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Shum
Zitat von carlos7:
Sie zählte einige Beispiele auf, wo ich über das normale Maß hinaus in ganz alltäglichen Situationen beleidigt gewesen bin. Sie hat wirklich einen Punkt, der mir bisher noch nicht so richtig bewusst war. Mir ist schon ziemlich klar, woher das bei mir kommen könnte: Ich wurde in meiner Kindheit nie so richtig mit Liebe und Emotionen bedacht. Meine Eltern kamen sich selbst an erster Stelle, ihre Jobs an zweiter Stelle und ganz zuletzt kam ich als das ungeplante Kind. Sobald ich das Gefühl bekomme in Liebesdingen (nicht 6!) hindangestellt zu werden, reagiert das kleine Kind in mir total über. Wir haben überlegt, ob es vielleicht Sinn machen würde, das einmal in einer Paartherapie zu thematisieren.


Hier

x 2 #5296


paulaner
Zitat von Timeconsumption:
Je mehr ein Mensch davon spricht, wie intelligent er doch ist und wie viel Intelligenz er von seinem Umfeld erwartet, schließlich lässt man da nicht jeden rein - desto mehr versucht er (oder sie) irgendwas zu kompensieren.

Ich glaube ja sogar, dass im Grunde genommen alles, was Carlos hier von sich beschreibt, pure Kompensation ist.

x 2 #5297


A


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6rama9
Zitat von Shum:
Hier

Zitat von Timeconsumption:
Dazu fällt mir tatsächlich nur eins ein: „wahre Größe hat es nicht nötig, sich aufzuspielen. Das geschieht im Geheimen, in solch subtilen Elementen, das kein Außenstehender auf die Idee käme, dem Ruhm eben diesem einen zuzuspielen.“ Je mehr ein Mensch davon spricht, wie intelligent er doch ist und wie viel ...

Hab es gefunden:
Zitat von carlos7:
Ich bin hier im Süden Deutschlands aufgewachsen. Einzelkind. Mutter Unternehmerin (Mittelständler mit knapp 500 Mitarbeitern in 2. Generation). Vater Chefarzt an einer Uni-Klinik. Meine Eltern hatten sich schon damit abgefunden, keine Kinder zu bekommen, als ich ihre Lebensplanung durcheinanderbrachte. Meine Mutter war da bereits 42 und meine Eltern hatten sich auf ein Leben ohne Kinder eingerichtet. Die Folge war, dass ich die ersten 12 Jahre mehr oder weniger elternlos aufwuchs. Beide haben gefühlt rumd um die Uhr gearbeitet und wenn sie nicht arbeiteten, machten sie Städtetrips oder gingen aus. Ich wurde also von pickligen Au-Pairs bekocht, bespaßt und häufig sogar ins Bett gebracht wurde. Es ist jetzt nicht so, dass meine Eltern mich nicht geliebt hätten, aber so wirklich hatte ich nicht in ihren Lebensentwurf reingepasst. Ich habe andere Kinder so was von beneidet, wenn ich sie mit ihren Eltern im Zoo gesehen habe, während ich nur mit einer Teilzeitbetreuung unterwegs war. Damals hatte ich mir geschworen, dass ich meine Kinder niemals alleine in den Zoo gehen lassen würde und dass ich vorher die Namen aller Tier auswendig lernen würde. Die Tierpfleger würde mich schon weitem begrüßen und die Tiere extra für mich und meine Kinder füttern. Vielleicht erklärt das auch ein bisschen, warum ich unbedingt Kinder wollte und warum ich mich zerreiße, um in meinem eng getakteten Tag Zeit für sie freizuschaufeln.
Eine Änderung gab es als ich ungefähr 12 war. Zu dieser Zeit hatte meine Mutter einen ersten Schlaganfall und trat in ihrer Firma kürzer. An diese Zeit habe ich die schönsten Kindheiterinnerungen, allerdings hat meine Mutter sich als ich 16 wurde dann in den Kopf gesetzt, dass sie mich zu ihrem Nachfolger aufbauen würde und ich die Firma nach Abschluss eines Studiums übernehmen sollte. Aufbauen hieß ich diesem Fall drillen. Es gab keine Freizeit mehr, sondern nur noch Firma Firma Firma. Keine schöne, aber eine lehrreiche Zeit, von der ich heute noch profitiere. Meine Mutter war sehr willensstark. Ihr Wort war bei uns Gesetz, ohne Wenn und Aber. Nach langem Kampf konnte ich dann aber durchsetzen und in der TU München mein Studium beginnen. Zu meinem Vater hatte ich eine (noch) weit weniger intensive Beziehung. Die lässt sich eigentlich so zusammenfassen: Manchmal war er da, manchmal nicht.
Meine Eltern liebten sich wirklich, das kann ich definitiv sagen. Nicht nur im spirituellen Sinn, sondern auch im körperlichen. Sie waren da ziemlich aktiv und komplett unverkrampft. Von klein auf war ich gewohnt, dass ich durch die Wände hörte, wann meine Eltern 6 hatten (was ziemlich häufig vorkam). Das war für mich völlig normal und als ich in der Grundschule mal plapperte, bekam mein bester Freund riesige Augen. Er sagte mir, dass ich mir unbedingt die Ohren zuhalten müsse und auf keinen Fall etwas hören dürfte. Das wäre ganz schlimm. Irgendwann habe ich dann anscheinend meinen Eltern erzählt, dass Peter meinte ich müsse mir jetzt nachts die Ohren zuhalten. Meine Mutter hat da nur laut gelacht, mich in den Arm genommen, mir erklärt, dass sie und Papa "laut kuscheln" und das war's. Ungefähr eine Woche hörte ich nichts mehr, dann war es wie immer. In der Pubertät führte das dazu, dass ich immer mit Musik geschlafen habe. Zweimal überraschte ich sie als Jugendlicher beim Heimkommen in Flagranti, einmal auf dem Wohnzimmertisch, einmal auf der Treppe. Sie waren da nicht sonderlich peinlich berührt. Sie zogen sich die Hosen hoch und meine Mutter fragte, wie mein Tag so war. Ich habe mir zu der Zeit angewöhnt, immer anzurufen, wenn ich mal früher als geplant heimkommen sollte und meine Eltern beide zuhause waren.
1 Jahr nachdem ich mein Studium begonnen hatte, verstarb meine Mutter an ihrem zweiten Schlaganfall. Für meinen Vater brach die Welt zusammen, ich verlor meine einzige Stütze. Über Nacht wurde ich mit 20 als Alleinerbe Inhaber nd leitender Geschäftsführer eines Mittelständlers. 5 Tage später war Beerdigung, den darauf folgenden Tag brach die Hölle los. Punkt 7 Uhr morgens klingelte das Telefon und einer der beiden verbliebenen Geschäftsführer rief mich an um mir mitzuteilen, dass eine millionenschwerer Großauftrag eines Kunden storniert wurde. Von da an ging es Schlag auf Schlag. Die beiden GFs bekriegten sich bis aufs Blut, in der Hoffnung, die Leitung zu übernehmen. Kunden stornierten Aufträge aus Angst vor einer Insolvenz unserer Firma. Lieferanten betrogen uns, indem sie trotz erfolgter Anzahlungen einfach nicht mehr lieferten. Mitarbeiter fingen mich morgens am Firmeneingang ab, um mir vor angeblichen Versprechen meiner Mutter zu erzählen, Sekretärinnen hatten plötzlich deutlich kürzere Röcke und deutlich kessere Augenaufschläge, Banken verlangten vorzeitige Tilgungen, usw usw. Ich war vollkommen überfordert und hatte absolut niemandem, der mich auffing. Mein Vater verarbeitete seine Trauer allein und setzte sich 4 Wochen später an sie Westküste der USA ab, wo er zuerst eine Gastprofessur übernahm und seitdem dort lebt. Er hat nicht ein einziges Mal mehr deutschen Boden betreten. Ab und zu telefonieren wir miteinanden. Inzwischen hat er wieder geheiratet und es geht im seelisch und gesundheitlich recht gut. Aber auch heute finden wir keinen Draht zueinander. Eine Freundin als Stütze zu dieser Zeit hatte ich nicht, also wohnte ich alleine in dem riesigen Haus, das um mich herum verwahrloste und schleppte mich morgens in die Firma, um den täglichen Feuersturm über mich ergehen zu lassen.
Meine Rettung kam in Gestalt unserer Finanz-Chefin daher, einer alten Vertrauten und guten Freundin meiner Mutter. Die nahm mich beiseite und machte mir klar, dass ich entweder mit 30 unter der Erde liege und eine insolvente Firma der Allgemeinheit hinterlasse oder die Firma verkaufe und mein Leben lebe. Sie würde mir dringendsn zum letzteren raten. Also arbeiteten wir einen Cash-Out Plan aus und nach einem halb Jahr hatten wir die Firma an eine Investorengruppe verscherbelt. Wahrscheinlich weit unter dem eigentlichen Wert, aber die Firma und ich haben überlebt und heute, 15 Jahre später, geht es ihr besser denn je zuvor. Ich verkaufte in Absprache mit meinem Vater mein Elternhaus, zog nach München und stürzte mich wie befreit ins Stundenleben und auf meine akademische Ausbildung.

Meine Frau kommt aus gut- bis kleinbürgerlichen Verhältnissen aus dem hohen Norden der Republik. Das was ich an elterlicher Fürsorge zu wenig hatte, hatte sie zuviel. Gutbehütet wäre bei weitem übertrieben. Ihren ersten Kuss hatte sie mit 17 auf ihrem Abi-Ball, ihren ersten Freund mit 19. Der harmlose Kuss gab ein elterliches Drama, als wäre sie schwanger geworden. Akademisch war meine FRau schon immer ein Überflieger, ihr Abi hatte sie mit 17 in der Tasche, genau wie ein Stipendium der Studienstiftung. In ihrer Freizeit machte sie Leichtathletik, primär Mittel-/Langstrecke. Partys, Ausgehen mit Freundinnen usw war streng reglementiert und stets mit moralischen Ermahnungskeulen versehen. Sie begann direkt im Anschluss an die Schule in Hamburg zu studieren, ihre Eltern verlangten aber, dass sie weiter zuhause wohnen blieb. Bei einem über 60-minütigen Anfahrtsweg war an ein Studentenleben nicht zu denken. An der Uni kam sie sich vor wie Freiwild. Die Kombination groß, sportlich und blond schien bei einigen Kommilitonen die Hormone außer Tritt zu bringen, sie wich aber eisern allen Annäherungsversuchen aus. Irgendwann war es aber dann doch soweit und sie ließ sich auf einen der anderen Studenten ein. Nach einer ewig langen Dating-Phase wurden sie dann ein Paar. Das ganze ging aber nur 3 Monate, dann hat er mit ihr Schluss gemacht und ihr dabei mitgeteilt, dass eine Gummipuppe besser f...n würde als sie und sie höchstens als Vorzeigepuppe zu gebrauchen wäre. Daraufhin gingen bei ihr alle Schranken runter. Keine Dates, keine Partys, nix, nadda. Nur Studium. Einmal versuchte ein Besoffener auf dem Heimweg von der Uni zu begrapschen und in ein Gebüsch zu ziehen. Sie schrie und schlug so lange um sich, bis zwei Passanten die beiden auseinanderzogen.
Sie zog Bachelor plus Master in guten 4 Jahren durch und wechselte dann für ihre Promotion an die TUM... zum selben Doktorvater, den ich auch hatte. Dort haben wir uns dann kennengelernt und zusammen gearbeitet.

Sie kam mit Vorschusslorbeeren und als jüngste Doktorandin am Institut an. Innerhalb kurzer Zeit hatte sie den Spitznamen "Eiskönigin" weg. Sie ging auf keinen Flirt ein, sondern ignorierte jeden auch noch kleinen Annäherungsversuch. Man sah sie nur im Institut, nie in einer der Kneipen oder sonstwo. Sie tauchte auf, machte ihre Projekt- oder Lehraufaufgaben und verschwand mehr oder weniger wortlos. Am Institut gab es schon Wetten, wem es wohl gelingen würde, sie flachzulegen. Es wurde gemutmaßt sie sei gleichgeschlechtlich, sie hätte Asperger, wäre a-6uell. Meistens wurde sie aber als arrogante Zicke bezeichnet, die sich für was besseres halten würde. Unsere erste nähere Begegnung ergab sich in einem Projekt, für das wir beide an unserem ersten gemeinsamen Paper arbeiteten. Ich versuchte erst gar nicht, eine Beziehung über das rein akademische aufzubauen... ich hatte keine Lust mit ihr 3 Monate in eisigem Schweigen zusammenzuarbeiten. Lustigerweise interpretierte sie mein Verhalten völlig falsch, sie dachte ich sei gleichgeschlechtlich weil ich keinerlei Interesse an ihr zeigte und ging recht unverkrampft mit mir um. Und so arbeiteten wir am Institut 3 Monaten super zusammen, ergänzten uns nahezu perfekt und verstanden uns gut. Eigentlich wie zwei Freunde... die Eiskönigin und ihr gleichgeschlechtlich Freund. Da wir kein Wort über Privates sprachen, bekam sie auch nicht mit, dass ich während dieser 3 Monate 2 Freundinnen hatte.
Je näher der Abschluss der Promotion rückte, desto näher kamen wir uns. Akademisch und intellektuell hatten wir uns bereits super ergänzt und irgendwann kamen wir uns auch menschlich näher. Nach vielen gemeinsamen Arbeitsstunden schüttete sie mir ihr Herz aus und erzählte mir ihre Lebensgeschichte und ich ihr die meinige. Und irgendwann gab es dann tatsächlich ein erstes Date. Ich hätte nicht gewagt, sie danach zu fragen, also tat sie es. Nach sage und schreiben einem Jahr Zusammenarbeit gingen wir das erste mal zusammen ins Kino und danach in eine Bar und tranken gemeinsam einen auf uns als Super-Team. Es dauerte noch mal fast 3 Monaten, bis wir schließlich im Bett landeten... und ja, ich konnte die gehässige Aussage ihres ersten und einzigen Freundes nachvollziehen, aber bis auf den eher freudlosen Akt schwangen wir inzwischen in allen Lebenbereichen auf einer Wellenlänge. Für mich war klar, dass sie die Frau meines Lebens wäre. Sie wollte unsere Beziehung geheimhalten, bis wir nicht mehr am Institut waren, aber unsere Beziehung sprach sich herum wie ein Lauffeuer. Und ich muss zugeben, meinem Ego taten die Blicke der anderen mehr als gut. Ich bin eine Zeitlang eher über die Flure geschwebt als gelaufen. Da habe ich das erste mal das brutal gute Gefühl gehabt, den gut Porsche in MEINER Garage geparkt zu haben.
Wir haben dann zeitglich promoviert, sie mit 2 Jahre kürzerer Promotionsdauer und natürlich summa . laude, ich nur (?) / immerhin (?) mcl. Kurz zuvor haben wir noch geheiratet. Wir waren uns beiden klar, dass wir unbedingt Kinder wollten und meine Frau hast noch am Tag ihrer Verteidigung die Pille abgesetzt. Es hat dann eine Weile gedauert, bis es mit dem Ersten geklappt hat, aber es hat geklappt. Ich hätte gerne 3 Kinder, meine Frau nach nach dem zweiten den SChlussstrich gezogen.
Alles weitere habe ich im Ausgangspost beschrieben.

x 1 #5298


R
Zitat von Lotte08:
Sagt die, die seit Jahren eine heimliche Affäre mit einem Familienvater führt?

Ja, sagt die. Denn genau aus dem Grund kenne ich die Argumentationslinien sehr gut.

Zum einen geht es bei mir nicht nur um Sex und Eroberung, sonst hätte ich mich darauf nicht eingelassen.
Es war keine geplante Sache und sie hat mir viel Kummer beschert.
In Summe macht es die Affäre aber nicht moralischer.
Zum anderen versuche ich niemandem zu erzählen, dass das schon irgendwie vertretbar ist und kein Problem.
Ich weiß, dass es falsch und unmoralisch ist, was ich tue, und habe viel versucht, diese Geschichte zu beenden, denn ich habe ein Problem damit.

#5299


S
Ich hab schon oft gedacht, hier ist Künstliche Intelligenz am Werk. Oder Carlos ist die Figur eines Drehbuchautors, der hier seinen Plot optimieren möchte.

Falls nicht, gebührt Carlos mein Respekt. Die Menge an Beiträgen, die er hier verfasst, mit gekonnter Wortwahl immer wieder auf den Punkt... Das unermüdliche Eingehen auf das immer gleiche Bashing... Wie er uns an seinem Leben teilhaben lässt ... Wie er immer wieder sich und seine Frau der Meute zum Fraß vorwirft und dabei sein Denken und Tun bis aufs "Messer" verteidigt...
Und das über einen so langen Zeitraum....
Ja, wirklich, wenn Carlos wirklich dahinter steckt, dann von mir Respekt und Anerkennung. Und auch Danke für spannende Einblicke und die etwas andere Sicht auf die Dinge.

x 8 #5300


6rama9
Zitat von Renama:
Ich weiß, dass es falsch und unmoralisch ist, was ich tue, und habe viel versucht, diese Geschichte zu beenden, denn ich habe ein Problem damit.

Eine 10-Jahres Affäre kann man an 3650 Tagen beenden. Das ist nun wahrlich eine Frage des Wollens. Im übrigen finde ich persönlich rein sexuelle Affären die ethisch weit weniger problematischen. Aber ich weiß, dass die meist weibliche Fraktion der "Man-kann-sich-gegen-Gefühle-doch-nicht-wehren" das anders sieht. Ich bin übrigens auch der Überzeugung, dass rein sexuelle Affäre ganz selten dazu führen, dass gebrochene Menschen zurückbleiben. Das passiert immer erst dann, wenn die Kontrolle über die Gefühlswelt abhanden kommt.

Insofern: Ethisch finde ich die Jamaika-Absichten des TE grenzwertig. Eine 10-Jahres Affäre mit einem verheirateten Mann dagegen inakzeptabel.

x 4 #5301


R
Zitat von 6rama9:
Eine 10-Jahres Affäre kann man an 3650 Tagen beenden.

Ich weiß nicht, was "man" so kann.
Ich habe in der Zeit eine Therapie über viele Monate durchlaufen und mir aktuell erneut professionelle Unterstützung ins Boot geholt.

Das ist in diesem Strang dann auch meine letzte Einlassung zu meiner Geschichte, sie gehört nicht hierher.

Zitat von 6rama9:
dass rein sexuelle Affäre ganz selten dazu führen, dass gebrochene Menschen zurückbleiben

Das Ergebnis rechtfertigt die Handlung dennoch nicht.
Auch wenn es der Dame damit blendend geht, bleibt es falsch ihrem Ehemann gegenüber.
Das Nachlesen in den entsprechenden Strängen und der Blick auf die Geschichte von Carlos Frau zeigt überdies, dass es selten bei rein sexuellen Affären bleibt.
Bei einer Frau ohne Anschluss, die sich einsam fühlt wird es m.E. umso unwahrscheinlicher.
Kontrolle über sein Gefühlsleben kann ich persönlich auch dem TE als männlichem Part hier im Strang auch nicht attestieren.

x 2 #5302


Nephilim
Zitat von 6rama9:
Ich bin übrigens auch der Überzeugung, dass rein sexuelle Affäre ganz selten dazu führen, dass gebrochene Menschen zurückbleiben. Das passiert immer erst dann, wenn die Kontrolle über die Gefühlswelt abhanden kommt.

Das siehst du sehr gut an Carlos Beispiel, wenn es rein sexuell wäre, dann hätte er die ganzen Probleme nicht... aber das ist es nicht und es ist tatsächlich die Kontrolle über die Gefühlswelt abhanden gekommen, zumindest bei seiner Frau und nun haben wir die Probleme...

x 6 #5303


R
@carlos7
Es ist ja nett, dass du uns so viel über dich und deine Familie erzählst, aber hast du nicht den Eindruck, dass diese Infos in einem öffentlichen Forum sehr weit in die Privatsphäre deiner Frau und deiner Kinder eingreifen, wenn du hier detailliert Alltagsabläufe und deine sowie ihre Biographie inklusive Nennung von Orten etc. schilderst?

Weiß deine Frau, dass du hier schreibst?
Wie würde sie deiner Meinung nach reagieren, wenn sie zufällig darauf stieße - weil sie z.B. Liebeskummer wegen des anderen Mannes bekäme?

x 2 #5304


paulaner
Ich frage nochmal nach:
Zitat von carlos7:
Es hilft mir, Angst vor möglicher Irrationaliät Nahestehender zu nehmen.

Was meinst du damit?
Emotionale Verhaltensweisen?

x 1 #5305


T
Zitat von 6rama9:
Hab es gefunden:

Okay, dann habe ich mich wohl geirrt. Nichtsdestotrotz bleibe ich bei der Meinung, dass „überdurchschnittliche“ Menschen (bitte hier nichts falsch verstehen), sehr, sehr selten darüber reden, in welchen Bereichen sie über allen Zweifel erhaben sind. Bzw. um es besser auszudrücken: ich kenne niemanden, der mit seiner Intelligenz so dermaßen hausieren geht oder nur Menschen mit eben gleichem IQ im Umfeld erlauben und sich mit „niederem“ nie abgeben würden. Mag aber bei anderen natürlich wieder anders sein. Da möchte ich mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen 😄

x 2 #5306


L
Zitat von Renama:
Ich weiß, dass es falsch und unmoralisch ist, was ich tue, und habe viel versucht, diese Geschichte zu beenden, denn ich habe ein Problem damit.

Entschuldigung, ich wusste nicht, dass bei Dir alles gaaaaaaaanz anders ist.

x 1 #5307


DieSeherin
Zitat von Lotte08:
Entschuldigung, ich wusste nicht, dass bei Dir alles gaaaaaaaanz anders ist.


ach, ich finde schon, dass @Renama gut trennt! dass sie weiß, dass sie in ihrem eigenen thema nicht richtig/gut/moralisch handelt. aber ich sage auch jedem, der raucht, wie sch. das ist, obwohl ich selber rauche - gerade weil ich aus erfahrung spreche!

x 1 #5308


L
Zitat von DieSeherin:
ach, ich finde schon, dass gut trennt! dass sie weiß, dass sie in ihrem eigenen thema nicht richtig/gut/moralisch handelt. aber ich sage auch jedem, der raucht, wie sch. das ist, obwohl ich selber rauche - gerade weil ich aus erfahrung spreche!

Ich finde, wer anderen Moral und Ethik predigt, sollte zuerst mal vor seiner eigenen Türe kehren. Aber das ist nur meine bescheidene Meinung.

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DieSeherin
Zitat von Lotte08:
Ich finde, wer anderen Moral und Ethik predigt, sollte zuerst mal vor seiner eigenen Türe kehren.

naja, es ist aber ein unterschied, ob man seine erfahrungen teil, oder predigt. ich war ja auch betrügerin, wurde betrogen... und wenn ich sage, dass ich etwas ethisch sehr bedenklich finde, dann versuche ich nicht, damit meine eigenen "verfehlungen" kleinzureden.

#5310


A


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