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Beste Beziehungsform finden offen / geschlossen?

T
Zitat von Alduin:
Nein tun wir nicht... Wir reden von einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin, die zum ersten Mal die Leitung bei einem Forschungsprojekt hat und von ...

Ja, habe ich verstanden. Danke. Und darauf schrieb ich bereits, dass sie dennoch nicht am Hungertuch nagen wird 😉

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R
@carlos7
Also sind jetzt beide Dates zugunsten eines Treffen mit Freunden ersatzlos gestrichen, verstehe ich das richtig?

Und wolltet ihr euch nicht ursprünglich beide am Mittwochabend verabredet haben, um die Timeslots zu optimieren und anzupassen?
Nun habt ihr auf Freitag verschoben und dann beides abgesagt?
Zitat:
dann lass uns nächste Woche beide Mittwoch machen

Zitat:
Diesen Freitag besuchen wir statt Schreiner und Korea

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A


Beste Beziehungsform finden offen / geschlossen?

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C
Mein Date gestern abend war erneut klasse. Ich war so mutig mich mit der Koreanerin bei dem herrlichen Wetter im Biergarten zu treffen, wo natürlich immer die Möglichkeit besteht dass ich in Begleitung des Paradiesvogels erkannt werde. Entsprechend nervös war ich daher, wie sie wohl diesmal ankäme. Zum Glück nicht wieder in einem Hosen-Kleid-Sack, sondern in sehr kurzen Shorts mit extralangem, verknoteten Shirt und Strohhut. Auf eine gewisse geschlechtsneutrale Weise sehr anziehend. Auch wenn sie so gar nicht mein Frauentyp ist, spricht ihr androgynes Aussehen meine Hormonproduktion durchaus an. Vielleicht schlummert meine post-pubertäre Phase doch noch irgendwo in mir. Der 6 war auf jeden Fall großartig. Sie mag es durchaus auch mal härter angefasst oder in Position gehalten zu werden.

Problem ist: Ein weiteres 6-Treffen steht in den Sternen. Davor muss ich meine Aufwartung bei ihrer Frau machen. Ohne deren Genehmigung geht nichts weiteres, da war Miss Skinny sehr bestimmt. Ich soll einen Abend nächste Woche, bevorzugt Samstag abend, zum Abendessen vorbeikommen, damit diese mich kennenlernt und ihr Urteil fällen kann. Bin mir nicht sicher, ob ich mir das antun will, ich bin ja kein needy Bittsteller. Auf der anderen Seite finde es ungemein spannend, wie die beiden mit ihrer halboffenen Beziehung umgehen. Ich habe das Gefühl, dass ich nicht der Erste bin, der seine Aufwartung machen muss. Offensichtlich bestimmt bei ihrer Partnerwahl ihre Frau (mindestens) mit. Gut, eine Sorge ist weg: Nämlich die, dass Miss Skinny ihre Partnerin hintergeht.

Meine Frau scheint auch einen schönen Abend mit dem Schreiner gehabt zu haben. Statt Pizza gab es bei den beiden auch Biergarten zum Auftakt. Gut, dass wir nicht zufällig im selben gewesen sind. Miss Skinny wäre mir vor dem Schreiner jetzt wirklich peinlich gewesen.

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C
Zitat von Alduin:
Eine Frage: Warum würde dich das kaputt machen?
Geht bei dir Liebe immer mit Sexualität einher oder macht dich da dein Ego kaputt?

Für mich ist 6 ein körperliches Grundbedürfnis. Wenn das in einer Paar-Beziehung nicht befriedigt wird, ist die Partnerin die falsche. Für mich hat das sehr viel mit Bindung zu tun. Mir ist übrigens völlig unklar, warum ich mich so stark in Richtung 6-süchtig abstempelt. Ich finde es jetzt völlig normal in unserem Alter die lutherisch gepriesenen zwei mal 6 in der Woche zu haben. Das ist doch komplett normal für eine Beziehung. Wir sind doch keine 60, sondern Mitt-Dreißiger.

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C
Zitat von paulaner:
Wäre es für dich wirklich soo schlimm mal eine Zeit lang eben nicht auf den regelmäßigen Sex zu pochen, sondern einfach mal zu schauen, wie deine Frau sich verhält, wenn du mal von dir aus nichts forcierst?
Einfach mal abwarten, ob sie von sich aus auf dich zukommt.

Genau das haben wir doch während des Sabbaticals gemacht. Sie kam auf mich zu und wir hatten 2x die Woche 6 oder ein Verwöhnprogramm. Ich habe während diese Zeit sie KEIN mal zum 6 gedrängt.

Zitat von paulaner:
Wer ist denn bei euch für gewöhnlich derjenige, der den "ersten Schritt" macht?
Bist das evtl. fast immer du?

Vor dem Sabbatical grundsätzlich ich. Während des Sabbaticals so gut wie immer sie. Jetzt läuft es eher so, dass wir beide vorab wissen ob und wann es 6 gibt.

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C
Zitat von Dauerverliebt:
Es geht darum herauszufinden ob du ihr noch romantisch was bedeutest. Wenn du nicht forderst kommt da was von allein. Es wirkt so als organisierst du alles und sie folgt aus Pflichtgefühl oder Schuldgefühl heraus. Lass es und schau mal was von ihr kommt. Ich habe nämlich d2n Verdacht, dass du da eine unschöne Überraschung erleben wirst. Deine Ehe klingt wie eine WG, in der deine Frau ihre Pflicht abliefert um zur Kür raus zu dürfen.
Finde doch erstmal raus wo du stehst. Manchmal ist nichts zu machen der Weg um zu sehen was ist.

Wie gesagt, genau das Experiment haben wir während des Sabbaticals gemacht. Ich sehe keinen Sinn, das Experiment noch einmal zu wiederholen. Überhaupt halte ich den ganzen Ansatz für fragwürdig, denn es gibt nun einmal explizite und implizite Erwartungen. Meine Frau kennt meine impliziten Erwartungen und weiß ganz genau, dass ich *beep* miese Laune bekäme, dass ich unzufrieden und dass ich unser Beziehungskonstrukt in Frage stellen würde. Wir sind 10 Jahre verheiratet, da kennt sie mich so ein bisschen. Daher kam ja auch bei dem Sabbatical-Experiment genau der Kompromiss raus, der rauskam, nämlich 2x die Woche 6, meist beidseitig, manchmal Verwöhnprogramm. Ich habe sie auch nicht darum gebeten, mich im Urlaub täglich zu verwöhnen. Das war allein ihre Idee und hat sie freiwillig und freudig getan. Insofern denke ich, dass bei ihr in Bezug auf unseren 6 alles in Butter ist.

Zitat von kata_smiles:
Ich denke, das will er nicht. Er hat Angst vor dem, was dabei herauskommen könnte. So nur meine Einschätzung

Nun, mal angekommen es käme raus, sie hätte keinen Bock mehr auf 6 mit mir. Dann wäre meine Entscheidung klar: Der Schreiner muss weg. Da sie mich kennt, weiß sie welche Schlussfolgerung käme. Ergo wäre sie ja blöd, meine impliziten Erwartungen nicht zu erfüllen. Ich bin doch auch nicht so doof und verziehe mich am Wochenende ins Büro um an meiner Karriere zu arbeiten und lasse sie allein zuhause sitzen. Da wüsste ich ganz genau, dass meine Frau mich vor die "Job oder Familie" Frage stellen würde. So wie sie genau weiß, dass ich sie vor die "Schreiner oder Carlos" Frage stellen würde. Die Testphase beim Sabbatical hat einen guten Kompromiss ergeben. Und an dem will keiner von uns beiden rütteln.

#9816


alleswirdbesser
Zitat von carlos7:
Mir ist übrigens völlig unklar, warum ich mich so stark in Richtung 6-süchtig abstempelt. Ich finde es jetzt völlig normal in unserem Alter die lutherisch gepriesenen zwei mal 6 in der Woche zu haben. Das ist doch komplett normal für eine Beziehung.

Es geht den meisten denke ich eher um die Freiwilligkeit und die Bereitschaft und die Lust, die von beiden Seiten kommt, ohne dass Vereinbarungen getroffen oder gar Bedingungen gestellt werden müssen und zwar von einer Seite aus. Und 6 nach Plan muss man mögen, hat was von Arbeitsansatz und weniger von Leidenschaft.

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C
Zitat von Alduin:
Carlos stellt auch immer wieder fest, dass Beide sich (inzwischen) ihren Kick außerhab holen (zumindest bei seiner Frau ist das offensichtlich).
Die Frage, ob die sexuelle (regelmäßige) Interaktion zwischen den Beiden überhaupt notwendig ist, ist (aus meiner Sicht) da völlig logisch.

Das ist wirklich eine intellektuell und emotional interessante Frage. Was würde es für uns als Paar bedeuten, wenn wir den 6 zwischen uns einstellen und ihn uns ausschließlich außerhalb holen. Und wie ließe sich das in dem von mir gewünschten Umfang überhaupt machen? Die einzig mir einfallende Möglichkeit wäre, eine 6-Arbeiterin exklusiv für mich anzustellen und in einer der Einliegerwohnungen einzuquartieren. In der einen wohnt die Kinder-Bespaßerin, in der anderen die Papa-Bespaßerin. Finde ich zwar überhaupt nicht anturnend, aber realisierbar wäre so etwas schon. Es sei denn, dass Arbeitsverträge für 6uelle Dienstleistungen sittenwidrig wären. Da müsste ich meinen Anwalt reinschauen lassen, aber ich glaube der würde tot vom Stuhl fallen, wenn ich mit dem Ansinnen käme. Also, die intellektuelle Antwort ist ein klares Nein zur Auslagerung des 6. Die emotionale noch viel mehr. 6 ist für mich ein extrem verbindendes Element, würde das wegfallen hätte das starke Auswirkungen auf meine Bindung zu meiner Frau.

#9818


C
Zitat von alleswirdbesser:
Es geht den meisten denke ich eher um die Freiwilligkeit und die Bereitschaft und die Lust, die von beiden Seiten kommt, ohne dass Vereinbarungen getroffen oder gar Bedingungen gestellt werden müssen und zwar von einer Seite aus.

Das verstehe ich. Ich verstehe aber nicht, warum sich der Verlangensstärkere nach dem Verlangensschwächeren richten muss. Wenn beide ein wenig aufeinander zugehen (so wie bei uns), ist das die partnerschaftlich weit bessere Option. Ich will öfters, sie will seltener, also treffen wir uns in der Mitte. Irgendwie logisch, oder?

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alleswirdbesser
Zitat von carlos7:
Wenn beide ein wenig aufeinander zugehen (so wie bei uns), ist das die partnerschaftlich weit bessere Option. Ich will öfters, sie will seltener, also treffen wir uns in der Mitte. Irgendwie logisch, oder?

Schon, wenn der Schreiner nicht wäre…

Dann könnte ich das Argument mit „sie will weniger oft“ verstehen. Aber sie will nicht weniger, sie will lieber auswärts.

Ich kenne das Problem mit dem Partner, der weniger oft wollte plus Unterstellung ich wollte zu viel und wäre nicht normal. Ich habe versucht ihn zu verstehen. Aber würde er gleichzeitig noch woanders regelmäßig 6 haben und mir gegenüber sowas behaupten, hätte ich da null Verständnis dafür.

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C
Zitat von alleswirdbesser:
Jedoch führt sie offenbar eine Paarbeziehung mit dem Schreiner und du bist der Carlos, der das Zuhause und die Familie vertritt.

Ich denke es liegt in der Natur der Sache einer Poly-Beziehung, dass zwei Paar-Beziehungen existieren. Bei uns ist es so, dass eine Hauptbeziehung und eine Nebenbeziehung gibt. Es gibt aber natürlich auch gleichberechtigte Dreiecke. Mit dem letzteren hätte ich ein ziemliches Problem und halte Gleichberechtigung angesichts der familiären Situation in der Realität sowieso nicht durchführbar. Allein schon wegen Elternschaft, rechtlichen und finanziellen Verpflichtungen durch eine Ehe und einigen anderen Punkten.

Zitat von alleswirdbesser:
Ja, und zwar in ihrer neuen Paarbeziehung mit Schreiner. Nicht wegen Family-Carlos.

Korrekt, der Schreiner spielt eine große Rolle für ihre derzeitige Zufriedenheit. Ihr Job definitiv auch. Unsere vermehrte Quality Zeit auch. Meine Liebe zu ihr auch. Es gibt so viele Apekte, die da reinspielen. Und ich will den Schreiner keinesfalls klein reden. Wie ich schon sagte, er ist ein stabilisierendes Element in unserer Paarbeziehung und keiner von uns beiden will ihn rausdrängen.

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C
Zitat von alleswirdbesser:
Schon, wenn der Schreiner nicht wäre…

Dann könnte ich das Argument mit „sie will weniger oft“ verstehen. Aber sie will nicht weniger, sie will lieber auswärts.

Umso mehr ein Grund für mich nicht in den für mich schmerzhaften Verzicht zu gehen, findest du nicht?

#9822


C
Zitat von Timeconsumption:
Und ich frage Dich nochmal: interessiert es Dich nicht, was sie für Dich empfindet? Interessiert Dich nicht, ob sie dann freiwillig Deine Nähe suchen würde und interessiert es Dich nicht, ob sie dann noch Sex mit Dir WOLLEN würde?

Zitat von thegirlnextdoor:
Ich würde das wirklich wissen wollen. Und wenn es nicht so wäre, dass der Andere noch an körperlicher Nähe interessiert wäre, dementsprechend meine Konsequenzen ziehen.
Aber anschauen würde ich es mir erstmal - was der Andere von alleine ohne Zwang, Druck und ständiges Nachbehandeln oder Bohren tut.

Doch, das interessiert mich sogar extrem. Aber... es ist unmöglich das im Experiment herauszufinden. Das wäre ungefähr so wie ein Fragebogen auszufüllen, bei dem offensichtlich ist, welche Antwort zu welchem Ergebnis führt. Rein zufällig kommt dann nämlich immer ungefähr das erwünschte Ergebnis heraus. Hier ist es einfach so, dass mich meine Frau in- und auswendig kennt. Sie weiß genau, wie wichtig mir 6 ist, ob ich ihr das jetzt im Augenblick zeige oder nicht. Es ist unmöglich von ihr, dieses Wissen einfach zu ignorieren und so zu tun als würde sie mich nicht kennen. Daher kam beim unserem Sabbatical-Experiment "zufällig" ja auch ein Kompromiss heraus, mit dem wir beide leben konnten und können. Wenn ich jetzt zu ihr sage "hey, lass uns doch ab jetzt so oft 6 haben, wie du willst. Ich bin ab sofort 6uell ganz tiefenentspannt" würde sie mich wahrscheinlich zum Urologen schicken. Aber ich sehe durchaus einen Weg, nämlich den über das Coaching. Bei geschickter Moderation und entsprechender Offenheit könnte sie durchaus ihre ureigenen 6uellen Wünsche darlegen. Aber ein erneutes Sabbatical-Experiment würde nur wieder das Sabbatical-Ergebnis liefern, nämlich einen Kompromiss.

Zitat von Springfield:
Wenn Carlos von der Freiheit spricht, die er seiner Frau gab,
dann meint er Freiheit im Bereich seiner persönlichen Grenzen, (die sie nicht verletzen darf).

Dass deine Aussage inhaltlich falsch sein muss, zeigt sich daran, dass ich meine Grenzen ständig erweitert habe. Ihr könnt mir doch nicht gleichzeitig vorwerfen, dass ich meine Frau in meine Grenzen gezwungen habe und vorwerfen, dass ich eine Grenze nach der anderen aufgegeben habe. Das ist doch ein Widerspruch in sich.

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alleswirdbesser
Zitat von carlos7:
Allein schon wegen Elternschaft, rechtlichen und finanziellen Verpflichtungen durch eine Ehe und einigen anderen Punkten.

Mir gefällt deine Argumentation. Leider sehen das nur noch wenige so. Für mich hat die Ehe keine solche Bedeutung mehr nach dem Weggang meines NM. Wir sind auf dem Papier noch verheiratet, aber im Leben spielt das keine Rolle.

#9824


alleswirdbesser
Zitat von carlos7:
Umso mehr ein Grund für mich nicht in den für mich schmerzhaften Verzicht zu gehen, findest du nicht?

Ich habe noch eine Ergänzung hinzugefügt, lies den Beitrag bitte nochmal.

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