Zitat von paulaner: Vor Gericht sagt er dann, dass die Verantwortung allein bei mir liegt, weil ich ja hätte Nein sagen können.
Aber so ist es doch auch?
Wenn du ja sagst = deine Entscheidung - logischerweise musst du dann auch die Konsequenzen für dein Handeln tragen..?
Wer sollte das anders sehen?
Denkst du du wirst frei gesprochen, wenn du irgendwo einbrichst, nur weil ein anderer dich dazu angestiftet hat?
🤔 Also - sobald einen jemand zu etwas überredet/anstiftet ist man automatisch vermindert schuldfähig/nicht mehr selbst für sein Handeln verantwortlich?
Sehe ich nicht so. Und möchte auch nicht mit jemandem verheiratet sein, der das so sieht. Ist ja ein guter Freibrief für Affären.
Ja blöd.. man konnte einfach nicht anders... der andere war doch so charmant......
Zitat von paulaner: Ja, das tue ich. Eben weil er wusste, dass sie vergeben ist und mich kannte.
Ok, dass du ihm das übel nimmst, kann ich verstehen, wenn ihr euch kanntet.
Dass du ihm Schuld an der Affäre gibst... ok, das sehen wir einfach unterschiedlich. Würde mein Mann mich betrügen, wäre ich natürlich im ersten Moment sauer auf ihn und die Affäre, die Schuld/Verantwortung für den Betrug würde ich aber allein bei meinem Mann suchen. (Die Verantwortung/Schuld für eine eventuelle Schieflage in der Beziehung dann wieder bei uns beiden - was für mich aber auch keinen Betrug "rechtfertigt".)
Zitat von paulaner: Warum? Ist das Diskutieren nicht Sinn dieses Forums?
Doch, sicher.
Ich meinte nur, dass es am Thema vorbeigeht, weil Carlos tun wird was er tun will. Auch wenn wir noch dreihundert Seiten darüber diskutieren.
Letzten Endes steige ich ebenfalls aus dieser Diskussion aus - ich habe noch nie betrogen und habe es auch nicht vor, sollte ich es aber doch einmal tun, werde ich ganz sicher niemand anderem die Schuld daran geben.
Es ist schön für andere, wenn sie ihr Gewissen so erleichtern können oder ihren Partner als Opfer inszenieren können, mir liegt diese Art von Selbstbetrug nicht. Wurde da vielleicht einfach härter erzogen - ich hatte nie jemanden, der die Schuld für mein Handeln auf sich genommen hätte/dem ich die Konsequenzen meines Handelns hätte aufbürden können. Sehe es daher kritisch, andere zum Sündenbock für eigene Schwächen/Entscheidungen zu machen.