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Beste Beziehungsform finden offen / geschlossen?

ElGatoRojo
Zitat von Dauerverliebt:
Und zwar nicht, weil er es will. Sondern aus einem fremd- und eigeninduzierten Schuldgefühl seiner Frau gegenüber heraus.

Nun, wenn man gelernt hat sich für Zuneigung anstrengen zu müssen ist diese Kompromissfähigkeit gegeben. Wohl bei jedem mehr oder minder. Aber bei Carlos eben schon sehr stark.

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6rama9
Zitat von thegirlnextdoor:
Du magst das Absprache nennen - aber oftmals entwickeln sich solche Dinge, und ich kenne einige Frauen, die damit alles andere als glücklich waren.

Ich bin fest überzeugt, dass solche Dinge schleichend passieren. Da denkt man, nach 6 Monaten arbeitet die Frau wieder, aber dann kränkelt das Kind, dann findet man keinen Hort, dann wird der Mann befördert, dann baut man, dann ist die Oma krank und kann mixt betreuen. Und so werden aus Wochen Monate und Jahre. Der Mann arbeitet mehr und mehr, dann kommt das zweite Kind und irgendwann ist man so weit vom Job weg, dass der Re -Entry schwer wird. Vielleicht fängt man dann halbtags in St-Kl 5 an und stellt fest, dass fast nichts hängen bleibt.

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A


Beste Beziehungsform finden offen / geschlossen?

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T
Zitat von ElGatoRojo:
Nun, wenn man gelernt hat sich für Zuneigung anstrengen zu müssen ist diese Kompromissfähigkeit gegeben. Wohl bei jedem mehr oder minder. Aber bei Carlos eben schon sehr stark.

Richtig. Das trifft aber tatsächlich auf viele Menschen zu, die das so gelernt haben... vermute stark, es ist bei Dauerverliebts Frau nicht so viel anders.

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D
Zitat von 6rama9:
Aber warum eigentlich nicht? Warum gönnst du es deiner Frau nicht, sich den Sex den du ihr nicht geben willst oder kannst, außerhalb der Ehe zu holen? Wertschätzung der Partnerin beinhaltet doch auch das Respektieren ihrer Sexualität und ihrer Bedürfnisse.

Kann sie. Jederzeit. Mit soviel Männer wie sie möchte. Alles kein Thema. Nur eben nicht mit mir als Ehemann.

@thegirlnextdoor und @6rama9
wenn wir das weiter diskutieren wollen, dann sollten wir das vielleicht ausserhalb dieses Fadens tun, denke ich. Meine 6uellen Unterleistungen, die meine Frau zu "erdulden" hat von mir schlimmen Ehemann sind kaum von Belang für Carlos.

#8809


T
@6rama9 ich denke - aus Beobachtung heraus - auch, dass das schleichend passiert. Eine 60+ Karriere mit regelmäßigen Reisen um die Welt macht keiner von heute auf morgen. Da arbeitet man sich rein, wächst rein... die Sache entwickelt sich. Es war für Carlos EF vor 10 Jahren wahrscheinlich auch nicht alles exakt so abzusehen.
Die Leute, die wir kennen, die solche Karrieren machen (auch in unserem Alter) hatten diese Positionen natürlich nicht automatisch mit dem Studienabschluss.

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D
Zitat von 6rama9:
🎯 Tatsächlich sehe ich auch diese Ähnlichkeiten. In beiden Ehen herrscht ein Ungleichgewicht und einer der Partner verzichtet bzw verbiegt sich zugunsten das anderen. Eigentlich müsste @Dauerverliebt sehr gut den TE verstehen. Naja, vielleicht würde @d's Frau den TE besser verstehen als er. ...

Tatsächlich kennt meine Frau diesen Faden. Ihre Meinung zu Carlos EF ist nicht eben schmeichelhaft.
Nicht wegen der offenen Ehe, sondern tatsächlich wegen des dauerhaften pushens von Grenzen. Einmal getroffene Absprachen sollten nicht im Wochentakt in Frage gestellt werden.

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6rama9
Zitat von Dauerverliebt:
Es geht darum, dass Carlos immer mehr aufgibt.

Ich glaube die Kernfrage ist doch : Bis wohin ist Verzicht aus Liebe etwas positives und ab welchem Punkt wendet es sich zum negativen? Ich sehe das Risiko, dass der Punkt bald erreicht ist, aber bisher sicherlich noch nicht.

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ElGatoRojo
Zitat von 6rama9:
Bis wohin ist Verzicht aus Liebe etwas positives und ab welchem Punkt wendet es sich zum negativen?

Individuell wird dies vermutlich verschieden bewertet. Je nach Schmerzgrenze. Oder eben - rationaler gesehen - im Rahmen des "Gesamtpaketes". Aber auch nicht unbegrenzt. Vielleicht sehen wir ja irgendwann, wo Carlos7 seine rote Linie hat. Oder auch nicht..

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alleswirdbesser
Zitat von Dauerverliebt:
Nein, keine offene Ehe. Soweit kommt das noch. Und ich wurde auch nicht mehrfach betrogen. Ich wurde einmal "betrogen", was aus einem ...

Ich würde eines verstehen wollen, einfach für mich - wenn man seiner Partnerin/seinem Partner nicht das geben kann, was in einer Beziehung quasi die Grundlage ist - die 6ualität- wie kann man dann von der Partnerin/dem Partner erwarten, dass sie/er darauf verzichtet und sich mit Bruder/Schwester Beziehung zufrieden gibt? Im hohen Alter - ja, bin ich dabei, aber vorher schon? Eher nicht.

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D
Zitat von alleswirdbesser:
Ich würde eines verstehen wollen, einfach für mich - wenn man seiner Partnerin/seinem Partner nicht das geben kann, was in einer Beziehung quasi die Grundlage ist - die 6ualität- wie kann man dann von der Partnerin/dem Partner erwarten, dass sie/er darauf verzichtet und sich mit Bruder/Schwester Beziehung zufrieden ...

Ich weiß ja nicht, warum meine 6uelle Perfomance jetzt hier plötzlich für euch wichtig geworden ist, aber wer sagt eigentlich, dass meine Frau darauf gänzlich verzichten müsste? Oder gar in einer Bruder/Schwester-Beziehung lebt?
Ich meine, es ist ok, dass ihr mich gerade zu einem meine Frau unterdrückenden Freak hochjazzen wollt, weil ich Carlos nicht feiere für jeden Rückzug, den er seiner Frau gegenüber antritt.
Ich bin im asexuellen Spektrum, mir ist weder der P. abgefallen noch bin ich Impot..
Das einzige ist, dass meine Frau einfordern muss. Was sie mit im älterwerden wachsender Begeisterung tut.

Dass ich meine Frau nicht mit anderen Männern teilen will ist eine meiner sehr persönlichen Grenzen. War es hier im Forum nicht noch bis eben so, dass persönliche Grenzen gesund und wichtig waren? Übrigens einer der Gründe warum ich bei Carlos so eindringlich bin, weil er in meinen Augen seine eigenen persönlichen Grenzen immer weiter verschiebt, was auf Dauer ungesund ist.
Mal nebenbei: Meine ach so bedauernswerte Ehefrau teilt mich auch nicht mit anderen Frauen. Das hat sie mir sehr deutlich zu verstehen gegeben. Oder ist das was anderes? Weil ich würde es ja eh nicht tun?
Hier wird gerade so getan als würde ich das absichtlich mit meiner Frau machen.
Aber gut, vielleicht bin ich ja wirklich ein Monster aus einer längst vergangenen Zeit und Carlos der Vorreiter eine tollen, neuen Zeit der absoluten Beliebigkeit.

@alleswirdbesser Ich erwarte weder von meiner Frau, dass sie verzichtet oder sich mit Bruder/Schwester zufrieden gibt.
Ich sage lediglich, dass ich meine Frau nicht mit anderen Männern teilen werde. Übrigens eine ziemliche Defaulteinstellung hier im Forum.
Und mal eine Gegenfrage: Wo wäre denn deine Grenze so, wenn dein Partner plötzlich sagen würde du, weißt du, du reichst mir nicht? Beim Sex? Oder wenn dein Partner sich nicht genug geliebt fühlt und er eine zweite Beziehung anfängt? Oder beim Kind mit AF während er mit dir verheiratet ist? Wo wäre deine Grenze?
Wie gesagt, ich werde meiner Frau nichts verwehren. Ich werde aber auch nicht dabei stehen und das Rasierwasser eines anderen Mannes von meiner Frau runterschnüffeln. Sie kann so viele Männer haben wie sie mag. Kein Thema. Nur eben nicht mit mir gemeinsam. Ist das wirklich so verwerflich?

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T
Zitat von Dauerverliebt:
Übrigens einer der Gründe warum ich bei Carlos so eindringlich bin, weil er in meinen Augen seine eigenen persönlichen Grenzen immer weiter verschiebt, was auf Dauer ungesund ist.

Ich sehe das hier nicht ganz so, wenn ich ehrlich sein darf.

Carlos ist ein Konstrukt eingegangen, über das er sich vorher nicht so viele Gedanken gemacht hat.

Er sagte - so wie es viele ohne eigene Erfahrung tun würden: dieses und jenes kommt für mich nicht in Frage. Ich hatte aber nicht den Eindruck, dass es eine grundlegende moralische Grenze für ihn war - sondern schlicht viele Dinge, über die er bis dato nicht richtig nachgedacht hatte. Er hatte ja auch keinerlei Erfahrung damit.

Wie viele Dinge lehnt man nicht erstmal aus Reflex ab, weil sie einem komisch vorkommen. Oder man sich eben gar nicht so genau vorstellen kann, wie es sich in der Situation anfühlt. (Allgemein, nicht speziell bezogen auf Sex.)

Nun macht er Zug um Zug Erfahrungen und sieht - ok... Dieses ist eigentlich kein Problem für mich... das geht...
Mit Miss J. hatte er ein grundlegendes Problem: das hat er dann auch gelassen. Natürlich hat seine Frau ihn nicht dazu gezwungen, mal ehrlich - wenn er selbst gewollt hätte, hätte er das so durchgezogen.
Aber da war er straight: seine Grenze - er wollte bei seiner Frau bleiben.

Insofern denke ich, dass diese Grenzenreiterei hier maßlos übertrieben ist. Carlos und seine Frau probieren halt aus, was geht, was nicht geht.

Mit Sicherheit wird Carlos seine Grenzen haben (auch in Bezug auf den Schreiner) wo er sagen wird - bis hierher und nicht weiter.

Er hat hier eben, was wohl die meisten in dieser Situation nicht tun würden, das Forum an einem inneren Prozess teilnehmen lassen.
Und ich vermute, der würde bei vielen Leuten ähnlich aussehen - ganz unabhängig vom Thema.


Zitat von Dauerverliebt:
Ich erwarte weder von meiner Frau, dass sie verzichtet oder sich mit Bruder/Schwester zufrieden gibt.
Ich sage lediglich, dass ich meine Frau nicht mit anderen Männern teilen werde

Und Carlos teilt seine Frau gerne und gönnt ihr den Schreiner.
So what (?)

Ich sehe einfach hinter dieser Grenzen-Diskussion eher Intoleranz gegenüber diesem Lebensmodell. Was ich persönlich absolut nicht nachvollziehen kann, auch wenn ich selbst keine offene Beziehung führen möchte. Muss ja auch keiner, der hier mitliest.

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T
Zitat von Dauerverliebt:
Ich werde aber auch nicht dabei stehen und das Rasierwasser eines anderen Mannes von meiner Frau runterschnüffeln. Sie kann so viele Männer haben wie sie mag. Kein Thema. Nur eben nicht mit mir gemeinsam. Ist das wirklich so verwerflich?

Überhaupt nicht. Nur findest du es bei anderen offensichtlich verwerflich, so abwertend wie du über diese Beziehungsform schreibst.
Warum nicht jeden nach seiner Façon selig werden lassen solange alle Beteiligten ehrlich zueinander sind?

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D
Zitat von thegirlnextdoor:
Überhaupt nicht. Nur findest du es bei anderen offensichtlich verwerflich, so abwertend wie du über diese Beziehungsform schreibst.

Ich finde es nicht verwerflich. Ich sehe das mit den Grenzen halt nur anders als du. Ich habe mich nicht darüber beschwert, dass ich seit einer Woche kurz gehalten werde, während sich meine Frau mit einem anderen Mann vergnügt. Das war Carlos. Aber ich denke diese Diskussion ist müßig. Nur soviel: Nur weil ich nicht wild Applaus klatschend jeden von Carlos' Rückzügen feiere, sondern meine Bedenken anmelde heißt das nicht, dass ich sie verwerflich finde. Ich finde sie nicht gut oder auch nur erstrebenswert, aber verwerflich? Das ist mir dann doch schon ein wenig zu doll. Wer es gut findet, bitte.


EDIT:

Zitat von thegirlnextdoor:
Ich sehe einfach hinter dieser Grenzen-Diskussion eher Intoleranz gegenüber diesem Lebensmodell.


Gut, jetzt bin ich dann auch intolerant. 🤷‍♂ Mal sehen, vielleicht sollte ich dann noch erwähnen, dass meine Frau und ich katholisch sind. Dann kann man noch den religiösen Eiferer von vor ein paar Seiten wieder auspacken.

Ich bin dann raus... Gute Nacht.

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T
Applaus klatsche ich sicher auch nicht... ich denke nach wie vor, dass hier ganz andere Dinge kompensiert werden, die besser bei einem Therapeuten aufgehoben wären.

Aber Carlos sieht es derzeit noch nicht so und ist noch nicht bereit sich einzugestehen, dass hier auf beiden Seiten kräftig kompensiert wird... und so ist das halt der Weg, den seine EF und er gerade gehen. Erfahrungen, die sie beide machen.

Ich denke Grenzüberschreitungen gibt es hier auch, nur haben die zu einem ganz anderen Zeitpunkt und ganz woanders angefangen als mit dem Schreiner.
Das ist in meinen Augen bestenfalls ein Symptom, nicht die Ursache.
Und deswegen glaube ich Carlos auch, wenn er sagt, dass diese Liaison seiner Frau mit dem Schreiner kein so großes Problem für ihn darstellt.
Denn sie ist ganz sicher nicht das größte Problem, das er hier hat, oder das eigentliche Problem.

Aber du hast Recht, es ist müßig. Es wird noch dauern bis Carlos das erkennen will/kann, im Moment passt es einfach noch nicht, was absolut okay ist. Jeder lebt sein Leben und macht seine Erfahrungen in seinem Tempo, nicht in dem Tempo das ein anderer ihm vorgeben möchte.

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alleswirdbesser
Zitat von Dauerverliebt:
Wo wäre deine Grenze?

Es wäre zu Ende und er hätte weiterziehen können. Eine Schwester Bruder Beziehung hätte es bei mir auch nicht gegeben. Diese würde jedoch als Grund gelten, um die Grenzen aufzuweichen.

Ich habe hier nur kurz reingelesen und deine Zeilen offenbar falsch verstanden. Wenn es ein reges 6ualleben herrscht in der Beziehung, dann stünde in meinen Augen die offene Form gar nicht zur Diskussion. Für mich wohlgemerkt, weil du mich gefragt hast.

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