Die Kinder haben einen Vater und brauchen keinen Ersatz-Papa. Sie sind auch nicht Deine Stiefkinder. Du bist der Freund ihrer Mutter und sie sind die Kinder Deiner Freundin. Ihr - damit meine ich besonders Deine Partnerin und Dich - solltet Eure Rollen erst einmal definieren und Euch da langsam reinfinden.
Zitat von Legeti66:Es ist unterschiedlich. Meist ist sie so ratlos wie ich. Manchmal droht sie ihr, dass sie zum leiblichen Papa gehen muss oder stößt oft leere Drohungen aus. Sie hat schon ihr Pony verkauft, was die Tochter jedoch nicht groß interessiert hat.
Das ist so ziemlich das Schlimmste, was ich jemals hier gelesen haben. Sie "droht" damit, die Kinder zum Vater zu schicken? Sie verkündet sowas als Strafe? Das ist unmöglich! Wenn ich lese, er hätte einen Sorgerechtsstreit "angezettelt" (mit den Zusatz "und verloren"), dann heißt das erst einmal gar nix. Les hier mal in den ganzen Threads, wo Väter um ihre Kinder kämpfen, die Mutter dicht macht und Gerichte pro Mama entscheiden, weil es halt aus Gründen in D meist so ist.
Die Eltern der Kinder - Deine Freundin und ihr Ex - tragen ihre Differenzen auf dem Rücken der Kinder aus. Daran ist Deine Partnerin sehr beteiligt, s. ihre obige Aussage.
Ein Haustier zu verkaufen, als Strafe, ist sowas von daneben. Wenn ein Pony finanziell nicht mehr zu halten ist, ist das eine andere Sache. Das kann man einem Kind zwar schwer, aber durchaus altersgerecht erklären. Ist der Erlös auf das Sparbuch der Tochter geflossen?
Zitat von Legeti66:Sie war schon mehrmals beim Psychologen. OHNE ERFOLG !
Sie kommt nach Hause und meint : "Ich brauche keinen Psychologen. Wenn ich zicken will, dann zick ich !".
Und nun ?
Womöglich braucht auch die Tochter keinen Psychologen, sondern die Mutter!? Nee, ich finde es schon gut, wenn Kinder, die unter einer Trennung leiden, Hilfe bekommen. Nur Wunder darf man nicht erwarten. Kein Psychologe kann alleine "reparieren", was Eltern verbocken. Gilt auch für Kindergärtner/innen und Lehrer/innen. Bei dem Kind hört es sich an wie "abgegeben, immer noch mit Mängel, na - ist dann halt so. Ich kann nix dafür!"
Zitat von Legeti66:Ich glaube sie hat mittlerweile resigniert und sagt zur Tochter nicht mehr viel. Das Einzige was kommt, sind leere Drohungen, worüber die Kleine mittlerweile lacht.
Eher bekomme ich viele Sätze zu hören wie "Die Kinder sind nunmal da", "ich kann sie auch nicht totschlagen", "keine Ahnung, was ich noch tun soll", "Meinem Ex habe ich das zu verdanken", usw.
Ja, die Kinder sind da. Ungefragt und von den Eltern hoffentlich gewollt. Und sie sind noch klein - was erwartet Deine Partnerin von einer 9jährigen, wenn sie selber nur "keine Ahnung" hat?
Ich glaub Dir sofort, dass Du mit der Situation unglücklich und überfordert bist. Du liebst Deine Freundin und suchst nach Lösungen. Das Problem ist und bleibt aber nicht das Mädchen, das liegt bei Deiner Freundin. Ich glaube, was das Mädel da abzieht, hat weniger mit Dir als mit ihrer Mutter zu tun. Sie sucht Grenzen, Ver-/Zutrauen und Liebe. Deine Freundin versagt da völlig und schiebt Verantwortung ab. Richtung Vater und - schlimmer - Richtung ihrer Tochter. Echt fragwürdig!
Mir fiele als Tipp nur ein, ne Familienberatung, wie z. B. Pro Familia, aufzusuchen.