Zitat von carlos7:Meine Frau ist in Bezug auf Risikoabschätzungen und Wahrscheinlichkeiten schon berufsbedingt extrem rational. Ich glaube sie überlegt schon sehr genau, wo und was sie mit ihm macht. Klar ist es für sie ein Balance-Akt, aber ich habe keine Bedenken bei ihr, dass sie genau das richtige Maß an Diskretion wahren ...
Da ihr beiden ja darauf bedacht seid - der Ruf einer Frau ist ja leider bei dem gleichen Tatbestand immer
noch anders - wird sie sicher darauf achten. Das eigentliche Problem ist, dass in einem solchen Balance-Akt
zwar das eigene Verhalten steuerbar ist, aber nicht das Verhalten von Beteiligten oder Freundes- und
Bekanntenkreis des Schreiners, von denen die davon wissen, den Nachbarn vom Schreiner, dem dann
einsetzenden Getuschel, oder von denen die in der Öffentlichkeit das sehen und breitschlagen. Das einmal
ins Rollen gebracht, lässt sich so etwas nicht mehr stoppen. Nichts muss eintreten, aber zu glauben, das
wäre nur ein beherrschbarer Balance-Akt?
Für mich erschließt sich daher immer noch nicht, warum in einem Test - der ja für eine Entscheidungsfindung
angelegt ist - bereits Fakten geschaffen werden. Um herauszufinden - das war ja für dich der Hauptgrund
für den Test - ob ein solches Beziehungsmodell für dich gut und lebbar ist - ist das jedenfalls nicht relevant.
Was ich nicht verstehe, warum wird bereits ein solches Risiko eingegangen, zumal ja erst nach 10 Wochen
Bilanz und damit auch Entscheidungen, ob und wenn ja innerhalb welcher Regeln eine Beziehungsform zu-
künftig gelebt werden soll, getroffen werden.sollten. Klar, sie durfte lt. Vereinbarung, ihre Zweitbeziehung ja
so gestalten wie sie das möchte und hat dich darüber informiert. Dennoch, bereits solche Fakten, trotz nicht
wegzudiskutieren - die immer vermieden werden sollten - Risiken, schaffen, macht man in einem Test eigent-
lich nur um bereits ein return kaum noch möglich zu machen. Ich kann mir das nicht erklären. Es wäre schön,
wenn du mir das erklären könntest.
Bereits Likos24 hat die richtigen Fragen gestellt. Ich sehe mit Sorge, du stehst nicht für dich ein und nickst
bei ihr alles ab und lasst dich genau dahin bringen, wo sie dich hin haben will - von Außen sehr gut und ein-
deutig erkennbar - dass du letztlich nicht nur emotional auf der Strecke bleibst.
Wie ihr eure Ehe leben wollt, müsst ihr beiden selbst und einvernehmlich entscheiden. Sich für den LP
verbiegen, auszuhalten oder etwas leben zu müssen, was man eigentlich nicht möchte, ist eindeutig das
Gegenteil von Liebe. Deine EF hat dir das bereits indirekt gesagt. Meins wäre das alles nicht und ich muss
auch damit nicht leben. Jeder ist seines Glückes Schmied. Wenn du glücklich damit bist, wie es ist und es
das ist, was du möchtest, ist doch alles in Butter.
Nochmals, ich wünsche dir und deiner EF mit den Kindern einen sehr schönen Urlaub.