Zitat von Loveofmylife:Hallo,
ich habe heute einen 26jaehrigen getroffen. Seine Aussage war, dass eine liebevolle Beziehungen keinen Mehrwert für ihn hätte. Er hätte keine Probleme mit Frauen. Die würden ihn ansprechen und er hätte halt S. und verbringt Zeit.mit denen, aber Energie würde er nicht in sie investieren.
Beziehungen würden Maenner schwach machen und er würde den Fokus auf Geld verdienen legen die nächsten 10 Jahre und dann wird er sich ne juengere nehmen
. Er studiert Finanzen.
Was sagt ihr dazu ? Ich finde Partnerschaften was schönes und könnt ihn nicht verstehen. Aber jedem das seine . .
Hallo!
Du hast diesen Mann heute getroffen/kennengelernt und dann kommt dieser Ausspruch des Mannes,wie ist es dazu gekommen?Hattet ihr eine Diskussion darüber?Seid ihr miteinander bekannt oder gar "zusammen" oder hattest Du Interesse?Eine Aussage so zu bekommen,wenn ich einen Menschen das erste Mal treffe,ist schon bemerkenswert.Und seltsam.Welcher Mensch spricht das so deutlich und ungeniert aus,gerade gegenüber einem fremden Menschen?
Wie auch immer,wenn ich bei der Kernthematik bleibe,dann sehe ich es so,dass der junge Mann durchaus seine Ziele hat udn nicht frauenfeindlich ist,sondern sich sehr genau vorgenommen hat,wie er sein Leben gestaltet.Er will Geld verdienen,welcher junge Mann will das nicht.Und Menschen die studieren,streben meistens erst recht einen höheren Status und Wohlstand an,wollen Karriere und Vermögen machen und suchen später entweder nach gleichgestellten Menschen oder eben attraktiven jüngeren Menschen,weil sie es sich leisten können und wollen.Nun,schauen wir mal,ob der Mensch das auch noch so in 20 oder 30 Jahren sieht,wenn er einige Lebenserfahrungen mehr auf seinem Wissenskonto hat.Momentan scheint er sehr fokussiert.
Nun bin ich fast doppelt so alt wie er und kann zumindest bestätigen,dass normale feste Partnerschaften auch für mich keinen Sinn mehr machen.Aber mir geht es nicht um Geldverdienen (ich lebe im unteren Segment),ich sehe bei den Frauen nur den Vorteil für mich,mit ihnen eine schöne Zeit zu haben mit Intimität und 6,mehr können mir Frauen nicht bieten.Auch wenn wir in emanzipierten Zeiten leben,eine Frau würde nie oder sehr selten einen Versorger abgeben für einen Mann,umgekehrt ist das aber noch vielfach gegeben,trotz Emanzipation.Nur sind heutzutage die Ansprüche anders und die Zeiten auch,Frauen haben ganz andere Möglichkeiten und die nutzen sie auch aus.Einem Mann,dem das bewusst ist,wird daher sehr genau schauen,ob er sich auf eine feste Beziehung einlassen wird.Auch wenn ich mehr Geld verdienen würde oder einen besseren sozialen Status hätte,Frauen hätten für mich auch dann keinen Mehrwert.Ich denke,in der heutigen Zeit ist das auch gar nicht mehr gewollt.Ein jeder Mensch soll sich perfektionistisch optimieren,jedes Dating nach unten bedeutet sozialer Absturz,weniger Geld,weniger Status.Frauen sind da ganz besonders drauf bedacht,hier ist nun auch mal ein Mann darunter.Es gibt es auf beiden Seiten.
Feste Partnerschaften haben für mich den Charakter einer Firma,die laufen soll,wo es zwei Geschäftsführer gibt,wo jede/r der oder die Geschäftsführerposition ausfüllen möchte.Ein Wettlauf,erst gemiensam und dann ist man irgendwann einsam,weil sich zumeist eine der Führungspositionen verändert.Im Wesen,in den Prioritäten.Plötzlich ist das bisher gut bestückte gemeinsame Leben trist,schlecht,nicht mehr gleichlaufend in eine Richtung,was Entwicklung und Optimierung betreffen und dann kommt es zum Zusammenbruch der "Firma".Und meistens geht dann einer von beiden daraus sehr schlecht hervor.Dieses Firmensterben habe ich selbst erlebt und ich bin auch nicht mehr davon überzeugt,dass mich eine Frau alleine glücklich machen kann.Darum habe ich lose Beziehungen,ONS,Fplus und Affären.Mal ist da Hochkonjunktur,mal Rezession.Unglaublich aber wahr,das Liebesleben ist im Grunde zu einer wirtschaftlichen Gesellschaft mutiert.Kompromisse sind da deplatziert,jeder Mensch will nur das Beste und das auch noch möglichst schnell.Und wenn das gute Stück dann nicht mehr optimal läuft,erfolgt der Austausch und oder die Entsorgung.
Ich selbst bin froh mich aus diesem Kreislauf verabschiedet zu haben.Ich mag am unteren Segment der Gesellschaft leben,aber wie es ein anderer User hier ausdrückte,ich habe meine Ruhe und meine Zielgruppe,die in meinem Leben eine nur beiläufige Rolle spielen,zeitweilig auftauchen,dann wieder verschwinden und irgendwann wieder da sind und der Kreislauf beginnt von neuem.Diesem Kreislauf gewinne ich mehr ab als die one route and fail Strategie der bindungswilligen,bindungssüchtigen und letztlich vielfach gescheiterten Menschen,so sehr sie mir auch leid tun.