Zitat von AnnKi: Ich bin nicht mehr Mitinhaberin der Firma sondern Angestellte in Elternzeit.
Das ist doch schon mal eine gute Aussicht.
Zitat von AnnKi: Wenn er aber in solcher Not steckt wieso spricht er dann nicht mit mir?
Ja nun, hier rächt sich vermutlich eure doch sehr klare Familienkonstellation. Du selbst sagst, du bist wahnsinnig weit weg vom Thema Finanzen, hast keinerlei Überblick. Nicht weiter verwunderlich als stillende Mama, die vier Kleinkinder zu ver- und umsorgen hat. Ich vermute, dass dein Mann auf der einen Seite keine echte Hilfe, die er ziemlich dringend gebraucht hätte, von dir erwartet hat, auf der anderen Seite sich auch schämt, als Familienvater und Versorger derart zu "versagen". Der menschliche, emotionale Faktor sollte in solchen Konstellationen nicht unterschätzt werden. Auch wenn die Ratio ganz andere -"richtige" Wege und Handlungsempfehlungen aufzeigt.
Zitat von AnnKi: Wir hätten gemeinsam eine Lösung gefunden und auch den Verlauf des Hauses und die Insolvenz der Firma wäre ich mit ihm zusammen gegangen.
Noch scheint ja alles ziemlich frisch, sieht es so aus, als würde sich jetzt die Lage extrem zuspitzen. Nicht umsonst ist gerade erst das Konto zum ersten Mal leer geräumt worden. Gib euch beiden vielleicht die Chance, euch zu sortieren. Wenn du mal einen neutralen Überblick über eure wirtschaftliche Lage hast, dein Mann merkt, dass du dich nicht in der duldsamen Muttchenrolle einrichtest, vielleicht könnt ihr dann wieder anfangen, am gleichen Strang zu ziehen. Im Moment seid ihr derartig im Ungleichgewicht, das kann nicht funktionieren.
Zitat von AnnKi: Wenn man in solcher Not steckt und solche Probleme hat die man versucht zu decken (wie ich mir gerade ausmale) hat man doch keine Energie mehr für noch eine weitere Frau. Die möchte doch mit kompletter Aufmerksamkeit bedient werden und solche Sorgen kann man nicht einfach beiseite legen.
Ganz ehrlich, mich würde es nicht wundern, wenn die Frau einfach nur eine Ablenkung von Sorgen und Nöten wäre. Bei dir und euren Kindern steht er in einer Verantwortung, der er aktuell nicht gerecht werden kann. Da ist vielleicht ein kurzer Abstecher aus den Zukunftsängsten, Scham und Nöten ganz angenehm.
Geh deinen Weg weiter, lass dich von deinen Eltern stützen, schau, dass dein Anwalt auch wirtschaftsrechtlich bewandert ist (sorry, wenn ich mich wiederhole, es erscheint mir sehr wichtig, mit der Firma als einzige finanzielle Säule im Hintergrund!) und mach keine Zugeständnisse, bevor du nicht einen wirklichen Überblick über die Situation hast.