Zitat von 6rama9: Ich sehe das auch in helfenden Berufen so. Jemand, der sein absolut bestes in der Pflege gibt, macht das im Endeffekt nur aus einem einzigen Grund: Um seinen inneren Antreiber zu befriedigen. Er/sie berauscht sich nicht an der Macht, sondern an dem Gefühl etwas Gutes für andere Menschen getan zu haben.
Es scheint, als hättest du eine sehr idealisierte Vorstellung vom Sozial-und Gesundheitswesen.
Es geht überdurchschnittlich viel um Macht. Selbst der kleinste Mitarbeiter hat die Macht darüber, ob es dem ihm Anvertrauten gut geht oder nicht. Glaub mal, da tun sich Abgründe auf.
Wer kennt sie nicht, die Story der Altenpflegerin, die mal eben klamheimlich ein paar Senioren killte.
Da sie angeblich Mitleid hatte.
Nicht doch. Das Gefühl der Macht über Leben und Tod war der entscheidene Faktor.
Das kann süchtig machen. Genau wie bei einem Politiker, der nicht abtreten will.
Deshalb bringt sie so lange Senioren um, bis man ihr auf die Schliche gekommen ist.
Schau sie dir an, die Grausamkeiten in der Pflege. Offensichtlicher Machtmißbrauch.
Die Dame hat nicht aufgegessen? Kriegt sie halt die Windel nicht gewechselt. Selbst schuld.
Ja, so denken einige Pfleger.
Die med. Fachangestellte hat die Macht darüber, ob du beim Blut abnehmen nur einen Pieks merkst oder eine Woche eine blaue, dicke Stelle am Arm hast.
Schau dir Ärzte an. Wie sehr sie ihre Macht genießen, indem sie den Patienten nicht ernst nehmen und ihm Symptome absprechen. Gut bei Privatpatienten nicht so. Doch auch da nutzen sie ihre Macht zum Abkassieren. Merkt der Laienpatient nicht mal.
Wenn du Zeit und Langeweile hast, lies dich mal ein zu einer sehr bekannten machtbessenen Person, die sich nach außen allerdings sehr gut verkaufen konnte: Mutter Theresa.
Dagegen sind ein paar Unternehmer fast harmlos, weil sie gar nicht den direkten Zugang zu Leben/Tod/ Gesundheit haben.