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Beste Beziehungsform finden offen / geschlossen?

C
Zitat von unbel Leberwurst:
Zwei Karrieren und gleichzeitig viel Zeit für die Kinder passen eben nicht unter einen Hut.

Verstehe ich, aber ich sehe derzeit keine andere Option und versuche das beste daraus zu machen.

#7726


unbel-Leberwurst
Zitat von carlos7:
Verstehe ich, aber ich sehe derzeit keine andere Option und versuche das beste daraus zu machen.


In 10 Jahre ist es zu spät.
Naja, vielleicht wirst Du ja nach Deinem zweiten Herzinfarkt etwas ruhiger...

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A


Beste Beziehungsform finden offen / geschlossen?

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C
Zitat von Lotte08:
Mein Lebensmotto "Versuch macht klug(ch)" . Danach kann man immer noch sagen, dass man es blöd findet. Dann weiß man aber, wovon man spricht

Ja, du hast recht, aber dennoch bleibt dann noch die zusätzliche Sorge, dass ich zu sehr in diese Welt abrutschen könnte. Nach der Jamaikanerin traue ich mich noch weniger so ein Experiment einzugehen. Ich habe keine Lust auf einen erneuten Flash, nur diesmal der anderen Art.

Ich habe schon daran gedacht, ob es nicht einfacher wäre, wenn meine Frau und ich gemeinsam eine devote Frau für ein gemeinsames Herantasten zu dritt suchen. Aber das ist mit meiner Frau nicht machbar. Sie ist exklusiv hetero und will außerdem mit D/s Spielen absolut nichts zu tun haben, weder als Teilnehmer, noch als Beobachter, noch in sonst einer Form.

#7728


C
Zitat von Springfield:
..."Unterm Strich, wir machen erstmal so weiter".... Das hätte statt des Dialoges dann auch gereicht.

Oder ganz kurz: Läuft

x 1 #7729


C
Zitat von SchlittenEngel:
Ist das Ergebnis denn “ok” für Dich?

Jein mit Tendenz zum ja. Ich hätte mir eigentlich eine klarere Eingrenzung, vor allem in Bezug auf Zeiten mit dem Schreiner von ihr gewünscht. Sie ist da aber hart geblieben und meinte, jede Eingrenzung wäre unsinnig, solange wir keine Erfahrung damit haben, wie es uns beiden mit den Vollzeitbeschäftigungen geht. Jeder Zielwert wäre da kontraproduktiv und nähme Flexibilität. Womit sie (wieder einmal) Recht hatte. Aber im Großen und Ganzen passt mir das ganze schon. Ein Abend pro Woche (oder auch mal eine Nacht) ist jetzt kein großer Einschnitt in unser Paarleben und wenn mal ein Ausflug oder eine Mittagspause zusätzlich einschieben lässt, ist das auch noch im Rahmen dessen, was ich mit mir vereinbaren kann.

#7730


T
Zitat von carlos7:
Verstehe ich, aber ich sehe derzeit keine andere Option und versuche das beste daraus zu machen.

"Derzeit" kann ja in wenigen Wochen schon wieder anders sein. Ich verstehe dich diesbezüglich, aber versuche trotzdem, dass seelische Wohl deiner Kinder im Blick zu haben und zu beobachten ob für sie wirklich alles ok ist. Gib ihnen etwas von der Zuwendung, die du dir für dich selbst von deiner Mutter (und sicher auch von deinem Vater) gewünscht hättest. Vergiss nicht... du bist selbst der lebende Beweis - Kinder können viel kompensieren und sich äußerlich wenig anmerken lassen. Abgerechnet wird meist deutlich später, in den 20ern und 30ern. Wenn sie alles besser von außen betrachten, reflektieren und verbalisieren können.
Versuche, in deinen Kindern auch ein bisschen dich selbst, den einstigen Kind-Carlos, zu sehen. Was hast du damals gebraucht? Dir so sehr gewünscht? Während du auf starker, braver, erfolgreicher Sohn gemacht hast..?
Wenn du neben allem, was du so tust nur ein bisschen darauf achtest, wirst du in den entscheidenden Momenten schon das richtige tun. Trotz Karriere.

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DieSeherin
Zitat von carlos7:
Womit sie (wieder einmal) Recht hatte.

aber auch zeigt, dass sie ungerne zurückstecken möchte!?

x 3 #7732


meineMeinung
Zitat von carlos7:
Soviel Zeit wie möglich meinen Kindern mit voller Aufmerksam schenken.

Das finde ich super, aber was ist eigentlich möglich?
Zitat von carlos7:
Jeden Tag von 8 bis 19 sind 55h. Dazu kommt sicher noch 1h pro Tag an abendlichen Telefonaten oder E-Mails und Vor- bzw Nacharbeit am Wochenende. Da kommen locker 60 h zusammen. Und Pausenzeiten für leitende Angestellte ist berufliches Networking, das zähle ich natürlich mit. Genau wir Fahrtzeiten, auf die ich gerne mal Telefonate lege. Alles eine Frage der Optimierung.

Montag bis Freitag bleibt schon mal nichts außer vielleicht Frühstück. Die Mutter ist ja auch nicht da. Gott sei Dank gibt es ja eine zeitfordernde Schule und eine Nanny. Am Wochenende gibts wahrscheinlich auch noch Schreinertermine. Die Kinder finden das bestimmt auf Dauer toll. Wenn sie erwachsen sind reden sie vielleicht so über dich wie du über deine Mutter.
Nochmal zu den Arbeitszeiten. Er zählt die Zeit von Abfahrt zu Hause bis zur Rückkehr incl. Pausen und abendliche Telefonate. Das soll mal einer seiner Untergebenen versuchen und die Zeit bezahlt haben wollen. Ach ja, das er die Schreiberei während der Arbeitszeit (schon weiter vorne zugestanden) selbstverständlich auch normal findet ist auch komisch. Einem normalen Arbeitnehmer mit Zeiterfassung kringeln sich da die Zehennägel.

Zitat von carlos7:
Die Zeit war toll. Aber das Zurückstecken würde eine Änderung meines Lebensplan bedeuten. Und wenn ich ganz ehrlich bin, ist die eine grundlegende Änderung meines Lebensplans, nämlich meine Frau emotional mit niemandem zu teilen, mehr als genug für den Augenblick. Wenn ich nicht nur eine Zweitbeziehung zulasse, sondern auch noch meine Karriere aufgeben würde, dann fällt es mir tatsächlich schwer mich noch als vollwertigen Mann zu sehen.

Na endlich kommen wir der zum Kern der Sache. Die Angst kein vollwertiger Mann zu sein. Weil ihm das in Wirklichkeit vollkommen gegen den Strich geht. Er findet die ganze Entwicklung toll, weil er sonst zugeben muss, dass seine Frau im Endeffekt macht was sie will. Ab und zu gibts halt ein Zuckerli. Ich glaube, dass Carlos das irgendwann einsieht.

x 1 #7733


C
Zitat von meineMeinung:
Er findet die ganze Entwicklung toll, weil er sonst zugeben muss, dass seine Frau im Endeffekt macht was sie will.

Nein, das trifft es nicht. Meine Frau würde nicht machen, was sie will. Sondern meine Frau müsste (nach meinem Gefühl) mehr zurückstecken, als ich zurückstecke. Ich sage es gern noch einmal: Ich nehme für meine Frau gerne Einschränkungen in Kauf. Sogar von Herzen gerne, wenn ich das Gefühl habe, es kommt etwas zurück und ihr und mein Glück in Summe sind größer als unser gemeinsames Glück davor. All das ist derzeit gegeben und daher fällt mir das Zurückstecken in keiner Weise schwer. Ich sehe für mich da absolut kein Ungleichgewicht.
Aber: Ich stecke nur bis zu einer gewissen Grenze zurück. Wenn ich ein Ungleichgewicht zu meinen Ungunsten verspüren würde (und das wäre ein Jobwechsel in eine niederwertige Tätigkeit oder eine zeitraubende Nebenbeziehung oder eine 6uelle Vernachlässigung), dann wäre die Grenze erreicht. Das weiß meine Frau auch ganz genau, da wir oft genau darüber gesprochen haben.

Zitat von meineMeinung:
Ach ja, das er die Schreiberei während der Arbeitszeit (schon weiter vorne zugestanden) selbstverständlich auch normal findet ist auch komisch. Einem normalen Arbeitnehmer mit Zeiterfassung kringeln sich da die Zehennägel.

Ich bin aber kein normaler Arbeitnehmer, sondern leitender Angestellter mit Arbeitszeitfreiheit. Ich kann laut Arbeitsvertrag so lange oder kurz arbeiten und so viel oder wenig Urlaub nehmen wie ich will. So isses halt. Dafür genieße ich keinen Kündigungsschutz und wenn meine Business Unit schlecht läuft oder ich mich mit einem Senior VP überwerfe, legt man mir sehr rasch einen Aufhebungsvertrag hin oder versetzt mich auf den sog. Elefantenfriedhof. Glaub mir, jeder Job hat seine Vor- und Nachteile. Wahrscheinlich willst du meinen (trotz ansehlicher Vergütung) nicht machen und ich deinen nicht. Der Job muss zur Person passen.

#7734


aequum
Zitat von carlos7:
Ich kaufe ein T. Korrekt, im letzten Jahr war ich aushäusig enthaltsam. Muss aber ja nicht so bleiben. Mein Interesse ist schon da, aber eher nur so wie bei unserem Kater: Wenn er den Vogel im sitzen fängt, findet er es klasse. Wenn er aufstehen muss, schaut er schon schlecht gelaunt ob der Mühen. Und wenn er gar ...

Für mich sieht es ganz anders aus.
Ausgehend von Deinem Eingangspost hast Du eher nichts für Dich erreicht aber enorme Abweichungen und Änderungen den Wünschen Deiner Frau zu 100% nachgegeben. Sprich, sie hat alles und noch viel mehr erreicht und Du eben absolut rein gar nichts. Eine ausgeglichene Beziehung in welcher Konstellation auch immer sieht anders aus.

x 3 #7735


C
Zitat von thegirlnextdoor:
Versuche, in deinen Kindern auch ein bisschen dich selbst, den einstigen Kind-Carlos, zu sehen. Was hast du damals gebraucht? Dir so sehr gewünscht? Während du auf starker, braver, erfolgreicher Sohn gemacht hast..?

Da haust du natürlich genau auf meinen wunden Punkt drauf. Zugegebenermaßen habe ich vor den nächsten Monaten Angst, obwohl ich mich wie Bolle auf meinen Job freue. Vielleicht hätte ich mehr darüber mit meiner Frau reden sollen. Das kam wirklich etwas kurz von meiner Seite. Ich möchte halt nicht von ihr hören, dass die einfachste Lösung wäre, dass ich kürzer trete.

x 1 #7736


C
Zitat von aequum:
Ausgehend von Deinem Eingangspost hast Du eher nichts für Dich erreicht

Doch: Mehr und besseren 6 mit meiner Frau. Und eine glückliche und lebensfrohe Frau statt einer eher stillen und genervten. Ich finde, das sind zwei gewaltige Verbesserungen in meinem Leben. Was habe ich dafür aufgegeben? Objektiv ca einen gemeinsamen Abend pro Woche im Schnitt. Hey, wer würde nicht einen Abend für solche Verbesserungen des Ehelebens opfern?

x 2 #7737


DieSeherin
mal zu den arbeitszeiten: mein vater war auch quasi rund um die uhr im dienst! er hat sich die zeit genommen, eine halbe stunde mit uns kindern zu frühstücken und wenn er keinen präsenzdienst hatt, sondern nur bereitschaft (oder frei), dann war der samstag abend unser familien-spieleabend. er hat gescheut, dass er bei wichtigen turnieren wenigstens zeitweise anwesend war und war telefonisch für uns fast immer zu erreichen. meine brüder und ich haben uns nie vernachlässigt gefühlt, obwohl auch er eine mindestens 60h-woche hatte!

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meineMeinung
Zitat von carlos7:
Aufhebungsvertrag hin oder versetzt mich auf den sog. Elefantenfriedhof

mit einer Riesenabfindung.

#7739


C
Zitat von meineMeinung:
mit einer Riesenabfindung.

Geld habe ich genug, ob mit oder ohne Abfindung ist nebensächlich. Aber die Karriere ist futsch. Da gibt es Menschen, die in so einem Augenblick zum Strick greifen, weil ihr Lebensinhalt weg ist. Also tu das bitte nicht als Kleinigkeit ab.

#7740


A


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