ein Thema, das bewegt! BA gab es bestimmt schon immer. Aber kann es sein, dass sie in der Gesellschaft zunimmt? Bekomme es immer häufiger in meinem Umfeld mit, dass eher Unverbindlichkeit, statt Verbindlichkeit gesucht und gewünscht wird. Wobei das wohl nichts mit einer ernsthaft psychischen Störung (kann man das so nennen?) zu tun hat, wie es bei meinen Flüchtigen der Fall ist.
Zitat von tesa:Oh bitte, Sternchen! Mach das nicht!
Er empfand mehr (und tut es immer noch) als für viele vor dir!
umso schlimmer, dass genau das der Grund ist, warum er ins "Off" ging. Hätte er weniger für mich empfunden, hätte ich jetzt wohl noch Kontakt mit ihm. Da es mir aktuell (Tag 4 der Kontaktsperre) sehr übel geht, kann ich mich über sein Gefühl zu mir nicht wirklich freuen. Irgendwie kann ich es mir einfach nicht vorstellen (oder will es nicht?), dass er von heute auf morgen gar nichts mehr empfindet. Auch wenn es ich für mich so anfühlt. Das ist alles so typisch bei dieser BA.
Vielleicht weiß ich sein Gefühl, das er mal zu mir hatte, später zu schätzen, wenn ich hoffentlich über den Kummer irgendwann mal weg bin.
Zitat von tesa:Hattest du davor schon mal eine - wenn auch nur in Grundzügen - ähnliche Geschichte?
Zitat von blume94:Ich denke was man bei Beziehungsängstlern auch noch beachten sollte sind die Zeitpunke der Rückzüge und ich glaube da gibt es auch gewisse Mechanismen die zum tragen kommen können ...
Ein bindungsängstlicher Mensch wird immer dann flüchten,wenn es in der Beziehung oder beim Kennenlernen einen Schritt vor gehen sollen ...
nein, ist mir noch nie passiert! Hatte ich noch nie und ist mitunter das Schlimmste, was mir je passiert ist!
Ja, er hat immer die Distanz gesucht und nun das Off, wenn es gerade sehr innig und intensiv war. Ich glaube, zuletzt machte ihn sogar "Angst", dass das mit uns schon 1 Jahr so ging. So lange hat er es noch nie ausgehalten. Denn als in der intensiven Zeit die Sprache auf die Dauer kam (er bedankte sich sogar für meine Standhaftigkeit), leitete er kurz darauf sein aktuelles "Off" ein!
Zitat von Floflo:ch liebe diese Frau sehr und habe sehr viel Verständnis aufgebracht.
Jedoch habe ich es verpasst, rechtzeitig von Zug abzuspringen.
Zitat von Floflo:Bindungsängstliche möchte einzig und alleine über den Zeitpunkt und die Dosis der Liebe bestimmen.
floflo, stimme ich in allem zu 100% zu!
Aber nicht mal das hilft, wenn sie alleine bestimmen dürfen! Die Angst ist wohl zu übermächtig
Zitat von Ella:iebe Tesa, ich befürchte, wir tun allen Leid hinzufügen, die sich auf uns einlassen, nicht nur dem "Einen". Solange wir nicht wirklich Verantwortung dafür übernehmen und unser Verhalten nicht bändigen.
ja, das ist leider so. Aber wie würdet ihr es "bändigen" wollen? Dachte auch immer wieder, wie kann er sich so seiner Angst hingeben, so gehen lassen, könnte er sich nicht mal etwas "zusammen reissen"? Es ist für einen bindungssicheren Menschen einfach schwer nach zu vollziehen. Glaube, dass letztendlich nur eine Therapie hilft.
Zitat von Floflo:Mich wird es noch lange beschäftigen, weil man wahre Liebe im Endeffekt aufgeben MUSS um nicht kaputt zu gehen.
Zitat von Floflo:Ich hatte noch nie ein so intensives Kennenlernen wie mit dieser Frau.
Absolute Hingabe, Leidenschaft und Anziehung.
Emotional kann man nur verlieren.
floflo, hier sitzen wir absolut im selben Boot! Ich weiß bisher auch nicht, wie ich das verarbeiten, aufarbeiten kann. Wie schaffst Du das bisher? Hatte bisher den naiven Gedanken, die Liebe wäre stärker als die Angst. Aber da habe ich mich wohl leider völlig getäuscht.
Zitat von DarkSun:Hey Blume, so sehr ich das normalerweise befürworten würde, setzt bei mir gerade Ernüchterung ein. Wir haben uns gerade mal eine Woche zusammengerafft, und schon wirds für mich fast wieder unaushaltbar. Vielleicht ist das doch alles Bullsh*t. vielleicht ists nur möglich, mit einem neuen Partner die gelernten Dinge umzusetzen. Bei einer Trennung geht verdammt viel kaputt.
das sieht meiner vielleicht genauso

deswegen wird er sich wohl in der Dating-Börse angemeldet haben. Wobei er selbst immer gesagt hat, dass ihm völlig bewusst ist, dass er wieder Angst/Panik bekommen würde, auch mit einer neuen Frau, wenn sich ähnliche Gefühle wie er zu mir hatte, wieder einstellen würden und er wieder in so eine Situation kommen würde.
Deswegen verstehe ich das von ihm einfach nicht!
Zitat von DarkSun:Die nicht enden wollenden Diskussionen um einen neuen Weg zu finden nerven mich, und sind trotzdem unumgänglich.
ja, das hat meinen auch genervt! Wobei wir mal festgestellt hatten, dass es uns gut tut, offen und ehrlich über alles zu reden und es uns sogar manchmal weitergebracht hat.
Zuletzt hat er sich aber dagegen völlig verweigert. Mir sogar wie ein "Redeverbot" erteilt, da er nicht immer an seine Problematik erinnert werden möchte. Ich hab's so gut es ging beherzigt. Geholfen hat's trotzdem nicht
Zitat von blume94:Du würdest sie für immer verlieren ! Ich gehe nicht davon aus,dass du nochmal eine dritte Chance bekommen würdest ! Du würdest dieser Frau unendlich weh tun,so hat sie sich doch gerade erst wieder auf dich eingelassen !
blume hat völlig Recht! Ich bin jetzt an diesem Punkt angekommen, an dem es kein Zurück mehr gibt! Auch wenn mir in meinem aktuellen Kummer manchmal Gedanken aufkommen, wie z.B. "man sieht sich im Leben zweimal", oder vielleicht gibt es ja doch noch zu einem späteren Zeitpunkt eine Chance für uns, wenn die Therapie evtl. Früchte trägt. Aber das ist eben gerade Wunschdenken, nicht die Realität! Ich kann nicht hellsehen oder sagen, ob ich mich noch einmal in meinem Leben auf ihn einlassen würde, ihm vertrauen könnte. Wahrscheinlich wäre die Angst, alles wieder so erleben zu müssen, riesengroß.
Die habe ich ja jetzt schon bei dem Gedanken, mich evtl. mal wieder auf einen neuen Mann einzulassen. Ich habe große Angst, dass mir sowas nochmal passiert!