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Beste Beziehungsform finden offen / geschlossen?

D
Zitat von carlos7:
Nein, das Gefühlschaos kam mit der Jamaikanerin. Davor hatten wir uns richtig gut für alle Seiten arrangiert.

Und die Jamaika war eine Folge der offenen Beziehung, die gegen deine anfängige Überzeugung unter anderem auch mit einer "Trennungsdrohung" untermauert wurde. Und ich denke,,dass diese Ansage auch viel damit zu tun hat, dass du ständig nachgibst.

#8266


D
Zitat von carlos7:
Wo bitte geht es an die Zeit mit den Kindern? Wieder so eine Übertreibung.

Wenn du wie üblich abgenickt hättest wäre deine Frau zum Sonntagskuscheln woanders gewesen, richtig?

Zitat von carlos7:
Nur das ständige, "du musst Grenzen ziehen" ohne Berücksichtigung der Folgen willkürlicher Grenzen auf die Beziehung, hilft mir nicht weiter.

Willkürlich sollen sie nicht sein. Aber du kommst gerade auch mit dieser Freitagsstory rüber wie ein bittsteller. Du hast dich mies gefühlt und bräuchtest deine Frau als Unterstützung. Und der Schreiner wird fuxhsig. An deiner Stelle würde ich nicht mich fragen ob ich hier gemein oder egoistisch gehandelt habe, sondern den Schreiner ob ihm der Helm brennt. Er ist das side piece, nicht du. Das meine ich mit Grenzen ziehen.

x 5 #8267


A


Beste Beziehungsform finden offen / geschlossen?

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C
Zitat von Shum:
Kannst du sicherlich wieder als Unken abwinken, aber abzüglich der Interpretationensversuche, sagen deine Handlungen leider doch das oben beschriebene.

Nein, ich winke nichts von dir einfach ab. Wenn du etwas sagst, ist für mich sehr viel Substanz dahinter.

#8268


C
Zitat von Dauerverliebt:
Wenn du wie üblich abgenickt hättest wäre deine Frau zum Sonntagskuscheln woanders gewesen, richtig?

Ich habe noch nie etwas einfach nur so abgenickt. Mag sein, dass der Eindruck entsteht, aber wir besprechen jede einzelne Situation. Daher war die Gefahr, dass wir das Sonntagmorgenkuscheln versehentlich vergessen auch nicht gegeben. Wir besprechen das als Paar.

#8269


aequum
Zitat von carlos7:
Ich habe noch nie etwas einfach nur so abgenickt.

Ach Carlos, wenn Du Dich mal von außen betrachten würdest oder ein Freund hätte diesen Faden erstellt, würdest selbst Du zu dem Schluss kommen, dass Du in Deiner Ehe derjenige bist, der alles das was Deine Frau einfordert, abnickt.
Offensichtlich weigerst Du Dich lediglich das so zu sehen weil Du Dir ja ansonsten eingestehen müsstest, dass Du für Deine Frau nur noch ein notwendiges Pflichtteil in ihrem Leben bist.

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Shum
Zitat von carlos7:
Nein, ich winke nichts von dir einfach ab. Wenn du etwas sagst, ist für mich sehr viel Substanz dahinter.


Ich meinte das Abwinken nicht auf mich bezogen, sondern auf die Thematik allgemein, da sehr viele User seit Wochen, fast schon gebetsmühlenartig wiederholend, dir versuchen vor Augen zu führen, dass du dich immer nur anpasst, zurücksteckst, schluckst, Erklräungen findest, relativierst und rationalisierst. In Abwehrhaltung befindend.

In meiner Wahrnehmung bist du übermäßig wachsam, ständig alarmiert, unsicher und ängstlich. Vielleicht noch häufiger angespannt körperlich? Ich hoffe sehr, dass du ab der nächsten Woche nicht auch noch überwiegend dann auf Autopilot funktionierst.

x 11 #8271


C
Ich muss gestehen, dass mich @Felica und @Shum s Bedenken on top of der zu anderen Bedenken (die ich erwartet habe) verunsichert haben. Ich mag es mir und meinem Selbstverständnis nicht eingestehen, aber vielleicht bin ich ein Fall für die Couch. Das wiederum will ich meiner Frau aber nicht antun, denn sie würde sich Vorwürfe machen und unser fragiles Gleichgewicht würde wahrscheinlich kippen. Mit ist ja nicht gedient, wenn sie dann den Schreiner rauskickt und mich unterbewusst als Sündenbock sieht.

Im Augenblick tendiere ich dazu, erst mal abzuwarten wie sich die Paarbeziehung in den nächsten schwierigen Wochen entwickeln wird. In Folge der Jamaika-Eskalation ist unser System in Unwucht geraten, aber ich sehe wirklich gute Chancen, dass es sich wieder zu meiner und zur Zufriedenheit meiner Frau einpendelt. Überstürzter Aktionismus bringt nichts.

Da ich Zahlen und Pläne liebe: Ich habe mir einen Checkpoint für Ende Oktober gesetzt und bereits eine Anfrage bei einem Psychotherapeuten für einen Termin im November gestellt. Der biete Führungskräfte-Coaching und traditionelle Psychotherapie bei Stress und familiären Problemen an. Je nachdem wie es läuft, kann ich a oder b zum Fokus machen. Und meine Frau muss ich jetzt verunsichern, dass ich Probleme mit ihr, mir und dem Schreiner habe (die ich ja grundsätzlich auch nicht sehe, außer in der derzeitigen Unwucht).

Apropos Zahlen. Die Koreanerin ist von einer 2 auf eine 3 aufgestiegen. Sie hat mir heute morgen ein kleines Pop-Art (mir fällt kein anderer Ausdruck) Video von sich zugeschickt (nix freizügiges). Sie hat schon irgendetwas interessantes an sich. Schade dass sie so gar nicht meinem Frauentyp entspricht.

x 2 #8272


meineMeinung
Bist du nicht nachdenklich, dass fast alle hier mittlerweile dein Abnicken erkannt haben und ansprechen?

x 3 #8273


D
Zitat von carlos7:
Ich habe noch nie etwas einfach nur so abgenickt. Mag sein, dass der Eindruck entsteht, aber wir besprechen jede einzelne Situation. Daher war die Gefahr, dass wir das Sonntagmorgenkuscheln versehentlich vergessen auch nicht gegeben. Wir besprechen das als Paar.

Mir fehlt in diesem ganzen Faden die eine Stelle, an der deine Frau ohne wenn und aber eine deiner Grenzen akzeptiert hätte ohne diese später nachzuverhandeln. Die eine Stelle , an der sie sagte ok, du hast absolut recht, das geht nicht, dass ich das mache, weil ich merke es verletzt dich und es dann dabei belassen hätte. Wie ein Frosch im langsam heisser werdenden Wasser hat sie deine Grenzen verschoben und wie der Frosch scheinst du es nicht mal zu merken. Das einzige mal, wo das passiert ist, und auch gerade erst frisch, sie scheint zu merken, dass es so nicht weitergehen wird, war eine akute Ehekrise und als es die Kinder betraf. DAS ist was ich und auch andere hier sehen. Und das ist der Grund warum ich darauf so rumreite. Ich kann einfach niemandem dabei zusehen, wie er sich selbst Stück für Stück aufgibt. Das tut mir in der Seele weh.

Edit, es fängt an zu klingen. Gut.
Eines noch:
Zitat von carlos7:
Mit ist ja nicht gedient, wenn sie dann den Schreiner rauskickt und mich unterbewusst als Sündenbock sieht.

Aber du machst doch den Schreiner oder die Beziehung deiner Frau zu ihm doch auch zum Sündenbock. Von wem die resentment Dynamik ausgeht ist egal.

x 2 #8274


Shum
Zitat von carlos7:
Danke. ich verstehe ja, dass einige rufen: "Nein, so nicht". Leider rufen wenige: "Nein, so nicht, sondern so". Ich bin für Ideen komplett offen, denn die Dynamik unserer Beziehung erlaubt jederzeit Korrekturen. Nur das ständige, "du musst Grenzen ziehen" ohne Berücksichtigung der Folgen willkürlicher Grenzen auf die Beziehung, hilft mir nicht weiter. Der Vorschlag, mal bewusst in mich reinzuhören, wo meine Grenzen sein könnten oder was ich tief in meinem Herzen und Kopf will, ist da wesentlich hilfreicher.


Hier ein Versuch von "sondern so":

Schau auf dich und deine unterschiedlichen Persönlichkeitsstücke, die sich im Laufe deines ganzen bisherigen Lebens ausgebildet haben. Also deine neurophysiologischen Repräsentanzen bisher gemachter Erfarhungen. Wieviele Ichs hast du? Papa Carlos, Führungscarlos, Freund Carlos, Ehemann Carlos, Liebhaber Carlos, Student Carlos, Macher Carlos, der kleine Carlos uvm. .
Jede dieser Teilpersönlichkeiten hat ihre eigenen Weltanschauungen, Überzeugungen, Ansichten, Bedürfnisse, Funktionen, ein anderes Alter, Fähigkeiten, Befindlichkeiten und Affekte.

Mit welchen deiner Repräsentanzen fühlst du dich am meisten verbunden? Hier kannst du gerne aus allen Carlosstücken alle einzeln bewerten auf einer Skala von 1(kann ich mich am wenigsten mit identifizieren) - 5 (kann ich mich am meisten damit identifizieren). Dadurch erfährst du für dich, mit welchen deiner Persönlichkeitsanteilen du dich am meisten wohl fühlst, die dir also als echte Ressourcen dienen. Diese entwickeln sich nämlich dann auch weiter im Leben, bringen dir auch als Erwachsener ihren Nutzen und Freude.
Und welche deiner Anteile bereiten dir innerlich Druck, keine guten Erinnerungen, Spannung oder gar Stress? Je mehr du davon in dir trägst, desto inkohärenter erlebst du dich selbst. Fühlst dich nicht mit diesem Ichteil verbunden, fühlst dich, als würde sich etwas unangenehmes wiederholen oder du dich dadurch mit dir selbst oder einem Teil deines Selbst im inneren Konflikt befinden.

x 4 #8275


meineMeinung
Wärst du ohne das Ansinnen deine Frau, die Beziehung zu öffnen, auf die Idee von sexuellen Auswärtsspielen gekommen? Waren dir vorher eigentlich Probleme bei dir oder deiner Frau bekannt? Wo siehst du das Ende dieses Prozesses?

x 3 #8276


paulaner
Zitat von carlos7:
Danke. ich verstehe ja, dass einige rufen: "Nein, so nicht". Leider rufen wenige: "Nein, so nicht, sondern so". Ich bin für Ideen komplett offen, denn die Dynamik unserer Beziehung erlaubt jederzeit Korrekturen. Nur das ständige, "du musst Grenzen ziehen" ohne Berücksichtigung der Folgen willkürlicher Grenzen auf die Beziehung, hilft mir nicht weiter. Der Vorschlag, mal bewusst in mich reinzuhören, wo meine Grenzen sein könnten oder was ich tief in meinem Herzen und Kopf will, ist da wesentlich hilfreicher.

@Shum @carlos7
Ich erwähne mal noch einen anderen, mMn wichtigen, Punkt:
Ich glaube Carlos definiert sich sehr stark vom Außen.
Erfolg; bestätigt werden; geliebt werden; Materielles, usw.
Ich habe das Gefühl, dass er sich ohne das alles eher leer fühlen würde.
Einfach so, mit sich selbst zufrieden, ohne Erfolgserlebnisse, kann ich mir bei ihm nicht vorstellen.
Das ist mMn ein bisschen fehlendes Selbstwertgefühl. Definition des Ichs von außen.

Ich bin kein Psychologe, darum kann ich es nicht besser ausdrücken 😉

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Shum
Zitat von paulaner:
@Shum @carlos7 Ich erwähne mal noch einen anderen, mMn wichtigen, Punkt: Ich glaube Carlos definiert sich sehr stark vom Außen. Erfolg; bestätigt ...


Wie ein eigener innerer Richter und Schlechtmacher, der sich selbst seine Fehler vorhält und beweisen muss, dass er es besser kann? Sich selbst vorhalten, was er alles nicht kann? Dass er nur Durchschnitt ist, aber dies und jenes dafür hat? C-Level erreichen, sich mehr anstrengen sollte, um... Ja wen eigentlich damit nicht zu verärgern, wenn er es doch nicht erreicht? Sich selbst? Seiner Frau imponieren? Ihre lange Elternzeit damit wieder wett zu machen, damit diese und ihr Leid nicht umsonst waren? Um hier wieder dadurch Ansehen von ihr und Zuwendung zu erhalten? Ja, hier liegt etwas viel tiefer in Carlos.

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aequum
Zitat von carlos7:
Ich mag es mir und meinem Selbstverständnis nicht eingestehen, aber vielleicht bin ich ein Fall für die Couch.

Für die Couch vielleicht noch nicht einmal aber deutlich mehr Selbsreflektion könnte eventuell bereits etwas bringen.

Auch mir ist aufgefallen, dass ihr in eurem Konstruckt mehr und mehr von euren Kindern entfernt.

Wie soll das noch werden?
Du Carlos mit Deinem Job und noch schlimmer Deine Frau mit ihrem Job und dem Schreiner.

Vielleicht solltet ihr auch mal eure Kinder sehen, auch und gerade vorausschauend.

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T
Carlos:

Du bist weitaus mehr als nur Ehemann und Bittsteller! Du bist auch mehr als Dein beruflicher Erfolg. Und Du bist mehr als die Zahl auf Deinem Konto.

Stell Dir mal vor, Deine Frau gäbe es jetzt nicht (meinetwegen fast foward 10 Jahre und ihr habt Euch einvernehmlich getrennt, keine Diskrepanzen, den Kindern geht es gut) und Du hast keinen Job mehr (aus Grund X). Wer bist Du dann? Wo bist Du? Siehst Du Dich in einer Bar, durch Bumble swipend oder liegst Du mit einem guten Buch am Strand, Dein Kumpel holt Euch gerade ein gutes Getränk und ihr erzählt Euch alte Geschichten, bis Euch die Bäuche vor Lachen weh tun?

Ja, das ist super hypothetisch und vielleicht nicht realistisch, aber die Gedanken sind frei. Wie Shum anriss:

Welche Deiner Ich’s magst Du eigentlich wirklich gern? Wie sollte ein Fremder Dich sehen? Was ist der Kern Deines Seins? (außer dem bereits aufgezählten)

Warst Du vor Deiner Frau eigentlich Single und hast mal allein gewohnt, Zeit mit Dir selbst verbracht und gelernt, Dich zu lieben?

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A


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