Zitat von So-What: Also hast Du grundsätzlich die falsche Frau (siehe Deine Erklärung) und durch Dein Drängen, Deine schlechte Laune und das Formulieren der Erwartungen, der dann mit Druck zu einer Angleichung der Bedürfnisbefriedigung führen soll, soll dieser Fakt verdrängt werden. Oder wie?
Wenn man Partnerschaft auf 6 reduziert, habe ich definitiv die nicht perfekt passende Frau. In allen anderen Belangen harmonieren wir aber perfekt. Beim 6 braucht es halt vielleicht einen Tick mehr Kompromisse als in den anderen partnerschaftlichen Themen. Zeig mir eine Partnerschaft, wo alle Aspekte im Einklang sind... meiner Meinung nach gibt es das nur in Hollywood. Nee... meine Frau und ich passen schon richtig gut zusammen.
Zitat von So-What: Dein Problem ist einfach, dass sie schon immer so war und Du das wussest und nun, ten years later, an ihr anfängst herumzudoktern. Sie wollte noch nie zweimal die Woche Sex mit Dir. Das hat Dich aber vor einer Heirat und Kinder nicht abgeschreckt bisher.
Nö, ich habe 10 Jahre lang mehr Druck gemacht, als in den letzten 6 Monaten. Während des Sabbaticals hat sie völlig ohne Druck 2x die Woche 6 mit mir gehabt. Im Endeffekt ist ihr 6uelles Entgegenkommen eben ihr Beitrag zur Poly-Beziehung. Was wäre denn das für ein Beziehung, in der man dem Partner sagt: "He, ich will jetzt Poly leben und im übrigen ist mir egal, wie es dir dabei geht". Irgendwie finde ich deine Sicht da sehr seltsam... wenn sie die Vorteile einer Poly-Beziehung haben will, muss sie auch bereit sein, für die Haupt-Partnerschaft zu geben. Will oder kann sie das nicht, muss sie halt erkennen, dass Poly für sie nicht funktioniert und sich zwischen einem der beiden Partner entscheiden.
Zitat von So-What: Und wenn sie eben mit ihm das einfach öfter WILL. Dann muss sie trotzdem?
Klar. Ich bin ja nicht Mutter Theresa. Als Endpunkt des Poly-Dreiecks habe ich Bedürfnisse. Werden die in der Poly-Beziehung nicht befriedigt, steige ich aus. Dann muss sie sich zwischen einem von uns entscheiden und wird den Schreiner in die Wüste schicken müssen. Oder mich. Darauf lasse ich es ankommen.
Zitat von So-What: Hier gehts nicht um eine mathematische Gleichung. Und Emotionen kann man weder herbei- noch wegreden.
Das willst du bei mir aber genau machen. Meine Emotionen rund um das Thema 6 marginalisierst du und stellst das Nciht-Bedürfnis meiner Frau über mein Bedürfnis. Das finde ich eine einseitige Sichtweise von dir. Beide Bedürfnisse sind wichtig, daher haben wir einen Kompromiss definiert. Fühlt sich einer von uns beiden durch den Kompromiss unter- oder übervö.gelt, müssen wir drüber sprechen und schauen, ob es einen bessere Kompromiss gibt. Falls nicht, muss das Konstrukt Poly eben geändert werden. Ganz sicher werde ich aber nicht in den einseitigen 6uellen Verzicht gehen.
Zitat von Felica: Man merkt heute mal wieder Deine hormonelle Verneblung.
woran? Dass ich mich eher von der zufriedenen Seite zeige?
Zitat von meineMeinung: Bekommst du die erste Stunde morgens eigentlich bezahlt? Ich hätte mir das nicht leisten können, bei mir hing das Anlaufen der Produktion eines Werkes von meiner Arbeit ab. Dort hätte der Werksdirektor schnell on meinem Büro gestanden. Aber ich war ja auch keine hochdotierte studierte Führungskraft, bei denen sowas wohl die Norm ist(?).
Ich habe als leitender Angestellter völlige Arbeitszeit-Freiheit. Einer der Vorteile, die ich mir in 10 Jahren 60h-Wochen erarbeitet habe. Ich werde nicht an Arbeit, sondern an Ergebnissen gemessen.
Zitat von Timeconsumption: Vielleicht habe ich es wieder falsch verstanden, aber gab es in den letzten Wochen seit Ende Deiner Auszeit tatsächlich 2x in der Woche Sex mit Deiner Frau? Oder gabs eher Befriedigung für Dich und Vertröstungen?
Es gab 2x 6 pro Woche, manchmal sogar 3x, manchmal auch nur 1x. Bei weitem nicht immer war das mit Penet. verbunden. Manchmal ging es meiner Frau auch nicht um ihre Befriedigung, sondern ausschließlich um meine. Im Urlaub zB ging es fast ausschließlich um meine Befriedigung. Vertröstungen gab es eigentlich gar keine, ich habe ja nicht nach 6 gefragt oder darauf gedrängt.
Zitat von Timeconsumption: Zudem geht es Dir ja auch nicht um 2x die Woche Sex, um Deiner Frau emotional nahe zu sein, sondern um 2x die Woche Druckentladung durch Deine Frau.
Nein, das siehst du falsch. Für bedeutet 6 mit meiner Frau sehr starke Bindung. Danach eng umschlungen dazuliegen oder sich anzulöffeln, schüttet bei mir riesige Mengen Bindungshormone aus. Übrigens auch, wenn sie nicht auf ihre Kosten kommen wollte.
Zitat von Dauerverliebt: Gedankenwechsel: du gehst dorthin als der Mann, der ihrer Partnerin das gibt, das sie nicht kann. Du bist kein bittsteller, sondern der stabilisierende Faktor. Du bist der Grund, warum die primäre Partnerschaft nicht zerbricht.
Im Grunde genommen wie bei dir und deiner Frau.
das ist wirklich ein guter Punkt. Ich glaube du hast völlig Recht. Ich stelle mich der Inquisition ihrer Frau. Mir ist die Koreanerin tatsächlich mit ihrer unorthodoxen Art etwas ans Herz gewachsen, nicht nur an die Hüftgegend. Außerdem hat sie so etwas jugendhaftes an sich (auch wenn sie nur ca 10 Jahre jünger als ich ist), dass mein väterliches Helfersyndrom schon wieder anfängt zu arbeiten. Samstag in einer Woche passt mir eigentlich ganz gut und meiner Frau eventuell auch, da sie angedeutet hat, dass die Schwester des Schreiners am kommenden Wochenende wieder im Lande ist und das ausgefallene Zusammentreffen der beiden Frauen dann stattfinden könnte. Mal schauen, muss ich heute abend mit meiner Frau besprechen. Wahrscheinlich besteht sie dann endgültig darauf, dass ich mich mit dem Schreiner treffe, wenn ich das in Grün bei der Koreanerin tue.
Zitat von Lotte08: Das ist der Deal. Deine Frau erfüllt Deine Erwartungen (aus Pflicht?), damit sie den Schreiner behalten kann. Ist Dir das für Dich selbst nicht ein bissl wenig?
In der Tat wäre mir das zu wenig, wenn es sich nur darauf reduziert und meine Frau misslaunig an mir herumkaut. Meine Frau erfüllt meine Erwartungen aber nicht aus Pflicht, sondern aus dem Gefühl heraus des liebevollen Geben und Nehmen. Ich gönne ihr den Schreiner, sie gönnt mir befriedigende Momente
und umgekehrt. Ich formuliere deine Aussage einmal um:
Das ist der Deal. ich erfülle ihre Erwartungen (aus Pflicht?), damit ich den gewünschten 6 behalten kann. Ist ihr das für sie selbst nicht ein bissl wenig?Warum sollte das kein Problem für sie sein, deine Aussage aber ein Problem für mich?