Alduin
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Zitat von carlos7:Was, wenn ich ihn unsympathisch finde? Was, wenn ich ihn saudoof finde? Was, wenn ich ihn primitiv und prollig finde? Was, wenn er rechtes Gedankengut pflegt? In all den Fällen kann ich einer Beziehung meiner Frau zu ihm nicht mehr zustimmen. Mir würde es den Magen umdrehen, wenn sie Pärchen-Zeit mit einem Menschen verbringen würde, den ich nicht leiden kann oder der unseren gemeinsamen Wertvorstellungen zuwider läuft.
Was, wenn er Konkurrenz empfindet? Was, wenn er sich aufspielen würde? Was wenn er Besitzansprüche andeuten würde? Dann würden Aspekte reinkommen, der bisher nicht vorhanden sind und alles sehr mühsam machen würde.
Was, wenn er viel weniger attraktiv als gedacht ist? Was, wenn er unangenehm riecht? Was, wenn er nur durchschnittlich wäre?
Im Endeffekt habe ich Angst davor, dass er den vielleicht idealisierten Vorstellungen nicht entspricht und ich feststelle, dass meine Frau auf einen 08/15 Typen abgefahren ist oder noch schlimmer jemanden, vor dem ich keine Achtung habe? Das würde ich extrem schwer verkraften und dann wäre unser Beziehungskonstrukt belastet und wahrscheinlich für mich nicht mehr tragbar.
Ich habe meiner Frau meine Bedenken schon mitgeteilt, sie ist sich aber absolut sicher, dass ich ihn mögen würde. Und falls nicht, wäre es besser, das jetzt schon festzustellen und zu reagieren, als in einem halben Jahr. Trotzdem, ich habe große Bauchschmerzen und fühle mich und unsere Beziehung nicht ausreichend gefestigt für ein Treffen. Das geplante Treffen würde übrigens ohne sie stattfinden. Weder der Schreiner noch ich wollten sie dabeihaben. Er will sie wahrscheinlich nicht händchenhaltend mit mir ankommen sehen und ich will keine Pärchen-Gesten zwischen den beiden sehen.
Interessant, deine Gedanken gehen in eine ganz andere Richtung, als ich jetzt vermuten würde.
Ist es tatsächlich so wichtig, dass der Schreiner auch "deinem Geschmack" entspricht? Immerhin steigst ja nicht du mit ihm ins Bett (noch nicht).
Was die Besitzansprüche angeht: Die hat er doch schon, bis zu einem gewissen Grad. In eurer Dreiecksbeziehung ist er zwar der schwächste Part, ihn übergehen kannst du aber eh nicht mehr.