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Beste Beziehungsform finden offen / geschlossen?

paulaner
Zitat von thegirlnextdoor:
Die Jamaicanerin ist für ihre Ehe verantwortlich... und niemand sonst.

Soweit ja...aber es gehören bei solchen Sachen doch immer zwei dazu, oder?
Wenn jemand z.B. bewusst eine Affäre mit jemand gebundenem eingeht, sind das doch zwei Menschen, die die Entscheidung treffen, und nicht nur einer, oder?
Man könnte ja auch Nein sagen, "weil du gebunden bist".
Das nennt man aus meiner Sicht Mitverantwortung.
Und diese Mitverantwortung hat Carlos nun mal.

Nochmal das Beispiel "betrunken am Steuer": wenn ich mitfahre, obwohl ich weiß der Fahrer ist betrunken, dann liegt die Verantwortung doch auch bei mir und nicht nur beim Fahrer.

x 2 #6811


alleswirdbesser
Zitat von thegirlnextdoor:
Ich persönlich stehe zu meinen Handlungen, trage selbst die Verantwortung und die Konsequenzen. Deswegen führe ich auch keine Affäre - meine Entscheidung.

Eben, und deswegen würde ich als Single auch keine Affäre eingehen. Angebote hatte ich, aber das war es mir nie wert, da neben einem Affärenführer noch weitere Menschen betroffen sind, auch aus Selbstschutz.

Einer war tatsächlich so interessiert, dass er über die Trennung nachdenken wollte. Ich sagte wenn überhaupt, könne er sich ein halbes Jahr danach melden. Er meldete sich, aber von der Trennung war natürlich keine Rede. Also wurde nichts daraus. Ganz egal wie nett wir anfangs miteinander geschrieben haben, da wusste ich noch nicht, dass er verheiratet ist. Man kann sehr wohl eine Bremse ziehen solange es nicht zu spät ist.

Gehe ich bewusst eine Affäre ein, bin ich mitverantwortlich. Meine Meinung.

x 5 #6812


A


Beste Beziehungsform finden offen / geschlossen?

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T
Evtl. hier auch noch zu bedenken...
Carlos Objekt der Begierde ist kein "armes Hascherl". Sie ist keine unglückliche, in ärmlichen Umständen lebende alleinerziehende Mutter oder schwache Frau mit kleinen Kindern, die einen gewalttätigen Ehemann zu Hause hat, der Carlos irgendwelche "Heilsversprechen" gegeben hätte oder sie emotional ausbeuten würde.
Die Jamaicanerin ist eine Frau von Welt (nach Carlos Aussage), eine selbstbewusste Akademikerin, die "jeden Mann haben könnte", und die wohl aus Langeweile ihre Spielchen spielen wird - genau wie Carlos.

Verwerflicher fände ich persönlich es tatsächlich, wenn er sich ein armes Frauchen gesucht hätte, das schlecht mit seinem Leben zurecht kommt und sich nach einer starken männlichen Schulter und einem Beschützer sehnen würde... dort falsche Hoffnungen zu wecken... so etwas ist ganz übel. (Kannte leider im realen Leben einen solchen Fall... das war schlimm für die Frau, als sich nach vielen Jahren die Süßholzraspelei als falsche Versprechungen erwiesen... sie fiel seelisch in ein ganz tiefes Loch.)

Aber hier - wie gesagt... Frau von Welt, die "jeden" haben kann... ich vermute stark, das ist von der Mentalität und Einstellung her genau Carlos Kragenweite... die Frau wird schon "wissen" was sie tun. (Oder auch nicht, aber meine Vermutung angesichts der bisherigen Schilderung ist auch, dass es ihr dann eher egal wäre.)

x 3 #6813


T
@alleswirdbesser sehe ich ganz genauso wie du. Man kann eine Bremse ziehen - und wenn nicht, dann hat man es eben nicht getan, weil man es selbst nicht wollte und anders entschieden hat.
Dazu stehen, und gut ist.

x 1 #6814


T
Zitat von paulaner:
Nochmal das Beispiel "betrunken am Steuer": wenn ich mitfahre, obwohl ich weiß der Fahrer ist betrunken, dann liegt die Verantwortung doch auch bei mir und nicht nur beim Fahrer.

Ich denke du setzt diese Analogie falsch.
Der Betrunkene ist Carlos - und die Mitfahrerin die Jamaicanerin.
Ich würde mich NIEMALS zu jemand betrunkenem ins Auto setzen. Mein Leben - meine Verantwortung.
Wenn ich tot bin nützt es mir 0,0 ob der andere eine Mitschuld, Teilschuld oder Hauptschuld hatte.

Wenn ich mich zu jemand betrunkenem ins Auto setze ist es meine Entscheidung und ich muss die Konsequenzen tragen. Wie auch immer es ausgeht.

Und nochmal... ich habe meinen Mann zur Hochzeit ein Versprechen gegeben.
In wessen Verantwortung liegt es, das zu halten? In meiner? Oder in der von Dritten, vierten, fünften, sechsten...?

x 1 #6815


paulaner
Zitat von thegirlnextdoor:
Ich denke du setzt diese Analogie falsch.
Der Betrunkene ist Carlos - und die Mitfahrerin die Jamaicanerin.

Nöö, geht auch andersrum.
Zitat von thegirlnextdoor:
Ich würde mich NIEMALS zu jemand betrunkenem ins Auto setzen. Mein Leben - meine Verantwortung.

Eben.
Wenn zwei Leute Mist bauen, ist nie einer allein verantwortlich.

#6816


T
Zitat von paulaner:
Wenn zwei Leute Mist bauen, ist nie einer allein verantwortlich.

Doch. Jeder für sein eigenes Leben. Es gibt in diesem Sinne kein "zusammen".
Wenn ich mit jemandem über eine Brücke gehe und der springt - und sagt "Ach komm doch mit" - muss ich das dann auch tun?
Nö. Wirklich nicht.
Schon traurig die Einstellung, immer bei anderen Mitverantwortung für das eigene Handeln und Fehlverhalten zu suchen.
Jeder ist für seine Handlungen und Entscheidungen selbst verantwortlich.

x 3 #6817


paulaner
Zitat von thegirlnextdoor:
In wessen Verantwortung liegt es, das zu halten? In meiner? Oder in der von Dritten, vierten, fünften, sechsten...?

Nochmal...ja, in deiner.
Aber...ohne Carlos und seinem Plan gäbe es die Entscheidung ja oder nein doch gar nicht.
Insofern ist er beteiligt und damit letztendlich auch mit verantwortlich.

x 3 #6818


paulaner
Zitat von thegirlnextdoor:
Wenn ich mit jemandem über eine Brücke gehe und der springt - und sagt "Ach komm doch mit" - muss ich das dann auch tun?

Das Beispiel hinkt aber mehr als meins 😉

#6819


paulaner
Zitat von paulaner:
Wenn zwei Leute Mist bauen, ist nie einer allein verantwortlich.

Ich ändere: wenn zwei Leute zusammen Mist bauen...

#6820


T
Zitat von paulaner:
Wenn zwei Leute Mist bauen,

Die Voraussetzung dafür ist ja übrigens genau die - dass jemand für sich entsprechend entschieden hat.
Wenn ich mich zu einem betrunkenen ins Auto setze, habe ich ja auch eine dumme/schlechte Entscheidung getroffen. Klar bin ich dann dafür auch verantwortlich.

Frage: Was nützt es mir am Ende, einen anderen für das Scheitern meiner Ehe (durch Betrug durch mich) verantwortlich zu machen?
Sie wird trotzdem kaputt sein.
Man kann andere ja beschuldigen soviel man möchte: allein nützen wird es einem nichts.
Außenstehende, die rational denken, haben auch bestenfalls Mitleid dafür übrig.

Wir haben eine sehr eklige Trennung mitbekommen - habe ich hier schon öfter erwähnt.
Der Mann betrog seine Frau, servierte sie und ihre gemeinsamen kleinen Kinder böse ab.

Wenn der heute ankäme und sagen würde "oh, die böse xy hat meine Ehe zerstört...!"

Sorry - da hätten wir nur ein müdes Lächeln dafür übrig. War seine Entscheidung, und seine allein.

x 1 #6821


T
Zitat von paulaner:
Ich ändere: wenn zwei Leute zusammen Mist bauen...

Das ändert am Sachverhalt aber überhaupt gar nichts.
Die Jamaicanerin ist mit ihrem Mann verheiratet und hat ihm Treue geschworen. Nicht Carlos.

Mal Hand aufs Herz?
Gibst du dem Chef deiner Frau wirklich eine Mitschuld an ihrer Affäre?
Falls ja, erübrigt sich hier sicherlich jede weitere Diskussion....

x 1 #6822


T
Zitat von paulaner:
Nochmal...ja, in deiner.
Aber...ohne Carlos und seinem Plan gäbe es die Entscheidung ja oder nein doch gar nicht.
Insofern ist er beteiligt und damit letztendlich auch mit verantwortlich

Sehe ich überhaupt nicht so. Entscheiden muss man sich im Leben nonstop. Man kann doch deswegen nicht alles und jeden für alles mitverantwortlich machen. 🤔
Es ist doch kein anderer dafür verantwortlich, welche Entscheidung ich treffe!

x 1 #6823


R
Zitat von thegirlnextdoor:
Jeder ist für seine Handlungen und Entscheidungen selbst verantwortlich.

Richtig.
Wenn du siehst, wie eine Kollegin in die Kasse greift, ist es deine Verantwortung und Entscheidung, ob du sie ansprichst oder es meldest oder oder... wenn du nichts sagst, ist es aber deine Entscheidung dieses Fehlverhalten zu decken und weiterhin möglich zu machen.
Wenn du den Betrunkenen nicht ansprichst und der fährt immer wieder angeschickert, ok - deine Entscheidung. Aber du ermöglichst dadurch eine Fortsetzung dieses Verhaltens und weißt, dass es mit jedem Mal wahrscheinlicher wird, dass es schief geht.

Wenn die Ehe in die Brüche geht, ist das nicht Carlos' Schuld.
Aber es ist seine Verantwortung, dass durch sein Handeln diese Möglichkeit und das Verhalten gezeigt/fortgesetzt wurde.

Kann man alles anders sehen.
Ich sehe es so.

x 1 #6824


R
Zitat von thegirlnextdoor:
Jeder ist für seine Handlungen und Entscheidungen selbst verantwortlich.

Richtig.
Wenn du siehst, wie eine Kollegin in die Kasse greift, ist es deine Verantwortung und Entscheidung, ob du sie ansprichst oder es meldest oder oder... wenn du nichts sagst, ist es aber deine Entscheidung dieses Fehlverhalten zu decken und weiterhin möglich zu machen.
Wenn du den Betrunkenen nicht ansprichst und der fährt immer wieder angeschickert, ok - deine Entscheidung. Aber du ermöglichst dadurch eine Fortsetzung dieses Verhaltens und weißt, dass es mit jedem Mal wahrscheinlicher wird, dass es schief geht und wenn man nicht ganz abgestumpft ist, wird man sich im Falle eines Unfalls vermutlich doch schlecht fühlen, weil man weiß, dass man zwar nicht selbst am Steuer saß, aber dennoch etwas unterlassen hat was richtig gewesen wäre.

Wenn die Ehe in die Brüche geht, ist das nicht Carlos' Schuld.
Aber es ist seine Verantwortung, dass durch sein Handeln diese Möglichkeit und das Verhalten gezeigt/fortgesetzt wurde.

Kann man alles anders sehen.
Ich sehe es so.

x 1 #6825


A


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