Zitat von 6rama9: Da ich nie ein Doppelleben mit einem zweiten Partner geführt habe, würde ich gerne mal die Einschätzung von jemand in einer offenen oder Poy-Beziehung oder Affäre hören, ob und wie so etwas funktionieren kann.
Ok, ich kann ja mal versuchen zu erklären, wie es bei mir läuft (mich interessiert es nämlich auch sehr, wie es zukünftig beim TE läuft).
Ich arbeite vertragstechnischnisch gesehen nahezu Vollzeit (aber eigentlich mehr als Vollzeit aufgrund meines Jobs und der Mehrarbeit, die einfach gemacht werden muss). Ich habe ein Kind, Haus, Hof, "Hamster", mein Mann ist häufiger auf Dienstreise. Mein Freund und ich schaffen es, wenn alles gut läuft, uns ca. alle 2 Wochen zu sehen, meistens mit Übernachtung. Aber auch er ist beruflich stark eingebunden und pendelt dazu noch zwischen zwei Wohnorten. Terminlich ist es schwierig, aber es geht. Mein Kind ist allerdings größer, als die des TEs. Für ihn bin ich bei 'ner Freundin. Gleiches gilt, wenn mein Mann bei seiner Freundin ist. Die sehen sich noch weniger, vorrangig aufgrund der Zeit meines Mannes.
Es geht, aber was mich betrifft - wir haben eine sehr gute Kommunikation und nehmen trotzdem am Leben des anderen teil, ohne dass (zumindest ich
😅) es als übergriffig empfinde. Z.B. Urlaub mit dem Partner, bleibt Urlaub mit dem Partner und da gilt unbedingter Respekt!
Exklusivität wurde nicht extra im Vorfed besprochen, sie hat sich ergeben und gilt, solange sie gilt
🤗. Es steht mir nicht zu, diese einzufordern. Das einzigste, was ich erwarte, ist, dass wenn er sich auch mit jemand anderem treffen sollte, dass er mir das sagt, so dass ich dann - wie auch immer - darüber nachdenken kann, was es mit mir macht und in welcher Art ist das weiterführen möchte. Umgekehrt natürlich genauso. Das ist klar, oder
😅.
Also es geht (aus meiner Sicht), aber es nicht nicht so easy peasy jede Woche mal so eben. Es würde bei uns definitiv zu Lasten der Familie gehen, selbst wenn mein Kind aus dem Alter der 1:1 Betreuung raus ist.
Daher bin ich gespannt, wie es beim TE läuft. Kinder sind ja schon mal gut "wegorganisiert". Oh, ich meine das nicht so böse, wie es klingt. Zeit ist eben der absolut begrenzende Faktor.