Zitat von Timeconsumption: Würde uns ein einziger Mensch reichen, um alle Bedürfnisse abzudecken
Es geht in einer Beziehung aber doch nicht darum ob der Partner ALLE Bedürfnisse abdeckt - wie sollte das auch gehen..? Das ist ja gar nicht möglich. Vielmehr geht es in einer Beziehung doch um partnerschaftliche Bedürfnisse - Liebe, Anziehung, Intimität usw.
Für alles andere gibt es klar Freunde, Familie, Bekannte usw.
Ich verstehe schon, dass das Kind hier längst in den Brunnen gefallen ist - angeblich haben Carlos und seine Frau ohne Verliebtheit, Kribbeln usw. geheiratet. Hätte ich nie gemacht. Dann lieber gar nicht.
Klar, ich verstehe dass man aus so einer speziellen Situation heraus vielleicht Bedürfnisse nach anderen Partnern verspürt.
Ich persönlich tue mir unheimlich schwer damit das nachzuvollziehen, da ich mich damals krass in meinen heute Mann verliebte (beruhte auf Gegenseitigkeit) und wir uns bis heute sehr anziehend finden.
Ich bin offengestanden einfach nur dankbar, dass der Sex richtig gut ist und ich nicht mit irgendwelchen fremden Typen ins Bett muss, könnte nur schlechter sein.
Aber ich habe mich offensichtlich auch unter ganz anderen Voraussetzungen gebunden.
Aus der Perspektive von Carlos und seiner Frau verstehe ich schon, was sie umtreibt. Ich fürchte nur mir wäre das zu wenig Grundlage gewesen, um eine Beziehung zu führen. Aber das sieht und erwägt jeder anders.
Ich denke nur, dass dieser Unterschied erklärt, warum es eben nicht allen so geht und warum nicht jeder insgeheim eine offene Beziehung möchte - wie gerne behauptet wird.
Wenn man natürlich nie erfahren konnte wie es ist, richtig schwer verliebt zu sein... sicher wird einem dann etwas fehlen. Hat man das erlebt und ist das Gefühl irgendwie noch lebendig (bei meinem Mann reicht da ein Blick oder eine Berührung) fehlt einem da eher nix.