Zitat von carlos7: Soviel Zeit wie möglich meinen Kindern mit voller Aufmerksam schenken.
Das finde ich super, aber was ist eigentlich möglich?
Zitat von carlos7: Jeden Tag von 8 bis 19 sind 55h. Dazu kommt sicher noch 1h pro Tag an abendlichen Telefonaten oder E-Mails und Vor- bzw Nacharbeit am Wochenende. Da kommen locker 60 h zusammen. Und Pausenzeiten für leitende Angestellte ist berufliches Networking, das zähle ich natürlich mit. Genau wir Fahrtzeiten, auf die ich gerne mal Telefonate lege. Alles eine Frage der Optimierung.
Montag bis Freitag bleibt schon mal nichts außer vielleicht Frühstück. Die Mutter ist ja auch nicht da. Gott sei Dank gibt es ja eine zeitfordernde Schule und eine Nanny. Am Wochenende gibts wahrscheinlich auch noch Schreinertermine. Die Kinder finden das bestimmt auf Dauer toll. Wenn sie erwachsen sind reden sie vielleicht so über dich wie du über deine Mutter.
Nochmal zu den Arbeitszeiten. Er zählt die Zeit von Abfahrt zu Hause bis zur Rückkehr incl. Pausen und abendliche Telefonate. Das soll mal einer seiner Untergebenen versuchen und die Zeit bezahlt haben wollen. Ach ja, das er die Schreiberei während der Arbeitszeit (schon weiter vorne zugestanden) selbstverständlich auch normal findet ist auch komisch. Einem normalen Arbeitnehmer mit Zeiterfassung kringeln sich da die Zehennägel.
Zitat von carlos7: Die Zeit war toll. Aber das Zurückstecken würde eine Änderung meines Lebensplan bedeuten. Und wenn ich ganz ehrlich bin, ist die eine grundlegende Änderung meines Lebensplans, nämlich meine Frau emotional mit niemandem zu teilen, mehr als genug für den Augenblick. Wenn ich nicht nur eine Zweitbeziehung zulasse, sondern auch noch meine Karriere aufgeben würde, dann fällt es mir tatsächlich schwer mich noch als vollwertigen Mann zu sehen.
Na endlich kommen wir der zum Kern der Sache. Die Angst kein vollwertiger Mann zu sein. Weil ihm das in Wirklichkeit vollkommen gegen den Strich geht. Er findet die ganze Entwicklung toll, weil er sonst zugeben muss, dass seine Frau im Endeffekt macht was sie will. Ab und zu gibts halt ein Zuckerli. Ich glaube, dass Carlos das irgendwann einsieht.