Star-light
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Ob mein (ex-) Freund tatsächlich das gleiche Problem hat wie du, kann ich natürlich nicht sagen, aber es passt alles. Bei ihm kommen allerdings noch Depressionen, und daraus resultierend, extreme existenzielle Probleme hinzu. Mit dem Thema Depression habe ich mich ausreichend beschäftigt, aber ich vermute schon lange das sein Verhalten nicht alleine mit Depressionen zu erklären ist. Dieser ständige Wechsel zwischen extremer Nähe und dann wieder wegstossen. Emotionale Verletzungen und scheinbare Gleichgültigkeit. Gehe ich dann auf Distanz, kommt er früher oder später immer wieder an. Versucht dann trotzdem mir den schwarzen Peter in die schuhe zu schieben, weil, ICH will IHN ja nicht. Denkt er dann oder behauptet es zumindest. Auch dieses plötzliche Aufspringen in einer scheinbar harmonischen Situation kenne ich. Er ist schon morgens während des Kuschelns, plötzlich wie von der Tarantel gestochen, aus dem Bett geschossen und war mit den Worten "ich bekomme keine Luft, ich muss raus hier" innerhalb von Minuten durch die Türe. Und dann kam den ganzen tag nichts mehr, keine Erklärung, gar nichts. Wie verletzend das alles ist muss ich nicht sagen....
Ich habe mich in den letzten 1 1/2 Jahren unzählige Male emotional zurück gezogen. Dann kommt er wieder, es läuft kurze Zeit recht gut, er bemüht sich und dann geht das ganze Spiel von vorne los.
Bei unserem letzten Gespräch vor drei Wochen sagte er mir das er wisse was er mir antut und angetan hat. Und das es ihn auch schmerzt. Aber keine Erklärung für sein Verhalten hat. Er sagte mir auch oft das er nicht reden kann. Nicht über seine Probleme und das was ihn bewegt. Er hatte nie jemanden, muss alles mit sich alleine ausmachen und zieht sich dann zurück. Ich habe dann das Gefühl das ich gar nicht zu seinem Leben gehöre, ich werde komplett ausgeklammert. Auf Nachrichten wird nicht reagiert und anrufen brauche ich dann gar nicht versuchen. Er geht eh nicht ran. Seine Erklärung mal dazu "das hat nichts mit dir oder meinen Gefühlen für dich zu tun". Ja klar, schwer nachvollziehbar.
Das Problem ist, das ICH mittlerweile auch mit Niemandem mehr darüber reden kann. Jeder aus meinem Umfeld hält mich für komplett bescheuert das ich das mitmache. " Der tut dir nicht gut " waren da noch die harmlosesten Aussagen. Ja stimmt! Er tut mir nicht gut! Wie deine Partnerin habe auch ich fast das Lachen verlernt, alles strengt mich an und ich habe auch Tage im Bett verbracht weil mir einfach die Kraft zum Aufstehen fehlte. Ich brauche teilweise den Abstand zu ihm um wieder halbwegs hoch zu kommen. Und natürlich ist das nicht die ideale Vorstellung von Partnerschaft. Aber ich liebe diesen Mann und wäre auch bereit ihm weiter zur Seite zu stehen wenn er einsehen würde das er Hilfe braucht.Leider ist dieses Einsehen nicht in Sicht. Selbst wegen seiner Depressionen war er nur ein oder zweimal beim Therapeuten. Seine Worte: das ganze Gerede bringt doch nichts.
Ich drücke dir ganz fest die Daumen das du mit der Hilfe eines Therapeuten dein Problem in den Griff bekommst. Und ich bin mir sicher du schaffst das wenn du es wirklich willst! Was deine Partnerin betrifft... du sagtes du wärst dir nicht sicher ob sie dich noch will oder so ähnlich. Ich kann es nur aus meiner Sicht beurteilen, aber wenn sie jetzt,nach allem, immer noch da ist und zu dir hält, dann liebt sie dich wirklich und Liebe hört nicht so einfach auf. Glaub daran!

