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C
Heute abend bin ich über zwei Stunden alleine im Dunkeln spazieren gegangen und habe versucht rational zu verstehen, warum ich mich so schockverliebt hatte. Solange ich das nicht greifen und benennen kann, bekomme ich die Jamaikanerin nicht aus meinem Kopf und meinem Herz. Und solange sie in beidem sitzt, ist meine Frau ein Störfaktor, der mich unwohl macht.

Ich glaube natürlich nicht an so Unsinn wie Seelenverwandtschaft oder ähnliches. Nicht die Jamaikanerin ist der eigentliche Grund für diesen Hormonsturm, sondern etwas in mir, das durch sie getriggert wurde und in mir einen kompletten Kontrollverlust verursacht hat. Ich glaube jetzt zu verstehen, was die Trigger waren.

1. Die Jamaikanerin ist zu 100% mein Typ Traumfrau auf den ich abfahre. Objektiv gesehen wird für viele meine Frau alterskorrigiert ähnlich attraktiv sein. Aber ich stand schon immer auf lange dunkle Locken, auf dunklen Teint (und weiß jetzt, dass schwarz wohl meine absolute Lieblingsfarbe ist). Optisch, figürlich, von der ero. Ausstrahlung, von ihren Bewegungen, von allem ist sie die eine von allen. Die 11 von 10. Mein Kryptonit. Die blauste aller blauen Pille. Im Endeffekt ist mir das klar geworden, als ich sie das erste mal auf dem Bolzplatz gesehen habe. Und meine Frau kennt meinen Geschmack nur zu gut, daher auch ihre Reaktion als ich ihr das Bild zeigte. Sie wusste es direkt, ich unterbewusst: Die Jamaikanerin ist meine Traumfrau der Traumfrauen. Das Wissen hilft mir sehr, denn mir ist klar, dass der Halo-Effekt alles negative überstrahlt hat: Ihre mir komplett fremden Werte wie Frömmigkeit, ihre Illoyalität, ihr fehlender akademischer Ehrgeiz, usw.

2. Sie hat mit ihrer Lebensgeschichte einen Nerv getroffen, der bei mir vielleicht mal professionellen Coachings bedarf. @meineMeinung hat mich oben ja als durchgeknallt hingestellt und es könnte schon was dran sein. Ich habe einen unglaublichen Drang, die Rolle des Helden einzunehmen. Ich weiß nicht, ob sich das durch die Öffnung der Ehe oder die Nebenbeziehung verstärkt hat, denn wenn ich mich zurückerinnere hatte ich solche Anwandlungen auch schon als Jugendlicher oder junger Erwachsener, sogar schon als Kind. Aber nicht in dieser Form. Die Vorstellung, dass ich für die Jamaikanerin die beruflichen TÜren in jeder Art aufstoße, dass ich sie zu bisher unerreichbaren Höhen führe, hat mich ungeheuer angefixt. So sehr, dass es in mir einen 6uellen Kick erzeugt hat. Das ist irgendwie verbunden, mit diesem Dominanz- und Macht-Ding, nur verstehe ich den Zusammenhang nicht ganz. Vielleicht ist es so eine Art Macht über ihre Zukunft zu haben, die Tatsache zu schaffen, dass nur ich ihren Erfolg ermögliche. Es ist auf jeden Fall etwas, das jenseits der Norm ist und sich irgendwie trotz aller Begeisterung und Erregung ungesund anfühlt. Falsch. Erschwerend kam bei der Jamaikanerin noch hinzu, dass ich nach wie vor der Meinung bin, ich habe bei meiner Frau versagt. Hätte ich ihre Karriere gefördert, wäre sie heute vielleicht Professorin oder Forscherin von Weltruhm. Naja, eventuell fühlte ich unterbewusst den Drang, mein vermeintliches Versagen bei meiner Frau durch die Jamaikanerin zu kompensieren. Wie gesagt, vielleicht muss ich da mal mit professioneller Hilfe ran.

3. Falls ich wieder zu meiner Frau so zurückfinde, wie ich es mir wünsche, dann ist das der Punkt wo ich sie bitten muss, sich zu ändern damit wir in 50 Jahren Hand in Hand auf dem Rentnerbänkchen sitzen können. Die Jamaikanerin war mit all ihren wahrscheinlichen Fehlern ein ungeheuer warmherziger Mensch. Sie hat wirklich mit mir gelitten, als ich ihr von meiner totalen Überforderung als junger Erwachsener erzählt habe, als ich ihr von Ängsten und Tiefschlägen erzählt habe. Sie hat mitgefühlt und auf eine irgendwie magische Weise wie eine Mutter Trost und Energie gespendet. Ich weiß nicht wie, aber irgendetwas hat sich in mir in diesem Augenblick angefühlt, als würde ich nach Hause kommen. Klingt auch irgendwie ungesund. Aber mir ist heute abend absolut klar geworden, warum das so ist. Die beiden entscheidenden Frauen in meinem Leben waren und sind aus Stahl. Beide auf ihre Weise. Meine Mutter war extrem hart gegen sich und alle anderen, aus dem Zeug geschnitzt aus dem Herrscherinnen über Firmen und Imperien geschnitzt sind. Und meine Frau durch ihre Vita zu einer Königin aus Intellekt, Logik und Eis geworden. Nicht falsch verstehen: Meine Frau kann liebevoll, anschmiegsam, zärtlich, aufmerksam sein. Aber ihre wärmende Mutterrolle, die sie wirklich lebt, ist mit zwei Kindern erschöpft. Da ist manchmal, aber eben nicht immer noch ein Platz am wärmenden Herd für den oben erwähnten Held frei. Vor allem aber: Ihr Denken ist nicht ausgerichtet darauf, mir diesen Platz immer anzubieten. Der wird erst freigeräumt, wenn es nicht zu übersehen ist, dass ich friere oder darum bitte. Dann gibt sie mir die Wärme, die ich brauche. Aber die proaktive Fürsorge für mich, der stets prüfende Blick der Mutter ob es dem Kind gut geht, der fehlt. Das in Kombination mit den beiden Punkten oben hat den perfekten Sturm verursacht.

Hilft mir die Erkenntnis im Augenblick? So ein ganz klein bisschen. Ich habe einen konkreten Punkt, an dem ich allein arbeiten muss. Und ich habe einen Punkt, an dem meine Frau arbeiten muss. Donnerstag früh geht's mit dem TGV nach Paris. Ich habe meine Frau gefragt, ob sie überhaupt mit einem so zerrissenen Carlos nach Paris will. Sie sagte: Ja, besonders jetzt will sie das. Also haben wir bis Sonntag abend in komplett andere Umgebung Zeit darüber zu reden. Und wenn es gut läuft, ist danach wieder sie in meinem Kopf und Herz und die 11 aus 10 spielt keine Rolle mehr.

x 3 #7531


Lebensfreude
@carlos7 Traumfrauen sind das was der Begriff sagt: ein Traum, eine Projektion, Die Sehnsucht nach der Mutterliebe.
Die evtl. zu wenig da war, aber nicht mehr einholbar sein wird.
Du bekommst mehr männliche Kraft, wenn du dich innerlich auf die Seite deines Vaters und deiner männlichen Vorfahren stellst.
Die andere Frau kann niemals die vermisste Liebe deiner Mutter ersetzen.

x 8 #7532


A


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x 3


R
Zitat von carlos7:
Aber die proaktive Fürsorge für mich, der stets prüfende Blick der Mutter ob es dem Kind gut geht, der fehlt.

...und du willst dieses Kind sein? Ich glaube nicht, dass das gesünder ist.
Eher liegt wohl Frieden darin, dich mit deiner Vergangenheit und deiner Mutter auszusöhnen und diese Komplexe aufzuarbeiten.

Zitat von carlos7:
Hätte ich ihre Karriere gefördert, wäre sie heute vielleicht Professorin oder Forscherin von Weltruhm.

Ja.
Vielleicht.
Vielleicht hättet ihr dann keine Kinder und sie wäre in 10 Jahren todunglücklich darüber so karrierefixiert gewesen zu sein.
Fällt in die Rubrik hätte/wäre/könnte: "Leben im Konjunktiv" - was deiner eigenen Aussage nach ziemlich sinnlos ist.
Zitat von carlos7:
magische Weise


Zitat von carlos7:
Ich weiß nicht wie, aber irgendetwas

Also bevor du das da nicht konkreter greifen kannst, würde ich den Antritt:
Zitat von carlos7:
wo ich sie bitten muss, sich zu ändern damit wir in 50 Jahren Hand in Hand auf dem Rentnerbänkchen sitzen können

...gepflegt weglassen.
"Schatz, bitte ändere dich auf magische Weise und höre mir irgendwie anders zu" oder "kümmere dich mit mehr mütterlicher Fürsorge um mich" wird wohl weniger gut laufen.
Daneben solltest du auch schauen, welche Anteile von dir dazu beitragen und ebenfalls an dir arbeiten.
Du hast dir damals deine Frau als Eisprinzessin ausgesucht. Jetzt zu wünschen, sie wäre eine Feuerkönigin ist etwas....vermessen.
Aber vielleicht könnt ihr ja eine gute und gangbare Mitte finden.
...und einen guten Therapeuten.

x 1 #7533


meineMeinung
Zitat von carlos7:
Falls ich wieder zu meiner Frau so zurückfinde, wie ich es mir wünsche, dann ist das der Punkt wo ich sie bitten muss, sich zu ändern damit wir in 50 Jahren Hand in Hand auf dem Rentnerbänkchen sitzen können.

wie soll diese Änderung aussehen, was muss sie tun, was muss sie lassen?

x 1 #7534


Lebensfreude
Zitat von meineMeinung:
wie soll diese Änderung aussehen, was muss sie tun, was muss sie lassen?

BEIDE müssen etwas ändern!

Wenn eine Beziehung so in Schieflage ist, geht es nicht an, den anderen aufzufordern, sich zu ändern.
Da müssen beide ran.

#7535


T
Zitat von carlos7:
Aber die proaktive Fürsorge für mich, der stets prüfende Blick der Mutter ob es dem Kind gut geht, der fehlt.

Bedenke: du bist jetzt bei Miss J das Objekt der aktuellen und frischen Begierde... so wie sie bei dir.
Woher weißt du, dass sie in ein oder zwei Jahren auch noch so fürsorglich ist..?
Wer weiß, was ihr Mann zu diesen Gedanken sagen würde..?

Und den stets zugewandten und liebenden Blick der Mutter... den hättest du von deiner Mutter bekommen müssen.
Vom Partner kannst du das nicht ganz genauso bedingungslos erwarten wie von den Eltern. Auch wenn man in einer langen, engen Partnerschaft selbstverständlich aufeinander schaut, füreinander da ist, sich hilft.

Ich bleibe bei meiner ursprünglichen Einschätzung - dir hat etwas ganz, ganz Entscheidendes durch die Eltern gefehlt.
Und das versuchst du nun mit allen Mitteln zu kompensieren.
Das wird dich auf Dauer so nicht wirklich glücklich und zufrieden machen.
Hier müsstest du dringend mal tiefer ran.

x 3 #7536


Shum
Zitat von carlos7:
Heute abend bin ich über zwei Stunden alleine im Dunkeln spazieren gegangen und habe versucht rational zu verstehen, warum ich mich so ...


Ich lese hier in jedem Absatz den bewussten und/oder unbewussten Drang zum Perfektionismus. Getrieben durch eine große Versagensangst, Befürchtungen zu scheitern und Angst vor dem Verlust von Wertschätzung und Ansehen durch deine Mitmenschen. Dein Können, was du damals nicht hattest, jetzt beweisen zu müssen, weil du es nun kannst?

Erinnert mich an deine Zeilen vom Anfang, als du die Firma deiner Mama beinahe gegen die Wand gefahren hättest.

Ist dein Streben nach CEO und Projekt Schreiner Selbständigkeit sowie Miss J der Grund dafür? Deine EF symbolisch für dich die Firma deiner Mama und damit gescheitert, wie mehrfach von dir erwähnt?

x 1 #7537


L
Zitat von carlos7:
dass ich nach wie vor der Meinung bin, ich habe bei meiner Frau versagt. Hätte ich ihre Karriere gefördert, wäre sie heute vielleicht Professorin oder Forscherin von Weltruhm.

Carlos7, du meinst es gut, aber ich empfinde das fast als übergriffig. Und wenn Deine Frau Forscherin von Weltruhm geworden wäre, das klingt - leider - für mich eher nach Trophäe. Warum brauchst Du das?

x 4 #7538


T
Ich kenne persönlich keine Professorin, die "von ihrem Mann dazu gemacht" wurde. 🤔
Das sind toughe Frauen, die ganz genau selbst wussten, was sie wollen.
An der Intelligenz liegt es sicher nicht - aber vielleicht fehlt/e Carlos Frau etwas anderes zu diesem Schritt. Man kann niemanden "zum Professor machen", denn dabei müssen Leistungen erbracht werden, und Initiative gezeigt, die sehr wohl von der betreffenden Person selbst ausgehen muss.
Tut mir leid, aber bei allem Verständnis und allem Wohlwollen... das halte ich hier für absolut hahnebüchen, dass Carlos aus seiner Frau hätte eine Professorin machen können.
Wenn sie eine hätte werden wollen, hätte sie das wohl selbst gemacht - und das wäre dann ihr Verdienst gewesen.
Eine Diplomarbeit oder Masterarbeit kann man jemandem ja noch hinterherschmeißen. Eine Professur... nicht hier, nicht in München.
Glaube, da vermischen sich wirklich Traum und Realität - und ich meine das jetzt nicht bezogen auf den IQ von Carlos Frau, der mag ja durchaus so hoch sein. Aber es wird nicht jeder mit einem hohen IQ Professor, genausowenig wie alle Professoren einen überdurchschnittlichen IQ haben. Es braucht auch noch eine Menge andere Qualitäten dafür.

x 4 #7539


A
Zitat von 6rama9:
Was würde das dem TE bringen? Ich habe bisher nirgends herauslesen können, dass sein Problem die Nebenbeziehung der EF zum Schreiner wäre. Er hat wegen Miss J Liebeskummer, nicht wegen seiner EF.

Das Problem ist, dass hier ein Ungleichgewicht zwischen den Beiden immer deutlicher wird.
Sobald Carlos einer Frau emotional näher kommt zickt seine Frau rum, obwohl sie selbst eine Zweit-Liebesbeziehung....
Zusätzlich scheint Carlos noch immer in einer Scheinwelt bezüglich der Nebenbeziehung seiner Frau zu leben...
Die Beziehung zum Schreiner spielt da mit rein.

x 2 #7540


A
Zitat von carlos7:
Falls ich wieder zu meiner Frau so zurückfinde, wie ich es mir wünsche, dann ist das der Punkt wo ich sie bitten muss, sich zu ändern damit wir in 50 Jahren Hand in Hand auf dem Rentnerbänkchen sitzen können. Die Jamaikanerin war mit all ihren wahrscheinlichen Fehlern ein ungeheuer warmherziger Mensch. Sie hat wirklich mit mir gelitten, als ich ihr von meiner totalen Überforderung als junger Erwachsener erzählt habe, als ich ihr von Ängsten und Tiefschlägen erzählt habe. Sie hat mitgefühlt und auf eine irgendwie magische Weise wie eine Mutter Trost und Energie gespendet. Ich weiß nicht wie, aber irgendetwas hat sich in mir in diesem Augenblick angefühlt, als würde ich nach Hause kommen. Klingt auch irgendwie ungesund. Aber mir ist heute abend absolut klar geworden, warum das so ist. Die beiden entscheidenden Frauen in meinem Leben waren und sind aus Stahl. Beide auf ihre Weise. Meine Mutter war extrem hart gegen sich und alle anderen, aus dem Zeug geschnitzt aus dem Herrscherinnen über Firmen und Imperien geschnitzt sind. Und meine Frau durch ihre Vita zu einer Königin aus Intellekt, Logik und Eis geworden. Nicht falsch verstehen: Meine Frau kann liebevoll, anschmiegsam, zärtlich, aufmerksam sein. Aber ihre wärmende Mutterrolle, die sie wirklich lebt, ist mit zwei Kindern erschöpft. Da ist manchmal, aber eben nicht immer noch ein Platz am wärmenden Herd für den oben erwähnten Held frei. Vor allem aber: Ihr Denken ist nicht ausgerichtet darauf, mir diesen Platz immer anzubieten. Der wird erst freigeräumt, wenn es nicht zu übersehen ist, dass ich friere oder darum bitte. Dann gibt sie mir die Wärme, die ich brauche. Aber die proaktive Fürsorge für mich, der stets prüfende Blick der Mutter ob es dem Kind gut geht, der fehlt. Das in Kombination mit den beiden Punkten oben hat den perfekten Sturm verursacht.

Ohne jetzt das Gespräch mit deiner Frau und eine eventuelle kommende Therapie vornewegzunehmen: Aber das wird nicht passieren.
Du verlangst von deiner Frau nicht weniger als eine Änderung ihres Charakters. Das kann sie nicht leisten und das von ihr zu verlangen wäre auch unredlich.
Änderungen bei ihren Verhaltensweisen kann man vielleicht erbitten (das sie häufiger deine Hand nimmt oder dich auch mal fragt wie dein Tag war), einen Wandel von Eisprinzessin zu Mutterfigur aber nicht.
Erfolgversprechender wäre zu erkennen warum du überhaupt eine Mutterfigur, die du retten willst, brauchst.
Ich rate dir auch dich nicht zu sehr von der vermeintlichen Warmherzigkeit von deinem Crush einnehmen zu lassen. Es liest sich alles sehr dannach, dass die Frau dich "nur" um den Finger wickeln wollte. Das doch sehr berechnende Verhalten passt nicht zu dieser Warmherzigkeit...

x 4 #7541


F
Zitat von thegirlnextdoor:
Ich hätte meine kleinen Kinder für mehrere Tage am Stück höchstens Angehörigen überlassen. Sicher, auch Onkeln/Tanten usw... muss man auch ...


Ist immer leicht reden. Wir hatten die Möglichkeit auch nie. 3 kleine Kids, wohin?

x 2 #7542


F
Zitat von carlos7:
dass ich nach wie vor der Meinung bin, ich habe bei meiner Frau versagt. Hätte ich ihre Karriere gefördert, wäre sie heute vielleicht Professorin oder Forscherin von Weltruhm. Naja, eventuell fühlte ich unterbewusst den Drang, mein vermeintliches Versagen bei meiner Frau durch die Jamaikanerin zu kompensieren.

Ihr habt Euch aber auch für Kinder entschieden. Und diese Aufgabe ist eine ganz besondere Aufgabe, nur gesellschaftlich nicht angesehen.
Jetzt bist Du für Ihre Karriere im Sabbatical und gesteht Ihr einen Zweitmann zu.

Wo bleibst denn Du? Dein Wunsch/ Sehnsucht nach Wärme ist Dir nun bewusst geworden. Etwas, das auch zu besprechen ist.

Vor lauter Unterstützungen in alle Richtungen vergisst Du Dich selber.

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T
Zitat von Felica:
Vor lauter Unterstützungen in alle Richtungen vergisst Du Dich selber.

Was auch nicht so verwunderlich ist... denn seine Eltern, denen er ja in erster Linie ein Karriere-Hemmnis war, bzw. ein Hemmnis so zu leben wie sie wollten, haben offensichtlich auch nicht so viel über sein Wohl nachgedacht, wenn sie ihn das als Kind so spüren ließen.

Wenn man diese Erfahrung gemacht hat, ist nicht ungewöhnlich, wenn man sich selbst vergisst (wenn man immer suggeriert bekommt, man sei nicht so wichtig).

Auch klar, dass man dann alles erdenkliche unternehmen möchte um zu beweisen, dass man sich seine Existenz eben doch verdient hat, indem man sich Mühe gibt, es jedem recht zu machen und ganz bemerkenswerte Dinge zu vollbringen um endlich die Anerkennung für die eigene Existenz zu bekommen, die einem seitens der Eltern verwehrt war.

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S
@thegirlnextdoor

weshalb Carlos ja, seit praktisch Beginn dieses Themas an, von sehr vielen immer wieder den Vorschlag bekommt, es lieber mal mit einer Therapie, statt mit Sex, egal mit wem, zu versuchen.

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A


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