 #4447


meineMeinung
Ehrlich gesagt finde ich es total beschissen, dass du immer noch damit beschäftigst eine Junge verheiratete Frau mit Kleinkind, derën Mann wohl im Moment nicht da ist, klar zu machen.

x 7 #4448


6rama9
Zitat von carlos7:
Ich habe mich zu folgendem entschlossen: Ich wage den Schritt und springe komplett über meinen Schatten.

Ich glaube mehr als dir Glück zu wünschen, kann ich hier nicht tun. Ob dein Schrott mutig oder wahnsinnig ist, wird sich zeigen.

x 1 #4449


G
Zitat von carlos7:
Ich will meine Frau zwingen, sich endgültig klar zu werden, welche Beziehungsform sie mit mir langfristig leben möchte. Sollte sie wirklich polyamor veranlagt sein, ließe sich das eh langfristig nicht schmerzfrei unterdrücken. 10 Wochen (abzüglich unserer 2 geplante Urlaubswochen) sind lang genug für sie, ...

Na ja, viele schöne Worte eingebettet in einer strategischen Erklärung. Beim genauen Hinsehen gibst du
jedoch die Verantwortung wie es bei euch weitergeht an deine EF ab. Partnerschaftliche Augenhöhe geht
für mich jedoch anders. Anstatt gemeinsam die entstandenen Eheprobleme, es hängt in der Verantwortung
eine Familie mit 2 Kindern daran, anzugehen und einen für beide Seiten einen gangbaren, verbindlichen Weg
zu finden - genau das war bisher nicht erfolgt und hat dich und deine EF in diese Situation gebracht - nun
dieses weiter herumeiern und ihr die Verantwortung für das, wie es zunächst weiter geht, schiebst du ihr
die Verantwortung und damit die Entscheidung zu.

Für mich ist nicht die Beziehungsart/Beziehungsform entscheidend, sondern wie die mit dem LP gelebt
wird. Und dazu zählt u.a. Offenheit, Ehrlichkeit, Einhaltung der vereinbarten Regeln, nichts tun was dem
LP weh tut oder gar schädigt, der respektvolle, freundliche, höfliche und liebevolle Umgang miteinander
und der Verantwortung für die gegründete Familie - hier mit 2 Kindern - gerecht zu werden.

@carlos7, ich finde nicht, dass dein Schritt mutig ist. Du folgst damit deinem bisherigen Muster mit der
ganzen Situation umzugehen. Dumm nur, dass genau dieses Muster dich in die jetzige Lage gebracht
hat. BZ auf Augenhöhe geht anders. Dir ist hoffentlich klar - könnte passieren -, dass du nur noch als
Zweitmann, nach ihren Bedingungen, geduldet - wenn überhaupt - wirst.

Ich erinnere daran, dass bei deiner EF Worte und Taten oft nicht im Einklang waren. Deine EF spielt ihr
eigenes Spiel und du, so mein Eindruck, bist dabei eine will fähige Figur. Wer seinen LP liebt, möchte das
es ihm gut geht. Sie weiß, es geht dir nicht gut damit so wie es ist. Was tut sie, um das zu ändern oder zu
vermeiden? Was tut sie, um die Ehe wieder auf feste Füße zu stellen? Beantworte dir die Fragen ehrlich.
Dann wirst du erkennen, wo du bei ihr tatsächlich stehst.
Zitat:
Zitat von meineMeinung:
Ehrlich gesagt finde ich es total beschissen, dass du immer noch damit beschäftigst eine Junge verheiratete Frau mit Kleinkind, derën Mann wohl im Moment nicht da ist, klar zu machen.

Das sehe ich genau so.

x 4 #4450


paulaner
Zitat von meineMeinung:
Ehrlich gesagt finde ich es total beschissen, dass du immer noch damit beschäftigst eine Junge verheiratete Frau mit Kleinkind, derën Mann wohl im Moment nicht da ist, klar zu machen.

Ich wollte mich raushalten, aber da möchte ich trotzdem was zu sagen:
@carlos7
Ich sehe das ähnlich, auch wenn ich es anders ausdrücken würde.
Auf Kosten anderer (dem eventuellen Ehemann) sollte man niemals sein Glück aufbauen.
Zitat von thegirlnextdoor:
Ich würde dir auch dringend empfehlen, eine Therapie in Erwägung zu ziehen und das irgendwie für dich anzugehen.

Und auch hierzu:
Ich kann mich irren, aber ich glaube Carlos ist zu - wie soll ich sagen - kopflastig und "intellektuell" dafür.

x 3 #4451


T
Zitat von paulaner:
Und auch hierzu:
Ich kann mich irren, aber ich glaube Carlos ist zu - wie soll ich sagen - kopflastig und "intellektuell" dafür.

Zu intellektuell für eine Therapie..?
Kaum. 😉
Es braucht nur den passenden Therapeuten.
Aber, mit Verlaub - eine Therapie ist nicht für "Dumme".
Und selbst wenn man bereits einige Hintergründe für sich durchdrungen hat, kann ein sehr guter Therapeut einem durchaus weiterhelfen. Nur muss es passen. Das ist unter Umständen nicht gleich beim ersten oder zweiten Therapeuten, mit dem man spricht, der Fall.
Gerade wenn man sich geistig auf einem höheren Niveau bewegt oder besser reflektiert ist kann es dauern bis man einen passenden Therapeuten gefunden hat.
(Das ist auch der Krankenkasse bewusst und in der Regel darf man selbst als Kassenpatient - privatversichert sieht es vielleicht nochmal anders aus - bis zu fünf Therapeuten "antesten" und dann auswählen mit wem man eine Therapie machen möchte.)

x 1 #4452


C
Zitat von Ella:
Vielleicht wäre nicht schlecht, diese 10 Wochen Tagebuch zu führen. Durchs Schreiben wird man sich oft klarer, was man fühlt, denn man formuliert es aus. Worte haben eine stärkere Kraft als Gedanken.

So ein bisschen mache ich das bereits... hier.

#4453


paulaner
Zitat von thegirlnextdoor:
Aber, mit Verlaub - eine Therapie ist nicht für "Dumme".

So habe ich das nicht gemeint und das weißt du ja wohl auch.

#4454


T
Zitat von paulaner:
So habe ich das nicht gemeint und das weißt du ja wohl auch.

Offengestanden, nein.
Ich kenne sehr intellektuelle Menschen, die Therapien gemacht haben. (Gerade "Eltern" sind ein Thema für sich.)
Zu intellektuell für eine Therapie höre ich zum ersten Mal und verstehe in der Tat nicht, wie es gemeint ist.

#4455


A


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