Nougat
Gast
Normalerweise bin ich was familiäre Dinge angehen eher introvertiert und zurückhaltend diese nach außen zu tragen. Ich erwische mich aber immer wieder dabei wie sehr mich die Beziehung zu meine Schwester belastet. Im Grunde ist unsere Beziehung massivst gestört einerseits. Und andererseits ist sie meine Schwester.
Ich habe ein enormes Verantwortungsbewusstsein für sie, welches mir schon als Kind in die Wiege gelegt wurde. Ich musste schon sehr früh funktionieren und mir wurde die Mutterrolle frühzeitig auferlegt.
Meine Schwester ist 3 Jahre jünger als ich und sie war die Prinzessin Zuhause und ein Wunschkind.
Auslöser weshalb ich jetzt darüber schreiben will, war ihre arrogante, herablassende Art mir gegenüber wegen eines Foto. Mein Foto.
Sie machte sich wieder einmal über ein Foto von mir lustig. Redet es schlecht, und stellt sich im selben Moment als die Bessere, Schönere hin. Das sie so tolle Sachen hat und einfach extrem schön ist. So schön das sie zum Shooting nach Leipzig eingeladen wurde. Und lachend, herablassend meint, ich könne ja mit ihr gemeinsam dahin fahren.
Und das ist und war im Grunde schon immer Thema Nr 1 bei Zuhause. Es geht nur ums schön sein und besser sein. Ich durfte mir schon von klein an anhören, ich sei die Neidische von uns beiden. Dabei wurden wir so erzogen, wenn ich was geschenkt bekam, sie solange Theater machte, bis man mir es wegnahm, und sie bekam. Und ich war darüber immer sehr traurig, weil ich schon so wenig geschenkt bekam, und man mir das bisschen auch noch wegnahm.
Ich muss jetzt dazu noch ein bisschen tiefgründiger ausholen, da wir aus einen schwierigen Elternhaus kommen. Ich war Zuhause Jahrelang Opfer von Gewalt. Meine Schwester erinnert mich zusätzlich vom Verhalten und ihre Art her an unseren Vater.
Ich hab sie in der Vergangenheit immer und immer wieder auf ihr Verhalten aufmerksam gemacht, jedoch ohne Erfolg. Sie lebt sprichwörtlich ihn(Vater) aus. Wir hatten beide Therapien. Ich konnte mich jedoch erfolgreich in einer Traumatherapie von meiner Last befreien, worauf ich sehr stolz bin.
Bei meine Schwester hingegen fruchtet alles nichts. Selbst die Oberärztin meinte damals zu ihr, das sie so eine arrogante, herablassende und menschenverachtende Art an sich hat, und total verbohrt in ihren Denken sei. Sprich hoffnungslos, aussichtslos.
Bei ihr herrscht ein einziges Konkurrenzdenken. Dieses Muster ist wiederum von unsere Mutter. Die ganzen Anfeindungen(Frauen) und das schlecht machen(Frauen) dienen nur einen: mich! Ich kann das schwer erklären.
Und ich hadere Jahre mit mir, ob mich diese Beziehung bereichert, oder eher krank macht.
Mir kommt es so vor, das man mir Vorwürfe, Schuld in die Schuhe gibt, das die "Familie" durch mich kaputt ging. Und die Person(Vater), die das alles verursacht hat, "schön" geredet wird. Sprich die Rollen vertauscht werden. Er als Opfer, und ich bin Täter.
Ich könnte noch soviel mehr schreiben, weil es mich grad so wieder beschäftigt.
Danke fürs Lesen.