carlos7
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Dei Exklusivität ist aber derzeit nicht das Problem, sondern der Schreiner und meine Frau haben sich etwas in die Haare bekommen, was zur Folge hatte, dass unser Wochenende nicht nur wettermäßig, sondern auch stimmungsmäßig getrübt war. Ich sagte ja schon, dass sie Freitag morgen vor dem ersten Schultag nicht so gut drauf war. Das setzte sich dann Freitag abend fort. Ich fand es schade, weil wir den Kindern versprochen hatten, dass sie nach dem Schultag länger auf bleiben dürften und wir nach dem Abendessen gemeinsam einen lustigen Film anschauen würden. Wir drei haben uns vor Lachen weggeschmissen, nur meine Frau ging nicht so ganz mit. Als ich die Kids dann ins Bett brachte, bat sie mich, im Büro telefonieren zu dürfen, so dass mir dann klar war, wer der Grund für ihre gedrückte Stimmung war.
Der Schreiner war etwas angesäuert, weil meine Frau das Treffen am Donnerstag abend im Biergarten kurzfristig abgesagt hat. Er hat sich beschwert, dass meine Frau seit dem Mountainbike-Wochenende vor 2 Wochen nur eine einzige Mittagspause für ihn Zeit hatte. 1 Treffen und 0 mal Sex in 2 Wochen ist ihm zu wenig Nähe und Intimität. Zusätzlich kommt hinzu, dass Donnerstag abend seine Schwester zu Besuch in der Stadt war und er ihr versprochen hat, seine neue Bekanntschaft in den Biergarten mitzubringen. Auch Freitagmittag hatte meine Frau wegen ihrer Arbeit keine Zeit für die beiden und Freitag abend hatten wir den Kids schon versprochen, gemeinsam einen Film zu schauen. Das Wochenende war er dann mit seiner Schwester auf ein Festival, heute abend besuchen wir beiden unseren Doktorvater, der wieder aus dem Krankenhaus entlassen wurden. Nächster Boxenstopp wäre dann also erst morgen abend, weit über 2 Wochen seit dem Biken. Langer Rede kurze Sinn: Er stellt die Beziehung in Frage, wenn sie so wenig Zeit für ihn aufbringen kann. Und meine Frau schwankt zwischen Verärgerung und Traurigkeit. Verärgerung, dass er kein Verständnis für ihre Zwänge hat und Traurigkeit, weil sie Gefühle für ihn hat und ihn keinesfalls verlieren will.
Und ich habe kurioserweise ein schlechtes Gewissen. Denn zum Zerwürfnis kam es ja, weil es mir Donnerstag seelisch nicht gut ging und meine Frau beschloss, den Abend bei mir zu bleiben. Eigentlich hatte ich mich abends aber schon wieder gefangen und hätte den Abend unbeschadet überstanden, wenn sie beim Schreiner gewesen wäre. Klar habe ich mich gefreut, dass sie mich umsorgt hat, aber ich habe das eher ausgenutzt als dass es nötig gewesen wäre. Wenn ich uneigennützig gewesen wäre, hätte ich ihr gesagt, sie solle gehen. Andererseits fand ich es von ihr auch suboptimal kommuniziert und habe ihr das auch so gesagt. Sie hätte mir sagen sollen, dass der Biergarten-Besuch mehr als ein normales Treffen der beiden gewesen wäre und seine Schwester extra zum Kennenlernen gekommen ist. Dann hätte ich die Situation besser einschätzen können. Unnötig zu sagen, dass meine Frau in dieser Stimmung keinen Bock auf 6 hatte, obwohl mir ziemlich sehr danach war.
Insgesamt sehe ich ziemlich schwarz in Bezug auf den Schreiner. Wenn es jetzt schon Stress zwischen den beiden wegen mangelnder Zeit meiner Frau für ihn gibt, wie soll das erst klappen, wenn ich wieder voll arbeite? Meine Frau kann sich ja nicht klonen. Und falls es zur Trennung zwischen den beiden käme, sehe ich auch schwarz in Bezug auf fröhlich unbeschwerte Stimmung im Hause Carlos.
Ansonsten: Schule war nach Aussage meiner Kids supertoll. Sogar mein kritischer Großer war begeistert. Das Bringen in die Schule heute Morgen mit Au-Pair und Taxi hat gut geklappt, mal schauen wie es im weiteren Verlauf so klappt. Die Au-Pair und ich holen die Kids heute Nachmittag gemeinsam ab.